Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch

Wie können sich Bewerber optimal auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten? Worauf achten Arbeitgeber bei der Auswahl der Bewerber?

Arbeitslose (und Arbeitssuchende) können ein Lied davon singen: Über Wochen und Monate haben sie eine Bewerbung nach der anderen geschrieben und permanent Absagen erhalten. Nun endlich ist es endlich so weit, eine Firma hat günstig auf die schriftliche Bewerbung reagiert und Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Die erste Hürde wäre damit genommen. In der Regel ist es allerdings so, dass noch eine Reihe weiterer Mitbewerber in die engere Wahl gekommen ist und ebenfalls zum Bewerbergespräch eingeladen werden. Nun gilt es also, sich von dieser Konkurrenz positiv abzuheben. Die Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch ist dazu ein wichtiger Schlüsselfaktor. Wie geht man dabei am besten vor?

Holen Sie sich Erkundigungen zum Unternehmen ein

Im Vorfeld ist es praktisch, sich über den potentiellen Arbeitgeber im Internet zu informieren. Hilfreich ist dabei die Suchfunktion von Google oder der Internet-Auftritt des Unternehmens. Vor allem die Geschichte des Unternehmens sowie dessen Produkte und Dienstleistungen gehören zur Pflichtlektüre. Auch kann es nützlich sein im Regionalteil der Tageszeitung Ausschau zu halten nach Berichten zu Firmenerweiterungen oder Firmenporträts. Wenn der Arbeitgeber erkennt, dass sie mit der Produktpalette und den Dienstleistungen des Unternehmens gut vertraut sind, können Sie auf jeden Fall punkten.

Fragen zum Unternehmen überlegen, Fahrtweg planen, passende Kleidung wählen

Stellen Sie gezielt Fragen zum Unternehmen und zum künftigen Aufgabenbereich zusammen. Es hinterlässt einen guten Eindruck auf die Personaler, wenn Sie selbst initiativ Fragen stellen und nicht nur passiv reagieren. Machen Sie sich mit dem Fahrtweg zum Unternehmen gut vertraut. Es kann sehr unangenehm werden, wenn Sie sich auf dem Weg zum Termin verfahren oder die Fahrtzeit falsch einschätzen und deshalb verspätet zum Termin eintreffen. Schweißflecken an den Achselhöhlen sind dabei noch das kleinere Übel, denn der künftige Arbeitgeber wird sich dann fragen, ob sie am Arbeitsplatz auch öfter zu spät kommen werden.

Legen Sie sich die passende Kleidung zurecht. Stellen Sie sich mal einen Maurer vor der zu einem Vorstellungsgespräch bei einer Baufirma im Nadelstreifanzug erscheint oder wie ein Bankkaufmann in verlotterten Jeans und im T-Shirt zum Bewerbergespräch kommt. Wir verstehen, die Kleidung sollte dem Berufsbild angemessen entsprechen. Alleine durch eine gute Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch können Sie Ihre Chancen auf den begehrten Arbeitsplatz deutlich steigern.

Worauf beim Vorstellungsgespräch zu achten ist

Endlich ist es so weit, Sie haben Ihr Vorstellungsgespräch und möchten sich von Ihrer besten Seite präsentieren. Um in kein Fettnäpfchen zu tappen, ist es ratsam einige Empfehlungen zu beachten. Dies betrifft insbesondere die Begrüßung, das eigene Auftreten und Fragen die während des Bewerbergespräches gestellt werden. Den persönlichen Erstkontakt bei der Begrüßung darf man keinesfalls unterschätzen, denn die ersten zehn Sekunden bei der Begrüßung sind von entscheidender Bedeutung für das (Vor-)Urteil, das sich der Personaler bildet. Studien belegen, dass die Gesprächspartner sich in den ersten Sekunden gegenseitig „scannen“. Wie ist die Kleidung vom Gegenüber, die Mimik und Gestik, das Auftreten, ist der Händedruck fest oder schwach? Macht mein Gegenüber einen gepflegten Eindruck? Ist die Kleidung sauber und ordentlich und sind die Schuhe geputzt? Ob Sie es glauben oder nicht, all diese Eindrücke werden in den ersten Sekunden des persönlichen Kontakts gesammelt und verwertet. Am besten ist es, wenn Sie vor der Begrüßung noch schnell das WC aufsuchen und ihre Frisur, den Sitz der Krawatte, Schminke überprüfen. Bei der Begrüßung sind ein fester Händedruck und ein Lächeln angebracht.

Während des Gesprächs Souveränität ausstrahlen

Das fängt schon bei der Sitzhaltung an. Ein Bewerber, der halb auf dem Stuhl liegt, statt eine aufrechte Körperhaltung einzunehmen, fährt gleich Minuspunkte ein. Ebenso ist es wichtig, keinen gelangweilten Eindruck zu machen, indem die Blicke immer wieder durch den Raum oder zum Fenster hin wandern. Bei Fragen zu Zeiten der Arbeitslosigkeit oder des Berufswechsels sollte man in der Lage sein, verständliche und nachvollziehbare Erklärungen zu formulieren. Wichtig ist, dass Sie sich bei Fragen zu beruflichen Veränderungen in Ihrem Lebenslauf nicht in die Defensive drängen lassen oder gar verlegen reagieren. Am besten gehen Sie ganz offen damit um und erklären Ihre Motive (etwa familiär bedingter Umzug, berufliche Neuorientierung oder auch gesundheitliche Aspekte). Nicht gut wäre es, wenn Sie als Grund für einen Stellenwechsel Mobbing am Arbeitsplatz, einen schlecht gelaunten Chef oder Arbeitsüberlastung angeben. Der Arbeitgeber könnte zu dem Schluss kommen, dass diese Probleme letztlich in Ihrem Charakter wurzeln und in der Firma wieder erneut zum Vorschein kommen.

Stellen Sie initiativ Fragen zum Unternehmen

Etwa zum künftigen Aufgabenbereich, zur Gliederung der Unternehmenshierarchie, zu den Weiterentwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen. Das zeigt, dass Sie sich bereits gedanklich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben. Alles in allem kann man sagen, auch die Personaler sind nur Menschen. Geben Sie sich so natürlich wie möglich, vergessen Sie dabei jedoch nicht eine bestimmte Etikette zu wahren.

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