Traumjobs per Surfen und Suche im Internet

Jobbörsen im Netz enthalten vielfältige Stellenangebote und Projekte. Das Internet verbindet die Berufswelt rund um den Globus immer mehr. Die Bewerbung über Jobbörsen im Internet gehört mittlerweile zum Standard. Zeitungsanzeigen weniger.

„Es ist schnell gemacht und pragmatisch. Einfach anmelden, den eigenen Lebenslauf hochladen und los geht’s“. So beschreibt Ansgar seinen ersten Eintrag in einer Jobbörse im Internet. Mittlerweile bewerben sich die Unternehmen bei ihm per Suchfunktion. Von klassischen Lehrstellen und den besten Nebenjobs über internationale Praktika zum Traumjob in Übersee hat das WWW eine Menge zu bieten. Sie bieten für Jobsuchende als auch Anbieter Lösungen mit hoher Flexibilität und Erfolgsquote in der Vermittlung. „Ich habe mich richtig gefreut, als ich sogar die Bewerbung eines Unternehmens im Kasten hatte“, resümiert er.

Online-Stellenbörsen bieten individuelle Suche

Ansgar wurde selbst angeworben, statt weitere Bewerbungen für die Papierkörbe der Wirtschaft zu tippen zu müssen. Personaler möchten Stellenanzeigen mit der bestmöglichen Resonanz platzieren, erklärt Lars Detmers von Outlance, einem jungen Startup aus Mannheim. Mehrere hundert, teils sehr spezialisierte Jobbörsen, gibt es im Internet. Die automatisierten Prozesse beschleunigen die Stellenbesetzung erheblich. Briefmarken kaufen, wenn die Post zu hat, verknickte Briefumschläge und Kaffeeflecken gehören der Vergangenheit an. Alles ist schöner in der digitalen Anzeigenwelt. „In den letzten Jahren erleben wir eine zunehmende Verlagerung ins Internet“, analysiert ein Personalchef aus Frankfurt.

Mehr als nur ein paar Klicks bei Google

Die entscheidenden Qualitätsmerkmale von Jobbörsen im Internet sind nach seiner Einschätzung Aktualität, Angebotsumfang und Benutzerfreundlichkeit, die das Wälzen mehrerer Tageszeitungen und Kaufen teurer Bewerbungsmappen übertreffen. Allerdings löschen manche Anbieter im multimedialen Massengeschäft veraltete Anzeigen nicht sofort. Daher sei bei der Börsenauswahl im Vergleich zu den platzbeschränkten wie kostspieligeren Printmedien größere Sorgfalt geboten, rät Detmers den Jobsuchenden. Einen Job im Internet, ob Praktikum oder erster Arbeitsplatz, ist also auch beim bequemen Klicken mehr als eine Google-Suche „auf gut Glück“.

Erfolg mit E-Faktor

Den Erfolg des Internets sieht Christoph Beck von der Fachhochschule Koblenz darin, dass Aufgaben in Unternehmen meist über 60 Prozent Projektcharakter hätten“. Deutschland und Europa werden immer älter“, bemängeln deutsche Forscher im Vergleich zum Orient und Asien. Diese Bevölkerungsentwicklung führe dazu, dass sich Personaler bald auf weltweite Suche begeben müssen, sind sich die Experten sicher. Die digitalen Plattformen werden das Personalwesen global revolutionieren.

Auswahl auch für Orchideen-Fächer

Die Vorteile der webbasierten Stellenmärkte sind nicht nur umfangreiche Suchmöglichkeiten nach Positionen, Branchen und Regionen. Neben den etablierten Portalen gibt es auch eine Reihe von spezialisierten Jobbörsen für bestimmte Branchen wie IT, Beratungs- und Ingenieurwesen. Daneben existieren auch Metasuchmaschinen, die Angebote von Karriereseiten, Arbeitgebern und Stellenbörsen scannen und kompakt zusammenstellen. Viele Jobbörsen bieten zusätzliche Funktionen und praktische Tipps zur Bewerbung, Jobprofile und kostenpflichtige Unterlagenchecks durch Profis.

Internet-Boom geht weiter

Die Studie „Recruiting Trends“ der Universität Frankfurt ermittelte eine deutlich steigende Nutzung von Internet-Stellenbörsen. Demnach haben bereits 95 Prozent aller deutschen Unternehmen Online-Anzeigen geschaltet. Print-Anzeigen würden aus Unternehmenssicht meist nur noch wegen der Imagepflege geschaltet, meint eine Psychologin. Wer in einem Printmedium nach Bewerbern suche, stelle ja gleichzeitig auch das Unternehmen dar, um eine gute Entwicklung zu signalisieren. Onlinebewerbungen transportieren die Schlüsselqualifikation „Multimedia“, zeigen, dass man fit mit dem Computer ist.

Schnelles Medium mit kleinen Tücken

Doch Vorsicht: Auch im Internet werden nach wie vor dieselben Einstellungskriterien zugrunde gelegt wie bei der „konventionellen“ Bewerbung. Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse gehören als Dokumente dazu. Sie werden gescannt, auch vom Personaler, der keine Copy-and-Paste-Geschichten, Smileys oder Gänsefüßchen, sondern fachliche Eignung sehen will. Also nicht zu schnell die Bewerbungen abschicken und immer schön persönlich bleiben, gerade im Netz. Bei Ansgar hat das funktioniert.

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