Unser Haus als Energielieferant – Die Sonne schickt keine Rechnung

Die heutige Technik macht es möglich: Unsere Häuser können Energielieferanten sein und damit einen großen Teil der Kosten selbst erwirtschaften.

Mit unseren heutigen technischen Möglichkeiten kann jeder Eigenheimbesitzer mit Sonnenenergie und Windkraft schon mehr Strom erzeugen als er selbst braucht. So kann ein Einfamilienhaus alleine mit Fotovoltaik 18.000 kWh/Jahr Strom produzieren. Der Haushalt braucht nach sehr großzügigen Berechnungen 4.000 kWh/Jahr. Für die Heizung und Warmwasserbereitung braucht der Haus etwa auch soviel Strom (215 m² x 19,45 kWh/m² und Jahr). So ergibt sich ein Überschuss von nahezu 10.000 kWh/Jahr. Eine Miniwindkraftanlage verbessert diese Bilanz noch.

Werden die Heizungen und der Warmwasserbedarf verstärkt über Solar und Miniwindkraftturbinen dezentral betrieben, sinkt auch der Gasbedarf bundesweit. So kann eine Unabhängigkeit von Importen geschaffen werden und auch Havarien von Überlandstromleitungen verlieren ihren Schrecken.

Sonneneinstrahlung in Deutschland ausreichend

Zwei Prozent der Fläche Deutschlands reichen um den Jahresstrombedarf Deutschlands mit der heute zur Verfügung stehenden Technik zu decken. Das ergibt sich aus folgender Berechnung. Eine Fotovoltaikfläche von 10 m2 bringt eine Leistung von einem kWp. Das ergibt einen Jahresertrag von rund 750 kWh pro kWp. Zugrunde gelegt ist der Strombedarf Deutschlands aus den Jahren 2004/2005 von rund 550 Milliarden kWh und

der Gesamtfläche Deutschlands von ca. 350.000 km².

Aufgrund von Tages- und saisonalen Schwankungen ist von vier Prozent Fläche Deutschlands in der praktischen Nutzung auszugehen.

Diese vier Prozent Fläche könnte ohne Probleme über die Nutzung bisher bebauter Flächen erreicht werden. Das entkräftet den Einwand, dass in Deutschland die Sonneneinstrahlung nicht ausreichend ist. Ein Ausweichen in sonnenreichere Gegenden ist also nicht erforderlich. Es ist auch zu berücksichtigen, dass Fotovoltaik-Module nicht nur das direkte Sonnenlicht nutzen, sondern auch die so genannte diffuse Strahlung aus den Wolken. Also auch ein bedeckter Himmel bringt Strom.

Dezentrale Stromversorgung ist die Lösung

Mit der eingangs angestellten Rechnung könnten noch zwei weitere Einfamiliehäuser mit Strom versorgt werden. Wenn nun konsequent die überwiegende Zahl der Einfamilienhäuser und auch die großen Dächer von Supermärkten, Industrieanlagen usw. mit Fotovoltaik plus Miniwindturbinen ausgestattet werden, hat sich das Thema Atomausstieg oder nicht von alleine erledigt. Eine dezentrale Stromversorgung nimmt auch Netzhavarien ihren Schrecken.

Unser Haus verdient Geld

Das können sich viele Menschen absolut nicht vorstellen, dass ein Haus nicht nur keine Nebenkosten hat, sondern auch Energieüberschuss liefert. Also auch noch Geld verdient.

Mit der im Eingang erstellten Energiebilanz ist das schnell zu errechnen. Das Haus produziert mit seiner Solaranlage 18.000 kWh/Jahr. Bei einer Vergütung von 43,01 Cent/kWh (Stand 2009) ergibt sich ein Erlös von 7.741,18 EUR. Der Verbrauch von rund 8.000 kWh/Jahr kostet bei einem Einkaufspreis von rund 22 Cent/kWh 1.760 EUR. Dazu kommt eine Grundgebühr von rund 100 EUR. Das ergibt einen Verbrauch von großzügig gerechnet 1.900 EUR/Jahr. Bei einem Erlös von abgerundet 7.700 EUR minus 1.900 EUR ergibt sich ein Gewinn von 5.800 EUR. Diese 5.800 EUR stehen dann zur Kredittilgung (die meisten Menschen brauchen einen Baukredit) zur Verfügung. Bei dieser Rechnung ist die Stromausbeute der Miniwindkraftanlage noch nicht berücksichtigt. Der Strom aus dieser Anlage würde den Bezug des Stromes aus dem Netz noch verringern. Eine Einspeisung aus der Miniwindkraftanlage ist uninteressant, da die Einspeisevergütung deutlich unter dem Einkaufspreis von derzeit 22 Cent/kWh liegt.

Es lohnt sich Wohneigentum zu schaffen

Nach diesem Rechenbeispiel (ist in der Praxis belegt) haben die Hausbauer durch konsequente Nutzung von natürlichen Quellen zur Stromerzeugung nicht nur keine Nebenkosten für Heizung und Warmwasser sondern auch noch einen erheblichen Zuschuss zur Kredittilgung. So wird in sehr vielen Fällen die monatliche Belastung für die Kredittilgung niedriger als die Miete für eine Wohnung.

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