Hatha-Yoga fördert Gesundheit und Einklang von Körper und Geist

Anhand gezielter Körperhaltungen in Verbindung mit einer kontinuierlichen Atmung führt Hatha-Yoga den Geist und den Körper in ein gesundes Gleichgewicht.

Der Begriff Yoga stammt aus dem Sanskrit und umfasst die drei Aspekte des Seins; den Körper, den Geist und die Seele. Im alten und auch modernen Indien lag die Betonung eher auf den geistig-spirituellen Yoga-Übungen, während im Westen hingegen die unter dem Begriff Asanas bekannten Körperstellungen zum Synonym des Yoga wurden. Alle modernen Yoga-Methoden liegen hauptsächlich in den Yogasutras von Patanjali begründet, die dieser vor 2000 Jahren verfasst hat. Die meisten eher körperbetonten Yoga-Praktiken können unter dem Oberbegriff Hatha-Yoga zusammengefasst werden. Diese Richtung des Yoga umfasst vor allem Körper- und Atemübungen sowie Elemente der Tiefenentspannung. Einem Yoga-Einsteiger können dabei durchaus die Grenzen im Bezug auf die eigene Flexibilität, die Atemkontrolle sowie auf die Fähigkeit, seine rasenden Gedanken zur Ruhe zu bringen, aufgezeigt werden.

Hatha-Yoga ist für jedes Alter geeignet

Für viele ist Hatha-Yoga einfach nur Sport, für andere jedoch eine Lebensform. Fakt ist, dass Hatha-Yoga für jedes Alter geeignet ist, egal ob für Kinder oder aber für ältere Menschen. Ausgeführt ohne Leistungsdruck kann Hatha-Yoga die Kräftigung und Dehnung der gesamten Körpermuskulatur bewirken. Ebenso dienen die Yoga-Übungen zur Steigerung der Körperwahrnehmung, die Lunge wird gekräftigt und die Verdauung sowie andere Körperfunktionen werden angeregt. Bei regelmäßiger Durchführung gezielter Atemübungen kann sogar das Lungenvolumen vergrößert werden. Die Übungen sind extrem vorteilhaft für Menschen mit Rückenbeschwerden und für solche, die ihre Haltung verbessern möchten. Wer über einen Zeitraum von einem Vierteljahr regelmäßig ein- bis zweimal pro Woche an einem 90-minütigen Yoga-Workout teilnimmt, kann bereits deutliche Fortschritte an sich wahrnehmen.

Gesundheit durch Hatha-Yoga

Die Methode des Hatha-Yoga ist eng mit einem gesunden Geist und einem gesunden Körper verbunden. Durch die einzelnen Übungen sollen Geist und Körper zum Einklang kommen; Atemübungen begleiten die Übungen an sich ebenso wie die Hinwendung zu den Sinnen. Hatha-Yoga gilt als eine der besten Stress-Bewältigungsstrategien überhaupt, zudem stärken die unterschiedlichen Leibesübungen den gesamten Körper. Die Steigerung der Beweglichkeit und Flexibilität des Körpers ist eine angenehme Nebenerscheinung des Yoga; hauptsächlich dient es dazu, den Energiefluss im Körper in Gang zu bringen sowie zur Auflösung geistiger und körperlicher Blockaden. Grundlage hierfür ist wohl auch das Sprichwort: In einem gesunden Körper lebt ein gesunder Geist.

Klangschale und Mantras helfen Körper und Geist zur Ruhe zu kommen

Zu Beginn einer Hatha-Yoga-Stunde ist es üblich, den Körper vollständig zur Ruhe kommen zu lassen und sowohl den Geist als auch den Körper zu entspannen, um beide für die kommenden Übungen empfänglich zu machen. Ideales Ziel dieser Entspannungsübung ist es, die endlos kreisenden Gedanken unter Kontrolle zu bringen und den Geist dazu zu bringen, sie los zu lassen. Eine längere Tiefenentspannung erfolgt auch zum Ende einer Hatha-Yoga-Einheit. Abhängig vom jeweiligen Yogalehrer kann diese Tiefenentspannung begleitet werden durch das Rühren einer Klangschale oder das leise Singen von Mantras, um den ruhelosen Geist zu fixieren und abzulenken.

Hatha-Yoga-Übungen umfassen den gesamten Körper

Es gibt eine ganze Reihe von Yoga-Übungen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Der Anfänger wird sicherlich zunächst einmal lernen, während einer Körperhaltung kontinuierlich zu atmen. Es gibt Übungen, die den unteren Rücken- und die Kreuzbeinregion dehnen und stärken. Andere Übungen wiederum zentrieren sich auf den Schultergürtel und die obere Rückenmuskulatur; sie können einen Rundrücken lindern und führen zu einer Verbesserung der Körperhaltung. Natürlich existieren auch Asanas zur Dehnung und Kräftigung der Beine sowie der Bauchmuskulatur. Eine Yoga-Übungsstunde dauert meist zwischen 60 und 90 Minuten; sie kann Asanas beinhalten, die den gesamten Körper ansprechen, jedoch auch so gestaltet sein, dass lediglich gezielte Muskeln angesprochen werden.

Hatha-Yoga dient nicht zum Training der Kondition

Hatha-Yoga dient nicht zum Austoben und Auspowern; die Übungen werden sehr gezielt und bewusst ausgeführt; es geht dabei nicht um Schnelligkeit. Wird eine Yoga-Übung begonnen, so soll versucht werden, diese am Endpunkt der Beweglichkeit bzw. am maximal möglichen Dehnungspunkt für einige Minuten zu halten, wobei unbedingt weiter geatmet werden sollte. Nach dem Beenden einer Yoga-Übung sollte in den Körper hineingefühlt werden, um zu spüren, was die vorhergehende Bewegung bewirkt hat.

Der Sonnengruß – eine klassische Übungsabfolge beim Hatha-Yoga

Der Sonnengruß wird auch als Sonnengebet bezeichnet und stellt im Hatha-Yoga die klassische Aufwärmübung dar. Eine Vielzahl an Muskeln wird bei dieser Übungsabfolge angesprochen, Ein- und Ausatmung werden ebenfalls gezielt eingesetzt. Wer den Zyklus des Sonnengrußes dreimal hintereinander ausgeführt hat, hat seinen Körper gut auf die folgenden Asanas eingestimmt und vorbereitet. Eine zügige Abfolge einiger Sonnengruß-Runden regt den Kreislauf an und kann sich förderlich auf die Kondition auswirken.

Atem-Übungen sind beim Yoga sehr wichtig

Das richtige Atmen ist für die Durchführung der Yoga-Übungen sehr wichtig, aber auch für einzelne Körperfunktionen an sich ist eine intensive Atmung besonders interessant. Abhängig von den einzelnen Übungen kann die Einatmung entweder tief in den Bauch oder auch in den Brustkorb erfolgen; die Ausatmung sollte dabei deutlich länger als die Einatmung andauern. Das Blut wird durch diese intensive Atmung mit mehr Sauerstoff versorgt, das Lungenvolumen steigert sich allmählich und noch dazu lernt der Schüler durch die gezielten Atemübungen sich zu entspannen und zu konzentrieren. Erfahrene Yogis können die Atemübungen bis zu einer Stunde am Stück durchführen; sie kommen dabei völlig zur Ruhe, weshalb einige Atemübungen auch zur Vorbereitung auf eine anschließende Meditation dienen.

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