Vanda richtig pflegen

Kaum eine andere Orchidee benötigt so viel Licht wie eine Vanda. Pflegt man eine Vanda richtig, belohnt sie einen mit ihrer wunderschönen Blütenpracht.

Orchideen der Gruppe Vanda kommen ursprünglich aus Asien und Ozeanien, werden aber auch in den Südstaaten der USA kultiviert und gezüchtet. Der Name kommt aus dem Sanskrit und bedeutet aus Indien stammend. Neben den wunderschönen großen Blüten, die in Trauben zusammenstehen, ist auch eine Vanda, die nicht in Blüte steht eine wahrer Blickfang. Wird sie nicht durch Kopfstecklinge klein gehalten, kann sie eine Höhe von über zwei Metern erreichen. Auch das große Farbspektrum lässt Orchideen dieser Gattung immer beliebter werden. Vanda wächst monopodial, das heißt, neue Blätter entstehen an der Spitze, während die alten mit der Zeit verloren gehen. So bildet sich mit den Jahren eine langbeinige Pflanze mit kahlem Stamm. Zwischen den Blattachseln bilden sich die Blüten. Charakteristisch für diese Orchideen sind die kräftigen Luftwurzeln. Sobald der obere Teil der Pflanze ausreichend bewurzelt ist, kann er als Kopfsteckling in einen neuen Topf gesetzt werden. Dies bietet sich an, um das Wachstum der Vanda zu begrenzen. Dabei wachsen die Wurzeln mit der Zeit in den Topf. Nimmt man keinen Steckling, muss die Pflanze gestützt werden um nicht umzuknicken.

Standort für eine Vanda

Vanda möchte hell stehen und benötigt sehr viel Licht um zur Blüte zu kommen. Direkte Sonne verträgt sie allerdings nur schlecht. Eine Vanda muss warm stehen und benötigt in der Nacht kühlere Temperaturen als am Tag. Die Mindesttemperatur beträgt im Winter 18 Grad in der Nacht und 22 Grad am Tag. Die Maximaltemperatur im Sommer sollte 18 Grad in der Nacht und 35 Grad am Tag nicht überschreiten.

Pflege und Kultur von Vanda

Vanda ist mit vielen anderen Orchideengattungen verwandt. Darunter auch die sehr populäre Phalaenopsis mit der sie zusammen gehalten werden kann. Daraus ergibt sich eine schier unüberschaubare Anzahl von Mehrgattungshybriden, die allesamt am Besten im Topf kultiviert werden. Auch in Lattenkörben gedeihen sie hervorragend, wenn man sie regelmäßig besprüht. Das Substrat sollte sehr grob sein. Empfehlenswert ist es, Holzkohle und Bimsstein unterzumischen.

Auch wenn eine Vanda regelmäßiges Gießen und Düngen fordert, darf die Düngerkonzentration nur niedrig sein. Orchideendünger sollte daher nur in halber Konzentration zugeführt werden. Im Winter ist es wichtig, dass die Luft im Raum trockener ist als im Sommer, da die Gefahr für Blattkrankheiten sonst sehr groß ist.

Vanda Importe

Die meiste Freude wird man mit einer im Inland gezogenen Vanda haben, da diese bereits an unsere Lichtverhältnisse angepasst ist. Von den zahlreich angebotenen Importpflanzen sollte man die Finger lassen. Hat man ein begehrenswertes Exemplar im Ausland gefunden und möchte es trotz aller Warnungen importieren, so sollte dies wenigstens im Frühjahr geschehen. Ansonsten verlieren die Pflanzen sehr viele Blätter und stellen das Wachstum ein.

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