Verbreitete Sportirrtümer aufgedeckt und widerlegt

In den Köpfen vieler Menschen kursieren viele Irrtümer um das Thema Sport. Dieser Artikel stellt einige Irrtümer vor und widerlegt diese durch Fakten.

Menschen überbieten sich in Gesprächsrunden gern mit vermeintlichen Fakten und Halbwissen rund um das Thema Sport. Es kursieren sehr viele Irrtümer in den Köpfen der Menschen und einige Irrtümer führen sogar zu Verletzungen beim Sport. Dieser Artikel deckt einige der verbreiteten Mythen auf.

1. Sportmythos: Joggen auf dem Asphalt schädigt die Gelenke und den Rücken

Experten betrachten die gängige Meinung, dass Joggen auf dem Asphalt die Gelenke und den Rücken stark belastet, als Vorurteil. Der Waldboden gilt zwar als eine relativ weiche Fläche, doch es besteht Verletzungsgefahr durch die Unebenheiten des Waldgeländes. Das Joggen auf Asphalt bietet einen stabilen Untergrund und verhindert ein seitliches Verdrehen des Fußes. Aus diesem Grund gilt das Laufen auf Asphalt als orthopädisch schonender als das Laufen im Wald. Beim Joggen auf dem Asphalt gilt: Die Nutzdauer eines Sportschuhwerkes sollte begrenzt sein, denn die Dampfwirkung erfährt mit der Zeit eine Reduktion. Des Weiteren sollten die Schuhe nach dem Laufen für mindestens vierundzwanzig Stunden zur Regenration ungenutzt bleiben.

2. Sportmythos: Fettabbau ist nur in der Fettverbrennungszone zu erreichen

Das Körperfett des Menschen kann bei jedem Tempo verbrannt werden. Jedoch verbrennt der Mensch bei hohem Tempo die Fettreserven schneller als bei einem langsamen Training. Die bekannte „Fettverbrennungsschwelle“ von dreißig Minuten ist gemäß Experten Nonsens. Bei Bewegung laufen sämtliche Mechanismen im Körper an, die der Kalorienverbrennung dienen. Nach zwanzig bis dreißig Minuten setzt jedoch die optimale Fettverbrennung ein. Nach dem Sport ist der Stoffwechsel außerdem bis zu vierundzwanzig Stunden stark erhöht.

3. Sportmythos: Durch intensives Training kann jeder Mensch enorme Fitness erlangen

Die genetische Veranlagung eines Individuums spielt bei der Körperfitness eine hervorragende Rolle. Sportwissenschaftliche Studien in Frankreich belegten diesen Zusammenhang zwischen genetischer Konstellation und der persönlichen Fitness. Die Experten unterschieden zwischen den sogenannten Low-Respondern und High-Respondern. Die Low-Responder reagierten auf die verstärkte Trainingseinheiten mit kaum veränderter Fitness. High-Responder reagierten auf Trainingsreize besonders schnell und intensiv und zeigten nach regelmäßigem Training starke Fitness.

4. Sportmythos: Schnelle Schweißbildung ist ein Zeichen von mangelnder Fitness

Der Schweiß fungiert als eine Art Klimaregulation des Körpers. Mit zunehmender Fitness lernt der menschliche Organismus die Schweißregulation und damit eine effiziente Abkühlung. Bei körperlicher Aktivität wird das Blut schnell zur Hautoberfläche gepumpt, um die entstehende Hitze wirkungsvoll abzuleiten. Im Kontrast zu der verbreiteten Annahme ist schnelle Schweißausbildung ein Zeichen für gute Fitness.

5. Sportmythos: Magnesium schützt vor Krämpfen

Es besteht die verbreitete Meinung, dass Magnesium vor dem Training Muskelkrämpfen vorbeugen kann. Die Konzentration der Standardprodukte ist jedoch zu gering, so dass nur ein kleiner Wert vom Körper verwertet wird. Das Magnesium kann die Wirkung erst bei einer sehr hohen Konzentration und langer Einnahmedauer von mehreren Wochen zur Entfaltung bringen. Es sollte bevorzugt nach dem Training oral eingenommen werden (mindestens 2,5 mmol), denn sonst kann es zu Durchfall kommen.

6. Mythos: Frauen können durch Krafttraining Bodybuilder-Körper bekommen

Frauen erreichen auf Grund des relativ geringen Testosteron-Spiegels nur mit intensivsten Aufwand eine Bodybilderfigur. Dazu gehören neben einem starken Training eine geregelte Ernährung sowie häufig die Aufnahme von Anabolika. Ein Geräte-Training bewirkt bei den weiblichen Geschlechtsgenossen eine Straffung von Gewebe und die Stärkung von Muskeln. Eine Bodybuilder-Figur ist wissenschaftlich betrachtet unwahrscheinlich.

7. Mythos: Sex ist vor dem Training ein Hindernis für Trainingserfolge

Nach dem Praktizieren von Geschlechtsverkehr wird der Testosteron-Spiegel im Organismus erhöht. Testosteron ist für die Mobilisierung der vorhandenen Kräfte von Bedeutung. Studien ergaben, dass sexuell tätige Sportler den enthaltsamen Kontrahenten überlegen sind. Sexuelle Aktivität bündelt Aggressivität bei einer balancierten Psyche. Unmittelbar nach dem Geschlechtsakt sinkt der Hormonspiegel vorübergehend, steigt aber im Weiteren signifikant und steigert die körperliche Leistungsfähigkeit.

8. Mythos: Die Brust sowie der Po erschlaffen durch regelmäßiges Laufen

Bei einer mittleren Geschwindigkeit bewegt sich die weibliche Brust im Schnitt approximativ vierundachtzig Mal. Wissenschaftler halten die Erschlaffung vom Bindegewebe im Brust- und Gesäßbereich durch Joggen und Sport für unwahrscheinlich. Die Durchblutung dieser Partien verstärkt sich und die aufbauende Muskulatur stärkt sogar das Bindegewebe.

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