Warum Eier so gesund sind

Das Ei ist ein wertvolles Lebensmittel – und das nicht nur an Ostern. Eier standen lange unter dem Verdacht, den Cholesterinspiegel zu erhöhen. Doch das war nur ein Irrtum der Wissenschaftler. In Wirklichkeit sind Eier praktisch und gesund.

Glauben Sie noch daran, dass Eier den Cholesterinspiegel erhöhen? Und das nur, weil sie Cholesterin enthalten und ein zu hoher Cholesterinspiegel zu den bekannten Risikofaktoren der gefürchteten Arterienverkalkung zählt. „Aktuelle Untersuchungen setzen das Vorurteil, dass der regelmäßige Verzehr von Hühnereiern zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt, außer Kraft!“, weiß Diplom Oecotrophologin Karima Jung von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen. Einige große Studien haben gezeigt, dass der Verzehr von einem Hühnerei täglich kaum eine nennenswerte Wirkung auf die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat.

Eine Studie des Yale Prevention Research Centers

2005 untersuchten beispielsweise amerikanische Wissenschaftler 50 gesunde Männer und Frauen eingehend auf ihren Gesundheitszustand und teilten sie in zwei Gruppen. Die erste Gruppe aß täglich zum Frühstück sechs Wochen lang 60 Gramm ungekochten Hafer. Die zweite Gruppe bekam in diesem Zeitraum zunächst zwei Eier zum Frühstück. Darauf folgten weitere medizinische Untersuchungen und eine vierwöchige Pause, nach der die erste Gruppe begann, für sechs Wochen täglich zwei Eier zum Frühstück zu verzehren und die zweite Gruppe Hafer zum Frühstück aß. Auch hierauf folgten die gleichen medizinischen Untersuchungen.

Durch den Vergleich der gewonnenen Daten kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass selbst der Genuss von zwei Hühnereiern täglich bei gesunden Erwachsenen keinen negativen Effekt auf die Gefäßfunktionen ausübt. Darüber hinaus hatte das aufgenommene Ei-Cholesterin auch keinen Einfluss auf den Cholesterin-Spiegel.

Geballte Kraft im Hühnerei

100 Gramm Hühnerei besteht zu einem Viertel aus Eiweiß und zu 20,2 Gramm aus Fett, wobei über die Hälfte der Fettsäuren ein- bzw. mehrfach ungesättigt sind. Mit etwas mehr als einem Prozent Kohlenhydraten eignet sich das Ei hervorragend zu einer eiweißhaltigen Low-Carb-Diät. Ungeschlagen ist das Ei mit seinen sonstigen Inhaltsstoffen: Den Vitaminen A, D, E, K, B1, B2, B3, B5, B6, Biotin, B9 und B 12 sowie den Mineralstoffen Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Fluor und Jod.

Hühnereier sind also nicht nur gesund, sondern auch ein ganz besonders praktisches Lebensmittel. Sie können zum Beispiel zwanzig Tage lang ungekühlt gelagert werden, denn das Ei wird nicht nur durch die Schale, sondern auch im Inneren durch Enzyme haltbar gemacht. Das ist aber auch der Grund, warum Eier nicht gewaschen werden dürfen, bevor sie in den Handel gelangen: Sonst würde die „Cuticula“ zerstört.

Eier sind mindestens vier Wochen lang haltbar

Ab dem 21. Tag müssen alle Eier ununterbrochen gekühlt werden. Ihr Mindesthaltbarkeitsdatum wird mit dem 28. Tag ab dem Legetag angegeben, doch erfahrungsgemäß halten Eier im Kühlschrank viel länger.

Auch gekochte Eier halten sich ein bis zwei Wochen im Kühlschrank. Wer sie allerdings außerhalb aufbewahrt, beispielsweise in einem Osternest, sollte sie nach dem Kochen nicht abschrecken. Dann halten sie deutlich länger als abgeschreckte Eier, nämlich mehrere Tage. Das liegt daran, dass die Eischale nach dem Kochen sehr porös ist. Beim Kochen bildet sich ein Vakuum im Ei. Wird es abgeschreckt, zieht sich das Vakuum zusammen und saugt damit Mikroorganismen ins Innere.

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