Was ein See, Meer, Fluss oder Teich im Traum zu bedeuten hat

Traumdeutung: Wasser aller Art. Recht häufig kommt in Träumen das Symbol des Wassers vor. Die Bedeutungen können recht vielfältig sein, zudem sind die Begleitumstände zu beachten.

Ein Traumsymbol kann niemals isoliert betrachtet werden, sondern muss im gesamten Traumkontext gesehen werden. Ebenso sind individuelle Gegebenheiten des Träumers im Wachleben zu berücksichtigen, beispielsweise Lebenssituation, Beruf, mögliche Konflikte, Alter und Geschlecht. Wasser kommt in irgendeiner Form besonders häufig in Träumen vor.

Die Bedeutung des Wassers im Allgemeinen

Im Groben repräsentiert Wasser das eigene Gefühlsleben. In der psychoanalytischen Sichtweise nach Freud kann es auch den Geburtsvorgang repräsentieren – bis zur Geburt hat der Säugling im Leib der Mutter im schützenden Fruchtwasser gelebt.

Wasser und mögliche Begleitumstände (Farbe des Wassers, befinden sich Tiere darin, Wasserstand) können auf positive oder negative Bedingungen in Bezug auf bestimmte Gefühle verweisen.

Bäche und Flüsse im Traum

Ein Fluss kann anzeigen, wie sehr sich der Träumer im eigenen Lebensfluss befindet und wie er zu seinem eigenen Leben steht. Ist der Fluss reißend oder eher ruhig? Stromschnellen und Strudel können auf mögliche Gefahren und Aufregungen im Wachleben hinweisen, die das eigene Gefühlsleben betreffen. Kleine sanfte Wellen repräsentieren eher Zufriedenheit, während größere Wellen oder gar Wogen ein Zeichen dafür sein mögen, dass sich der Träumer von seinen Gefühlen überspült fühlt oder emotionale Gefahren und Ängste vorhanden sind.

Analog gilt das zuvor Beschriebene auch für Bäche, wobei mögliche Emotionen hierbei nicht ganz so stark betont werden, da es sich bei einem Bach um ein wesentlich kleineres Gewässer handelt.

See, Teich und Meer als Traumsymbole

Der See steht nach verschiedenen tiefenpsychologischen und psychoanalytischen Schulen für tiefe Gefühle, aber auch als Repräsentant des Geburtsvorgangs. Aus religiöser Sicht kann ein See auch anzeigen, dass Wunder möglich sind (Jesus lief über das Wasser des See Genezareth) und dass man seinen Gefühlen trauen sollte (Petrus hatte Angst, über das Wasser zu gehen).

Ein Teich verkörpert ein ruhiges, ausgeglichenes, mitunter romantisches Gefühlsleben, wobei hier insbesondere der Wasserzustand zu beachten ist (vgl. unten). Da Teiche, Weiher und Tümpel meist sehr abgelegen sind, repräsentieren sie häufig auch heimliche Gefühle oder eine heimliche Liebe.

Das für den See Dargestellte gilt auch für das Meer, wobei hier eher das Kollektive, Unergründliche betont wird – es gibt Tiefen in den Meeren, die noch nie von Tauchern oder einem U-Boot erreicht wurden. Oft ist das Traumsymbol des Meeres auch nur ein Synonym für „mehr“ (zum Beispiel mehr Gefühl).

Der Wasserzustand und seine Bedeutung

Klares Wasser ist ein Symbol für Klarheit der eigenen Gefühle und zugleich ein Synonym für etwas Positives. Verschmutztes, trübes Wasser weist eher auf mögliche Gefühlskonflikte (Liebeskummer, Streit mit dem Partner, Eifersucht, Unklarheiten, „dreckige“ Gefühle) hin.

Tiere im Wasser

Fische, die im Wasser leben, stehen häufig für verdrängte Emotionen, die wieder aus den Tiefen aufsteigen. Tote Fische sind ein Repräsentant für verlorene Hoffnungen. Haie im Speziellen verkörpern Vitalität, Aggressivität und bisweilen auch brutale Hemmungslosigkeit, gleichzeitig ist dieser Raubfisch im Traum eine Projektionsfläche für emotionale Ängste aller Art (zum Beispiel Verlustangst). Seesterne werden in der Traumdeutung als Glückssymbol angesehen. Delphine im Traum sind ein Synonym für (emotionale) Intelligenz, Sozialverhalten und Freundschaft.

Taucht ein Frosch im Traum auf, so kann er eine Aufforderung zu mehr Mut sein („Sei kein Frosch!“), auf einen besonderen Menschen hinweisen, den man noch nicht als solchen wahrgenommen hat (vgl. das Märchen „Der Froschkönig“) oder aber auch darauf, dass man nicht jeden Menschen durch etwaiges „Rumgequake“ von seiner Laune und seinem Gemütszustand unterrichten muss.

Weitere mögliche Begleitumstände im Zusammenhang mit dem Traumsymbol Wasser

Zu diesen Rahmenbedingungen zählen unter anderem:

  • Befindet sich der Träumer alleine, zu zweit oder mit einer Gruppe am/im Wasser? Wie steht er zu den Personen, die ihn umgeben? Sind es ihm bekannte oder unbekannte Personen?
  • Was tut er am oder im Wasser? Schwimmt er? Ist er mit einem Boot oder Schiff unterwegs? Segelt er beispielsweise, so kann dies darauf verweisen, dass hierfür nicht nur das Wasser (= Gefühl) notwendig ist, sondern auch der Wind (= günstige Begleitumstände). Schwimmen steht im Traumzusammenhang für sich frei schwimmen, beispielsweise von Konventionen, Abhängigkeiten und Ähnlichem.
  • Wie ist das Wetter? Hält sich der Träumer bei einem aufziehenden Gewitter im Wasser oder in dessen unmittelbarer Nähe auf, so kann dies vor möglichen Gefahren warnen (unter anderem heimliche Affäre mit einem (gebundenen) Menschen, Liebe zu einer Person, von der man aus etwaigen Gründen besser die Finger lassen sollte). Sonnenschein hingegen steht für Zufriedenheit, Glück und Harmonie.
  • Auch Jahreszeiten können eine Rolle spielen. Der Frühling repräsentiert etwas Neues, Frisches, der Sommer steht für Leidenschaft, Hitze und Glück, der Herbst verkörpert die Ernte und Reife, aber möglicherweise auch das Ende einer Beziehung/eines Gefühls, der Winter ist oft ein Synonym für Gefühlskälte, aber auch für Hoffnung auf ein baldiges Frühjahr.

Naturkatastrophen im Traum: Dammbruch oder Überschwemmung

Diese Traumbilder können anzeigen, dass bald „alle Dämme brechen“ (unklare Gefühlssituation zwischen zwei Menschen wird – möglicherweise auf hochemotionale Art – geklärt, Liebeskummer). Der Träumer wird von seinen Gefühlen überwältigt und steht der Situation eher machtlos gegenüber.

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