Tausendgüldenkraut

Bereits im vierten Jahrhundert vor Christus war das Tausendgüldenkraut als wertvolle Heilpflanze gefragt. Seine positiven Wirkungen sind äußerst vielfältig

Das Tausendgüldenkraut heißt mit botanischem Namen Erythraea centaurium. Man nennt es auch Gottesgnadenkraut, Gallkraut, Fieberkraut, Erdgalle und Muttergotteskraut. Ein Tee aus Tausendgüldenkraut schmeckt bitter. Doch wer seine heilende Kraft einmal gespürt hat, wird den herben Geschmack gerne in Kauf nehmen.

Tausendgüldenkraut aktiviert Leber, Stoffwechsel, ist gut für Magen und Darm

Tausendgüldenkraut entfaltet seine wohltuende Wirkung über die Mundschleimhaut und im Verdauungstrakt. Es wirkt Appetit anregend und fördert die Verdauung durch seine Stoffwechsel anregende Wirkung. Magen- und Darmstörungen werden optimal beeinflusst. Auch bei saurem Aufstoßen und bei Sodbrennen hilft das Bitterkraut. Es beeinflusst den Kreislauf und die Herzarbeit günstig und hilft bei Erschöpfungszuständen. Besonders gut wirkt der bitter schmeckende Tee auf die Leber und auf die Galle. Auch eine fiebersenkende Wirkung wird dem Tee zugeschrieben. Der bittere Geschmack der geruchlosen Pflanze stammt von ihrem hohen glykosiden Bitterstoffgehalt, dem Erythaurin.

Schon der Leibarzt Johann Wolfgang von Goethes verordnete dem Dichter das Tausendgüldenkraut als Appetitanreger. Den Namen Centaurium erhielt das Heilkraut nach dem thessalischen Centaur Cheiron, der viele Menschen mit seinen Heilpflanzen behandelte.

Wo wächst Tausendgüldenkraut?

Die unscheinbare etwa 40 Zentimeter hohe Pflanze findet man auf kalkhaltigen und eher feuchten Böden. Sie wächst besonders gerne auf feuchten Wiesen und an Waldlichtungen sowie an Uferböschungen. An ihrem eigenartig steifen Wuchs kann man sie erkennen. Ihr Stängel ist vierkantig und verzweigt sich nach oben hin. Die Blätter des Tausendgüldenkrautes sind lanzettlich geformt und kreuzweise gegenständig. Am Stängelende finden sich die rosaroten kleinen Blüten, die in Scheindolden angeordnet sind.

Die Naturbestände des Tausendgüldenkrautes sind streng geschützt. Man bekommt die Droge als Tee in der Apotheke.

Eine andere Möglichkeit ist die Kultivierung im eigenen Garten. Der Heilkräuterversand bietet dafür Jungpflanzen an.

Die beste Zeit der Ernte ist der späte Vormittag, wenn der Morgentau abgetrocknet ist im Juli und im August. Am besten schneidet man das ganze Kraut mit Stängeln, Blättern und Blüten 20 Zentimetern über dem Erdboden ab. Anschließend hängt man es in kleinen Büscheln schattig und luftig zum Trocknen auf.

2-3 Tassen Bitter-Tee täglich gegen Magen- und Darmbeschwerden

Pro Tasse nimmt man einen schwach gehäuften Teelöffel des getrockneten Krautes und überbrüht es mit kochendem Wasser. Mindestens zehn Minuten ziehen lassen. Dreimal täglich von dem kalten Tee trinken. Seine optimale Wirkungsweise hat der Heiltee, wenn er vor den Mahlzeiten getrunken wird. So können seine tonisierenden Bitterstoffe ihre anregende Wirkung auf den Körper am besten entfalten. Bei chronischen Beschwerden kann der Tee über mehrere Wochen Kur mäßig getrunken werden. Mehr als drei Tassen Tee täglich sollte man jedoch nicht trinken, da der Tee sonst auch ungünstige Nebenwirkungen haben kann. Damit der bittere Geschmack, der an Lakritze erinnert, etwas gemildert wird, kann man den Tee mit Honig süßen.

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