Was man gegen einen Blähbauch tun kann

Tipps, die gegen einen Blähbauch helfen und Linderung bei akuten Problemen bringen.

Das Gefühl, aufgebläht und aufgedunsen zu sein, ist weit verbreitet. Viele glauben gar, zu dick zu sein, obwohl sie nur einen Blähbauch haben. Damit gehen oft Unwohlsein, Völlegefühl und Trägheit einher, dagegen werden dann Tabletten genommen oder ein überteuerter und überzuckerter Joghurt gegessen – beides bekämpft höchstens die Symptome, die Ursachen bleiben. Eine Unverträglichkeit oder Allergie gegenüber einem Lebensmittel oder eine falsche Ernährung sind meist schuld. Um die konkreten Ursachen herauszufinden und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, überlegen Sie zuerst, wann Sie sich aufgebläht fühlen, nach dem Genuss von welchem Lebensmittel und meiden Sie dieses. Im Folgenden finden Sie Lebensmittel, die häufig unverträglich oder schwer verdaulich sind, was Sie bei akutem Blähbauch tun können und welche Lebensmittel leichter verträglich sind.

Kohl

Kohl ist grundsätzlich sehr schwer verdaulich, was sich durch verstärkte Flatulenz zeigt. Sämtliche Sorten, wie Blumen-, Wirsing-, Rot-, Weißkohl und Brokkoli, sollten gemieden werden. In vielen Rezepten werden zwar Gewürze wie Kümmel gegen die blähende Wirkung verwendet, dies reicht jedoch meist nicht aus.

Weitere Gemüsesorten

Salate, Blattgemüse wie Spinat und Mangold, Paprika, Zwiebeln, Lauch und Kartoffeln sind ebenfalls schwer verdaulich und sollten gemieden werden.

Hülsenfrüchte

Bohnen, Erbsen und Linsen sind mit ihrem hohen Eiweißgehalt und den enthaltenen Mineralstoffen zwar sehr gesund, aber schwer verdaulich und wirken blähend. Nur rote Linsen sind recht gut verträglich und können auch von vielen Menschen, die keine Hülsenfrüchte vertragen, gegessen werden.

Kuhmilchprodukte

Die meisten Menschen vertragen die in Milch enthaltene Laktose (Milchzucker) ab einem bestimmten Alter nicht mehr, der Körper reagiert mit Blähungen und Bauchschmerzen. Für Kinder stellt sie in den allermeisten Fällen kein Problem dar, für Stillkinder ist die Muttermilch vorgesehen. Erwachsene würden natürlicherweise keine Milch mehr trinken, da Milchprodukte aber so weit verbreitet sind, halten es die meisten jedoch für normal. Ungekochte Milch wird meist am schlechtesten vertragen, Joghurt hingegen stellt kein Problem dar, die Laktose wurde durch die Joghurtbakterien in Milchsäure umgewandelt. Hartkäse ist leichter verträglich als Weichkäse. Wenn Sie eine Laktoseintoleranz bei sich feststellen, empfiehlt es sich, für mindestens zwei Wochen überhaupt keine Milchprodukte zu verzehren, um den Körper zu entlasten. Anschließend können Milchprodukte gelegentlich gegessen werden, am besten die leichter verträglichen. Ziegen- und Schafsmilch enthalten keine Laktose und sind gut verträglich.

Vollkornprodukte

Produkte aus vollem Korn sind solchen aus Weißmehl vorzuziehen, da sie mehr Mineralstoffe enthalten, den Insulinspiegel stabilisieren statt ihn hoch zu treiben, länger satt machen und damit besser für die Figur sind. Allerdings sind die enthaltenen Ballaststoffe für einige Menschen belastend. Der Darm kann diese Stoffe nicht verarbeiten, was zu Blähungen führen kann. Besonders Schrot, ganze Körner und grobes Mehl sind problematisch, da diese Bestandteile weder vom Magen, noch vom Darm aufgespalten werden können und somit Probleme verursachen. Besser sind Vollkornprodukte, die aus fein gemahlenem Mehl bestehen und mit Sauerteig hergestellt wurden. Dieser spaltet die schwer verdaulichen Bestandteile auf. Sollten Sie sehr empfindlich auf Vollkorn reagieren, empfiehlt sich Brot aus Weißmehl, da es leichter verdaulich ist. In diesem Fall kann zugunsten eines besseren Bauchgefühls auf die wertvollen Inhaltsstoffe von Vollkorn verzichtet werden.

Weizen

Zöliakie/Sprue, die Unverträglichkeit gegenüber Gluten, dem Weizeneiweiß, ist weit verbreitet. In diesem Fall müssen sämtliche Weizenprodukte gemieden werden, bei besonders ausgeprägter Intoleranz müssen Sie auch auf Weizenzusatzstoffe in Lebensmitteln achten, wie zum Beispiel Stärke, und auf Spuren, die auch in Produkten, für die selbst kein Weizen verarbeitet wurde, vorkommen können, wenn im gleichen Betrieb Weizen verwendet wird. Alternativen sind Dinkel-, Hafer-, Reis- und Maismehl, die alle kein Gluten enthalten.

Was gegen akuten Blähbauch hilft

Sollten Sie akute Beschwerden haben, hilft ein Tee aus Fenchel, Anis und Kümmel, alle drei Inhaltsstoffe haben entblähende Eigenschaften. Diese drei Gewürze sind, genauso wie Kardamom, auch sehr gute Zutaten im Essen, um dem Blähbauch vorzubeugen. Sollten Sie unterwegs etwas Unverträgliches essen, beispielsweise wenn Sie eingeladen sind, helfen ein paar der oben genannten Samen nach dem Essen zerkaut. Es gibt auch Tropfen, die aus entblähenden Zutaten hergestellt sind, man kann sie in der Apotheke bekommen.

Leicht verträgliche Lebensmittel

Damit sich Ihr Körper von der Belastung der schwer verdaulichen oder unverträglichen Lebensmittel erholen kann und Sie sich wieder wohl fühlen, empfiehlt sich eine Diät mit leicht verträglichen Lebensmitteln. Meiden Sie alle Lebensmittel, von denen Sie wissen, dass Sie sie nicht vertragen, und ersetzen Sie sie nach Wunsch durch die folgenden. Wenn Sie die unverträglichen noch nicht herausgefunden haben, meiden Sie sämtliche oben aufgeführten und beginnen Sie nach der Diät nach und nach wieder mit einzelnen Lebensmitteln. Sollten Sie sich wieder aufgebläht fühlen, können Sie den Verursacher so ganz einfach ausmachen.

Reis, zarte Haferflocken, Weißbrot, Zitrusfrüchte, Bananen, Melone, Aprikosen, Pfirsiche, Möhren, Zucchini, Kürbis, Avocados, Tomaten, Gurken sind normalerweise leicht verträglich.

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