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Welche Fastenkuren gibt es?

Vom Gelegenheitsfasten, Saftfastenkuren bis zum Heilfasten.

Was für Fastenkuren gibt es? Vom Heilfasten in der Klinik bis zur Saftfastenkur zu Hause, jeder kann für sich selbst herausfinden, welche von den Fastenkuren richtig ist.

Es gibt verschiedene Formen von Fastenkuren, die sich in ihrer Länge unterscheiden und in dem, was dem Körper in dieser Zeit zugeführt wird. Für jeden Menschen kommt nicht jede Kur infrage, sie hängt letztendlich vom Ziel und der Motivation des einzelnen ab.

Gelegenheitsfasten eignet sich nicht zur dauerhaften Gewichtsreduzierung

Das gelegentliche Kurzfasten eignet sich grundsätzlich nicht, um auf Dauer lästiges Übergewicht loszuwerden. Wer sich sonst gesund ernährt und normales Gewicht hat, kann damit einen „Ausrutscher“ durch 1 oder 2 Fastentage ausbügeln. Das Fasten kann durch die Wirkung von Apfelessig gesteigert werden, da dieser durch seinen hohen Anteil an Kalium, das Entwässern und Entschlacken unterstützen kann.

Fastenkuren an bestimmten Tagen: Fastenschalttage

Der Unterschied zwischen Gelegenheitsfasten und Fastenschalttagen ist die Regelmäßigkeit der Durchführung. Die Schalttage werden entweder in jede oder in jede zweite Woche eingeschoben. Manchmal genügen auch eingeschaltete Tage in einem zeitlichen Abstand von 3 bis 4 Wochen, wobei die Häufigkeit eine nicht so wichtige Rollte spielt wie die regelmäßige Durchführung. Gefastet werden sollte immer an denselben 1 oder 2 Tagen in der Woche. Für beruflich stärker Eingespannte bietet sich wegen der größeren Ruhe das Wochenende an. An den Fastenschalttagen darf auch Saft getrunken werden.

Durch diese eingelegten Tage werden Herz, Kreislauf, Stoffwechsel und auch die inneren Organe immer wieder vorübergehend und regelmäßig entlastet. Zeit, in der sie sich wieder erholen und kräftigen können. Bei vielen Menschen hat sich gezeigt, dass sich ein sehr hoher Blutdruck wieder regulieren kann. Das gesamte Hautbild kann sich verbessern, man sieht frischer und jünger aus.

Welche Fastenkuren gibt es noch?

Eine 1 bis 3-tägige Kurzfastenkur mit Kräutertee kann manche akute Krankheit günstig beeinflussen. Der Körper wird entlastet von der Verdauungs- und Stoffwechselarbeit. Das kurze Fasten empfiehlt sich als Selbsthilfe bei akuten Magen-Darm-Erkrankungen, jedoch nur wenn kein höheres Fieber besteht oder das allgemeine Befinden sehr stark beeinträchtigt ist. Beim Teefasten kauft man entweder fertige Heilteemischungen oder bereitet sich die Mischung aus Heilkräutern je nach Rezept selbst zu. Bei Erkältungen/Grippe eignen sich Holunder- oder Lindenblütentee.

Saftfastenkur eignet sich gut, wenn eine Gewichtsreduzierung erwünscht ist

Eine Nulldiät ist das Saftfasten natürlich nicht, trotzdem kann man eine ähnlich gute Wirkung erzielen. Wegen der, dem Körper wesentlich weniger zugeführten Kalorien als beim normalen Essen, kann es zu der gewünschten ganzheitlichen Umstimmung des Stoffwechsels kommen. Verdauungsbeschwerden, die mit Blähungen und unangenehmen Völlegefühl einhergehen werden reduziert, denn flüssige Nahrung entlastet die Verdauungsorgane. Der Körper bekommt viele Vitamine, Mineralsalze und andere Vitalstoffe, der Säure-Basen-Haushalt des Körpers normalisiert sich. Das in Fruchtsäften (z.B. aus Orangen, Äpfeln oder Ananas) reichlich enthaltene Kalium fördert zusätzlich das Ausspülen von Schlacken und Giftstoffen.

Die durchschnittlich 7 bis 10 Tage dauernde Fastenkur kann zu Hause mit Obst-, Gemüse- und Kräutersäften durchgeführt werden. Die ungezuckerten Säfte kann jeder nach seinem persönlichen Geschmack auswählen. Man kann sie auch selbst frisch pressen oder sich schonend zubereitete und ohne chemische Zusätze haltbar gemachte Säfte kaufen.

Heilfasten unter Aufsicht zum richtigen und dauerhaften Abnehmen

Eine solche Kur sollte nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Therapeuten durchgeführt werden, der die Dauer bestimmt, den Verlauf überwacht und wenn es nötig werden sollte, Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen verordnet. Das schon seit vielen Jahrhunderten in der Heilkunde bekannte Heilfasten kann sich über einen Zeitraum von 5 bis 7 Tagen erstrecken oder länger, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Manchmal kann es besser sein, sich in eine spezielle Fastenklinik zu begeben oder bei einem Kuraufenthalt in die Hände von Fachleuten.

Den Körper auf Fastenkuren und Gewichtsreduzierung einstellen

Beim Fasten verliert der Körper an Gewicht, die Organe werden entlastet, es wird entschlackt und entgiftet. Das Heilfasten fängt mit einer Woche der Vorbereitung an, in der die Essgewohnheiten geändert werden. Die eigentliche Fastenkur beginnt dann nach dem sogenannten Vorfastentag. Die mehrtägige Kur endet mit dem Fastenbrechen, dass ebenso wichtig für den Körper ist wie das Fasten selber. Wenn nötig, sollte eine Umstellung der Ernährung erwogen werden. Um den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, ist das Fasten ein erster Schritt. Eine säurearme bzw. basische Ernährung kann helfen, eine weitere bzw. erneute Übersäuerung des Körpers zu vermeiden.

Eine besonders positive Wirkung wird dadurch bei unterschiedlichen Erkrankungen wie Arthrose, Gicht oder Rheuma erzielt. Eine Unterstützung der Arthrose Behandlung ist deshalb nach Absprache mit dem behandelnden Arzt durchaus möglich (Arthrose Ernährung, Spondylarthrose/Facettensyndrom, Sprunggelenkarthrose, Hand/Fingerarthrose, Schulterarthrose, Hüftarthrose, HWS Arthrose, Kniearthrose, Arthrose Sport, Arthrose Übungen).

Pfunde purzeln lassen mit Fastenkuren bis zu 5 Tage

Das längere Fasten sollte ebenfalls nur unter Aufsicht eines Therapeuten durchgeführt werden. Die häusliche Kur beginnt in der Woche vor der totalen Fastenkurzkur mit der Änderung der Ernährungsgewohnheiten. Fleisch, Wurstwaren und tierische Fette dürfen kaum noch gegessen werden, am besten man verzichtet ganz und zieht stattdessen Rohkost, Gemüse und vollwertige Getreideprodukte vor. Beim strengen Fasten dürfen nur Kräutertee und Mineralwasser getrunken werden, danach folgt ein 2-tägiges Fastenbrechen, um den Körper wieder auf die normale Ernährung umzustellen.