Wie Arthrosepatienten sich selbst unterstützend helfen können

Zusammenstellung hilfreicher Maßnahmen, um den Knorpelabbau und die Knochenzerstörung bei Arthrose hinauszuschieben und den Alltag zu erleichtern.

Die Schulmedizin bezeichnet die Erkrankung als nicht heilbar.

Der Knorpelverschleiß und die folgende Knochenzerstörung bei einer Arthrose können nicht rückgängig gemacht werden. Bis jedoch die Folgen das Leben durch Schmerzen und Bewegungseinschränkungen deutlich beeinträchtigen, vergehen viele Jahre. Und wenn einige Regeln beachtet werden, ist es möglich, weiteren Abbau zu verzögern.

Die folgenden Tipps sollen keinesfalls dazu verführen, einen Arztbesuch für überflüssig zu halten. Über die Notwendigkeit des Einsatzes von Medikamenten und im Spätstadium von Operationen, kann natürlich nur ein Arzt entscheiden. Hier geht es lediglich um Informationen, die dem Körper helfen können.

Alltag

Für Arthrosebetroffene ist es besonders wichtig, auf ihren Körper zu hören. Sie müssen lernen zu wissen, wann sie aufhören müssen: Belastungen müssen reduziert werden, regelmäßige Ruhepausen als Entlastung der Gelenke sind einzuplanen.

Übergewicht

Da jahrelanges Übergewicht schon als Ursache für Arthrose gilt, ist es in erster Linie dringend notwendig, Übergewicht zu reduzieren. Jedes überflüssige Kilo belastet die tragenden Gelenke.

Ernährung

Der Einfluss einer Diät bei Arthrose (im Gegensatz zur Arthritis!) wird nicht ganz einheitlich beurteilt.

Arachidonsäure, in tierischen Nahrungsmitteln enthalten, hat aber wohl zweifellos einen negativen Einfluss auf entzündliches Geschehen. Dahingegen hemmt Alpha-Linolensäure (vor allem in Pflanzenölen wie Leinöl 55 %),, Walnussöl 14 %),, Rapsöl 11 %),,, Sojaöl 8 %) die Bildung von Entzündungsmediatoren.

So ist eine ausgewogene Ernährung mit Fisch statt Fleisch, viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Nüssen und Milchprodukten für Betroffene besonders wichtig und nicht nur in diesem Fall sinnvoll.

Bewegung

Bewegung gilt als beste Behandlungsmethode im Kampf gegen Arthrose. Der Stoffwechsel am Gelenk wird unterstützt, die Mobilität kann verbessert werden, die Muskelkraft zur Stabilisierung wird erhöht. Günstig sind Trainingsarten mit wenig Belastung, wie zum Beispiel Radeln in niedrigen Gängen, Schwimmen im Kraulstil und Nordic Walking.

Physiotherapie

Es kann zu Fehlbelastungen durch Schmerzen – und damit zu einer verstärkten Beanspruchung einzelner Gelenke kommen. Da zu hohe Beanspruchung Arthrose verschlimmert, ist es sinnvoll, mit fachlich kompetenter Anleitung Fehlbelastungen möglichst vermeiden zu lernen. Außerdem kann durch gezielte Übungen die Muskulatur aufgebaut werden, sodass sie das Gelenk wieder besser stützen und schützen kann. Die Beweglichkeit kann verbessert werden.

Ergotherapeuten können Hilfsmittel und deren Umgang zeigen, um die Gelenke im Alltag zu schonen und besser unterstützen zu können.

Schuhwerk und Einlegesohlen

Schuhe mit dämpfenden Sohlen und spezielle Einlegesohlen (eventuell Fehlstellungen korrigierend) können unterstützend wirken.

Physikalische Maßnahmen

Wärmeanwendungen können eine lindernde Wirkung haben, bei Entzündungen sind Kälteanwendungen indiziert. (Welche Anwendung im Einzelfall die Richtige ist, sollte ein Arzt entscheiden.) Massagen können durchblutend und auch muskelentspannend positiv wirken.

Auch von der positiven Wirkung von Akupunktur wird berichtet.

Nahrungsergänzung

Präparate, die Glucosamin und Chondroitinsulfat enthalten, sollen die Ernährung des Knorpels unterstützen. Als wirksame Aminosäuren werden Arginin, Cystein, Glycin und Methionin genannt und auch Gelatine, Vitamin B 6 und Magnesium werden ein positiver Einfluss nachgesagt.

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