Wie funktioniert NFP verhütung

Natürlich verhüten mit NFP und NER – so sicher wie die Pille! NFP (natürliche Familienplanung) und NER (natürliche Empfängnisregelung) sind so sicher wie die Pille, aber kaum einer kennt sie als Verhütungsmethode! Kaum zu glauben, aber wahr: Neben Hormonstäbchen und Pille gibt es weitere „bombensichere“ Verhütungsmethoden, die nicht nur denkbar einfach anzuwenden, sondern auch noch garantiert nebenwirkungsfrei sind: die beiden natürlichen Verhütungsmethoden NFP und NER. Der Clou nur: Kaum einer kennt diese Methoden; und wenn doch, dann greifen Interessierte aus falscher Angst dennoch wieder auf die altbekannten und vermeintlich sichereren Verhütungsmittel zurück. Bedauerlicherweise, denn die Ängste, die mit den beiden Verhütungsmethoden NFP/NER einhergehen, sind völlig unbegründet. Haben Anwenderinnen die im Grunde simplen Regeln einmal verstanden, gibt es eigentlich keine einfachere und sicherere Verhütungsmethode als die natürliche Familienplanung (NFP), oder eben auch die natürliche Empfängnisregelung (NER).

NFP (natürliche Familienplanung) und NER (natürliche Empfängnisregelung) als sichere Verhütungsmethoden verkannt

Eigentlich sprechen die Methoden NFP/NER ja für sich. Dennoch entscheidet sich ein Großteil der Frauen für die Hormonkeule und lässt sich die Pille verschreiben – trotz Kenntnis ihrer zahlreichen Nebenwirkungen. Der Grund für die Pro-Pillen-Entscheidung liegt nicht etwa in der Überzeugung dieser Verhütungsmethode. Es ist vielmehr die Unkenntnis der natürlichen Verhütungsmethoden NFP/NER. Die Frauen kennen die NFP (natürliche Familienplanung) oder auch NER (natürliche Empfängnisregelung) erst gar nicht oder wurden darüber nur unzureichend unterrichtet, sodass am Ende viele Fragen offenbleiben und das Vertrauen in diese Methoden schwindet. Die beiden Verhütungsmethoden auf dem Sektor „natürlich“ fristen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit aber vor allem auch deshalb ein Randdasein, weil sie auch von Ärzten kaum empfohlen werden. „Zu unsicher“, lautet da schnell die saloppe Medizinerargumentation, wenn es um die Verhütungsfrage geht.

Mit einer Methodensicherheit von nahezu 100 Prozent übertrifft NFP/NER mitunter die Pille

Fachkompetenz hin oder her: Diese Einschätzung entbehrt jeder Grundlage. Immerhin sind es genau diese beiden natürlichen Verhütungsmethoden, die in Sachen Sicherheit ganz oben mit dabei sind und problemlos mit Pille & Co. konkurrieren können. Im Verhütungsmittelvergleich (basierend auf den Pearl-Index) lassen die beiden natürlichen Verhütungsmethoden NFP (natürliche Familienplanung) und NER (natürliche Empfängnisregelung) bekannte Verhütungsmittel wie beispielsweise die Spirale, das Kondom, das Schaumzäpfchen und auch das Diaphragma sogar hinter sich. Einige NFP/NER-Experten schätzen die Methodensicherheit der Zyklusbeobachtung – sofern sie in allen Punkten zuverlässig eingehalten wird – sogar bei nahezu 100 Prozent ein. Damit würde NFP/NER sogar die Pille übertreffen. Als gleichwertig kann sie in puncto „Sicherheit“ allemal eingestuft werden. Grund genug also, sich diese beiden Methoden einmal genauer anzusehen. Vor allem auch deshalb, weil es ohnehin nur wenige Tage im Zyklus sind, die mithilfe dieser Methoden als fruchtbar identifiziert werden können. An allen anderen Tagen ist eine Empfängnis ohnehin ausgeschlossen. Auf ein Verhütungsmittel kann also gänzlich verzichtet werden.

Was ist der Unterschied zwischen NFP (natürliche Familienplanung) und NER (natürliche Empfängnisregelung)?

Die beiden Verhütungsmethoden NFP (natürliche Familienplanung) und NER (natürliche Empfängnisregelung) sind im Grunde nahezu identisch. Beide Methoden nutzen weiterentwickelte Erkenntnisse der Kalender-, Temperatur- und Zervixschleimmethode und kombinieren diese zur sogenannten „symptothermalen Methode“, die auch unter dem Namen „Mehrzeichenmethode“ publiziert wird. Beide Verhütungsmethoden beobachten also den weiblichen Zyklus und machen so den Eisprung und damit die fruchtbare Zeit aus. Lediglich in der Auswertung unterscheiden sie sich, jedoch auch da kaum merklich. Wenn denn überhaupt ein wirklicher Unterschied ausgemacht werden kann, dann der, dass die NER (natürliche Empfängnisregelung) als rein natürlich bezeichnet werden kann, da sie in der fruchtbaren Zeit von ehelichem Verkehr absieht. Die NFP (natürliche Familienplanung) hingegen sieht bei Bedarf in der „heiklen“ Zeit um den Eisprung Barrieremethoden wie das Kondom als zusätzlich Verhütungssicherheit vor.

NFP (natürliche Familienplanung) und NER (natürliche Empfängnisregelung) auch während der Stillzeit geeignet

Entgegen der Annahme, die beiden natürlichen Verhütungsmethoden NFP/NER seien nur bei regelmäßigen Zyklen sicher anzuwenden, empfehlen sich diese Methoden vor allem auch nach der Geburt, wenn die Mutter stillen möchte. Obwohl die NFP/NER-Methoden in der Stillzeit nicht in ihrem vollen Umfang angewandt werden können, da beispielsweise kein Temperaturanstieg ausgemacht werden kann, sind NFP/NER in dieser Zeit dennoch sicher, da eine gewisse empfängnisverhütende Wirkung schon mit dem Stillen einhergeht. Auch Jugendliche und Frauen in den Wechseljahren können die Methoden bedenkenlos anwenden. Grundvoraussetzung ist aber in all diesen Fällen, dass – egal ob NFP oder NER – die gewählte Methode im Vorfeld umfassend erlernt wurde.

NFP (natürliche Familienplanung) und NER (natürliche Empfängnisregelung) über Literatur oder online erlernen

Sowohl die Malteser-Methode NFP (natürliche Familienplanung) als auch die Rötzer-Methode NER (natürliche Empfängnisregelung) lassen sich problemlos über entsprechende Fachliteratur aneignen. Auch online finden sich viele Seiten, die sich eingehend mit der Thematik auseinandersetzten. Interessierte Frauen, die ihre Familienplanung nicht mehr von hormonellen Mitteln wie der Pille oder Hormonstäbchen abhängig machen wollen, sondern vielmehr in den Genuss einer natürlichen Freiheit kommen möchten, können sich hier ein umfassendes Wissen zum Thema „natürliche Verhütungsmethoden“ anlesen.

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