Wie gesund das Heißluftbad wirklich ist

In der Sauna schwitzen. Wie gesund ist die Sauna? Was passiert beim Schwitzen im Körper und wie sauniert man richtig? Gerade bei eisigen Temperaturen draußen ist es eine Wohltat, in der Sauna zu entspannen. Doch viele Leute gönnen sich nicht nur im Winter dieses schweißtreibende Vergnügen. Ist das Schwitzen wirklich so gesund, dass sich ein regelmäßiger Besuch in der Sauna lohnt? Fakt ist, dass es hierbei zu einer inneren Überwärmung des Körpers kommt. Bei Temperaturen zwischen 80 und 120 Grad erfolgt keine Wärmeabfuhr über die Haut mehr. Selbst ein kurzer Saunaaufenthalt reicht aus, um 20 bis 40 Gramm Schweiß pro Minute zu verlieren.

Die Körpertemperatur und die Herzfrequenz steigen an. Dadurch wird das Herz besser mit Sauerstoff versorgt und entlastet. Auch die Atemfrequenz steigert sich etwas. Die Gefäße erweitern sich. Somit kann sogar ein hoher Blutdruck gesenkt werden.

Besserer Stoffwechsel und Entschlackung des Körpers

Die Hauttemperatur steigt ebenfalls um ca. 10 Grad auf 40 °C bis 42 °C. Für Muskulatur, Bänder, Knochen, Knorpel und Sehnen ist ein Saunabesuch besonders wohltuend, denn sie werden durch einen besseren Stoffwechsel versorgt. Deshalb ist es zum Beispiel auch möglich, Muskelkater nach dem Sport einfach „wegzuschwitzen“.

Im Schweiß sind neben Wasser auch Aminosäuren, Harnstoff, Milchsäure und Elektrolyte enthalten. Beim Schwitzen werden diese Stoffwechselrückstände ausgeschieden und der Körper somit entschlackt. Es ist also eine natürliche Körperfunktion, um den Wärmehaushalt zu regulieren. Damit das auch hervorragend klappt, besitzt der Mensch ca. zwei bis drei Millionen Schweißdrüsen. Nebenbei hat das Schwitzen auch einen Lerneffekt. Der Körper versteht es nämlich, besser mit lebensnotwendigen Stoffen zu haushalten, je öfter man sich in der Sauna aufhält.

Um die Schweißverdunstung nicht einzuschränken, sollte man nackt in die Sauna gehen. Allerdings ist das nicht in allen Ländern möglich. Beispielsweise in Norwegen oder den USA sollten Sie lieber einen Bikini bzw. eine Badehose anhaben, um nicht gegen die guten Sitten zu verstoßen.

In drei Gängen saunieren

Um den Körper „richtig“ schwitzen zu lassen, ist ein Saunabad in drei Gängen empfehlenswert. Ein Gang sollte zwischen acht und zwölf Minuten dauern, egal, ob man sich in der trockenen Sauna oder im Dampfbad befindet. Diese Schwitzzeit ist völlig ausreichend und überanstrengt den Organismus nicht. Sollten Sie das Heißluftbad allerdings nicht gewohnt sein, sollten Sie nicht auf Biegen und Brechen versuchen durchzuhalten. Sobald die Hitze unangenehm und Ihnen womöglich noch schwindelig wird, sollten Sie die Kabine unbedingt verlassen. Später, wenn sich Ihr Körper an die hohen Temperaturen gewöhnt hat, können Sie länger drin bleiben.

Nach dem Schwitzen abkühlen

Danach ist es wichtig, sich eine Viertelstunde abzukühlen. Je nachdem, was gerade in der Nähe ist, kann man das unter der kalten Dusche, mit einem Fußbad oder im Kaltwasserbecken des Schwimmbades tun. Noch besser ist es allerdings, an der frischen Luft durchzuatmen. Die aufgeheizten Atemwege, Schleimhäute, der Nasen- und Rachenraum werden so wieder abgekühlt. Außerdem härtet man sich gleichzeitig ab und ist besser gegen Infektionskrankheiten wie Erkältungen gewappnet.

Die Kälte verengt die Gefäße wieder und sie werden genauso wie die Muskulatur stärker durchblutet. Nach der Erfrischung sollten Sie eine Ruhepause von zehn bis fünfzehn Minuten einlegen. Anschließend sind Sie für den nächsten Saunagang gerüstet.

Übrigens hebt das Saunabad die Stimmung und sorgt für gute Laune. Der Alltagsstress kann hinter sich gelassen werden. Es ist also durchaus sehr gesund für Körper und Geist, regelmäßig eine Schwitzkur einzulegen.

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