Zum Stress abbauen: Vier einfache Tipps gegen Stress

Was tun gegen Stress? Studien zeigen, dass es viele Wege zum Stress abbauen gibt. Zum Beispiel Tangotanzen, Singen oder Meditieren mit Mantras.

Dass Stress schädlich für die Gesundheit sein soll, ist lange bekannt. Stress am Arbeitsplatz ist genauso verbreitet wie Stress im Privaten. Wer Stress wieder abbauen will, weiß häufig nicht, wie er es anstellen soll. Ein Shopping-Kurztrip hilft jedenfalls nicht auf Dauer. Ein Gang durch den Garten mit intensiver Beobachtung von Himmelsschlüsselchen und andern Frühblühern kann helfen, den Kopf frei zu bekommen. Auf welche Arten Stress abgebaut werden kann, ist in medizinischen Studien belegt: Man kann beim Singen entspannen und Stress abbauen oder auch beim Tangotanzen. Auch wer sich mit Mantras beschäftigt und die Kunst des Meditierens beherrscht, tut damit Gutes für seine Gesundheit. Wirkungsvoll können auch Lachyoga, schwarzer Tee und „Powernapping“ sein – auf gut deutsch: ein gepflegtes Mittagsschäfchen. Wie viele Menschen tatsächlich unter Stress leiden, zeigt eine Emnid-Umfrage. Danach hat jeder fünfte häufig Stresssymptome wie Kopfschmerzen, Magenschmerzen oder Herzklopfen, jeder Vierte kann vor lauter Stress schlecht schlafen.

1.Tipp: Sangeslust kann gegen Stress helfen

Eine Gruppe von Musikpädagogen an der Uni Frankfurt fand heraus, dass Musizieren ein wahrer Stressschlucker sein kann. Dazu wurde einem Laienchor, der das „Requiem“ von Mozart einstudierte, vor dem Singen Speichelproben entnommen. Nach der Probe ermittelten die Wissenschaftler einen erniedrigten Spiegel des Stresshormons Cortisol und eine erhöhte Antikörperproduktion. Dieses Ergebnis wurde durch die Befindlichkeit der Sänger bestätigt: Alle fühlten sich nach der Chorprobe wesentlich entspannter. Interessanterweise brachte bloßes Zuhören nicht den gewünschten Effekt, entscheidene ist das aktive Mitsingen. Tipp: Ob jemand gut oder schlecht singt, macht nach Angaben der Forscher keinen Unterschied!

2.Tipp: Mantras können gegen Stress helfen

In einer kalifornischen Studie erlernten weiblichen Krankenpflegern und männlichen Kriegsveteranen Mantras (religiöse Formeln). Dabei wiederholten sie regelmäßig eine Wort- und Lautkombination eigener Wahl. Das Projekt erforderte, dass sie das, was sie in entspannten Situationen trainiert hatten, auch in Stress-Situationen anwendeten und sich damit selbst beruhigten, so Studienleiterin Jill Bormann. 83 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, durch Meditieren einen entsprechenden Nutzen zu verspüren. Je regelmäßiger sie trainierten, desto besser und nachhaltiger funktionierte der Stressabbau. Tipp: Mantras können in Stress-Situaitonen auch lautlos rezitiert werden!

3. Tipp: Tangotanzen kann gegen Stress helfen

Weniger Stress, mehr Testosteron – Tango ist der perfekte Stresskiller! So zeigt eine Studie an der Universität Frankfurt, dass sich Stress einfach wegtanzen lässt. Die kolumbianische Psychologin Cynthia Quiroga Murcia untersuchte in ihrer Doktorarbeit Speichelproben von 22 Paaren vor und nach dem Tanzen. Das Ergebnis erfreut alle: Beim Tango-Tanzen nimmt das bei Stress ausgeschüttete Hormon Cortisol ab, gleichzeitig schüttet der Körper beider Partner eine ordentliche Prise des Sexualhormons Testosteron aus. Im Zusammenwirken von Musik, Bewegung und Berührung der Partner potenzieren sich die positiven Effekte. Tipp: Tango tanzen entspannt und regt angenehm an!

Achtung: Es soll auch positiven Stress geben…

Dass Stress schaden kann, ist hinreichend belegt. Umso erstaunlicher erscheinen positive Auswirkungen von Stress. Darauf verweist jetzt eine Studie an der Ohio State University in Columbus mit dem Ergebnis: Zu viel Stress schadet, aber leichter Stress kann anregend wirken und die Gesundheit sogar schützen.

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