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Kaffee und seine positiven Wirkungen auf die Gesundheit

Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke. Weltweit trinken Millionen Menschen täglich Kaffee. Kaffee ist mehr als nur Koffein – er ist sogar gesund.

Für viele Menschen gehört die morgendliche Tasse Kaffee einfach zum Start in den Tag dazu. Ohne Kaffee sind sie müde und schlapp. Kaffee steigert die Wachheit und regt den Kreislauf an. Man fühlt sich dann gleich viel fitter. Kaffee hat aber auch viele gute Auswirkungen auf die Gesundheit. Welche das im Einzelnen sind, wird nun erläutert.

Kaffee ist konzentrationsfördernd

In bestimmten, erforderlichen Situationen kann Kaffee die geistige Leistungsfähigkeit erhöhen, da das Koffein eine stimulierende Wirkung auf das zentrale Nervensystem, also das Gehirn, hat. Bei langen Autofahrten und bei Prüfungen kann Kaffee lange wach halten und die Konzentration steigern. Man kann sich dann einfach besser konzentrieren. Auch bei Schichtarbeiterin wirkt sich der Genuss von Kaffee positiv aus, da sie dann geistig fitter sind.

Besser lernen mit Kaffee

Kaffee kann die körperliche Leistungsfähigkeit steigern

Bei Sportlern wurde es in Studien nachgewiesen, dass Kaffee eine leistungsfördernde Wirkung vor allem bei Ausdauersportlern hat. Bei kurzzeitigen Belastungen ist dieser Effekt weniger ausgeprägt. Es wurde auch durch Studien belegt, dass Kaffeegenuss die Erholungsfähigkeit bei beanspruchten Muskeln erhöht und weniger Muskelkater nach einer sportlichen Betätigung auftritt.

Kaffee ist stimmungsaufhellend – Kaffee macht gute Laune

Kaffee wirkt nach dem Genuss stimmungsaufhellend, da das darin enthaltene Koffein im Gehirn die Freisetzung von aufmunternden Botenstoffen, wie Serotonin, Dopamin und Endorphinen fördert.

Kaffee enthält zahlreiche Antioxidantien

Im Kaffee finden sich mehr Antioxidantien als zum Beispiel im grünen Tee, Schwarztee oder Kräutertee. Die Antioxidantien sind Mikronährstoffe, die dem Körper im täglichen Kampf gegen die freien Radikale helfen. Diese Radikale sind aggressive Sauerstoffmoleküle, die ständig im menschlichen Stoffwechsel entstehen, Körperzellen angreifen und schädigen. Sie können somit Krankheiten und Alterungsprozesse fördern. Durch die Antioxidantien werden die freien Radikale neutralisiert, bevor sie Schaden anrichten können.

Kaffee unterstützt die Herztätigkeit

Die genauen Wirkungen von Kaffee auf das Herz-Kreislaufsystem sind noch nicht sicher studiert, aber es ist sicher, dass Kaffee die Tätigkeit des Herzens unterstützt, den Herzmuskel anregt und die Blutgefäße erweitern kann. Bei Leuten, die es nicht gewöhnt sind, Kaffee zu trinken, kann Kaffee unter Umständen einen leichten Blutdruckanstieg bewirken, was sich aber rasch wieder normalisiert.

Kaffee kann das Risiko für einen Typ-2-Diabetes senken

Eine niederländische Studie aus dem Jahr 2002 kam zu dem Ergebnis, dass Kaffeegenuss von mindestens sieben Tassen pro Tag das Diabetesrisiko halbiert. Dies wurde auch in einer schwedischen Studie aus dem Jahr 2004 bestätigt. In den Niederlanden wurde untersucht, welchen Einfluss der Lebensstil auf eine Vorbeugung von Diabetes hat. Das geringste Risiko für Diabetes wurde bei den Personen festgestellt, die im Schnitt vier bis sieben Tassen Kaffee täglich trinken. Diesen Effekt gibt es auch bei entkoffeiniertem Kaffee. Es wird vermutet, dass nicht das Koffein, sondern die im Kaffee enthaltenen Antioxidantien hier eine Rolle spielen.

Kaffee bringt die Verdauung auf Trab

Kaffee stimuliert die Darmmuskulatur durch das Koffein, aber auch durch die Säuren, Gerbstoffe und Bitterstoffe. Kaffee kann also Verstopfungen lösen helfen. Kaffeetrinker erkranken auch seltener, das ist erwiesen, an Dickdarmkrebs, was vermutlich auf den hohen Gehalt an Chlorogensäure im Kaffee zurückzuführen ist, die antioxidativ wirkt. Kaffee kann außerdem die Bildung von Gallensteinen verhindern. Durch amerikanische Studien wurde nachgewiesen, dass bei Männern, die regelmäßig mehr als vier Tassen Kaffee täglich trinken, das Risiko an Gallensteinen zu erkranken, um 45 Prozent vermindert ist. Bei Frauen sind es hier leider nur 28 Prozent. Wahrscheinlich regt Kaffee die Leerung der Gallenblase an.

Kaffee stimuliert die Leber

Koffein regt die Aktivität der Leber an. Dadurch erhöht sich der Energieverbrauch des Körpers etwas. Gemäß mehreren Studien kann Kaffee das Risiko einer Leberzirrhose um bis zu 80 Prozent verringern. Dies aber nur bei einem täglichen Genuss von vier oder mehr Tassen Kaffee. Trinken Menschen regelmäßig Kaffee, kann der krankhafte Umbau der Leber bei chronischen Leberkranken einen milderen Verlauf nehmen. Für den leberschützenden Effekt ist in erster Linie das Koffein verantwortlich. Wer meint, er könne eine bestehende Lebererkrankung durch den Genuss von Kaffee heilen, irrt. Der Verlauf der Erkrankung kann aber verzögert werden oder einer Lebererkrankung kann durch Kaffeegenuss vorgebeugt werden.

Kaffee regt die Harnproduktion an

Kaffee regt die Bildung von Urin und den Harnfluss an. Man dachte lange Zeit, dass Kaffee dem Körper Wasser entzieht, was aber nicht so ist. Kaffee soll das Risiko für Nierensteine leicht senken. Dies gilt auch für entkoffeinierten Kaffee.

Kaffee kann das Risiko von Asthmaanfällen senken

Asthmatiker, die täglich mehr als drei Tassen Kaffee trinken, können ihre Asthmaanfälle um bis zu 30 Prozent senken. Verantwortlich ist hierfür das Koffein, das die feinen Bronchialäste in den Lungen erweitern kann – dadurch wird das Atmen erleichtert.

Kaffee kann das Risiko, an Parkinson zu erkranken, verringern

Männer, die täglich mehr als drei Tassen Kaffee zu sich nehmen, haben ein bis zu 50 Prozent niedrigeres Risiko, an Parkinson zu erkranken. Dies gilt auch für Frauen, aber nur wenn diese in den Wechseljahren keine Hormonersatztherapie anwenden. Der Grund hierfür ist, dass Kaffee die Dopaminproduktion positiv beeinflussen kann und Parkinson wird durch einen Dopaminmangel verursacht.

Kaffee kann das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, verringern

Forscher aus Finnland fanden 2009 in einer jahrelangen Studie heraus, dass Kaffeetrinker seltener dement werden als Nicht-Kaffeetrinker. Am deutlichsten ist dieser Effekt bei den Kaffeetrinkern, die zwischen drei und fünf Tassen pro Tag trinken. Hier ist das Demenzrisiko um 65 Prozent vermindert.

Résumé über die positiven Auswirkungen des Kaffeetrinkens

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der tägliche Genuss von drei, vier oder mehr Tassen Kaffee auf zahlreiche Organe und Körperfunktionen einen positiven Einfluss ausübt. Bei einigen Erkrankungen hat Kaffee sogar einen vorbeugenden und schützenden Gesundheitseffekt.

Wichtiger Hinweis für das Trinken von Kaffee

Bei Magenproblemen sollte man eine Zeit lang auf das Kaffeetrinken verzichten, da der Kaffee dann den Magen zusätzlich reizt. Wer zu Sodbrennen neigt, sollte Kaffee auch mit Vorsicht trinken oder zu entkoffeiniertem Kaffee greifen, weil das Koffein im Kaffee das Aufstoßen ein wenig fördern kann. Frauen in der Schwangerschaft sollten nur maximal zwei bis drei Tassen Kaffee pro Tag trinken, da es Hinweise darauf gibt, dass große Mengen an Koffein während einer Schwangerschaft das Risiko für eine Fehlgeburt erhöhen können.