Besser lernen mit Kaffee

Das koffeinhaltige Getränk schmeckt nicht nur in vielerlei Varianten, es verbessert auch die kognitiven Leistungen.

Studenten halten sich schon seit Generationen gerne mit Kaffee wach, dabei kann Kaffee viel mehr: Der Genuss steigert nachweislich die kognitive Leistung. Dabei kann man allerdings auch zu viel des Guten tun. Die Dosis ist ausschlaggebend und sie ist abhängig von Körpergewicht, Alter, Ernährungszustand und vielen anderen Faktoren. Als sicher und förderlich betrachtet man inzwischen Mengen bis zu 4 Tassen täglich. Empfindliche Personen spüren bereits bei 1,8 mg Koffein einen Effekt, andere erst nach 180 mg, was etwa sechs Tassen Kaffee entspricht (Bennet Allen Weinberg, Bonnie K. Bealer: The Caffein Advantage, New York, 2002).

Natürlich gelten alle ermittelten Werte für Erwachsene. Eine Empfehlung für Kinder sprechen die Forscher nicht aus.

Kaffee zur Verbesserung der Lern-Leistung

Kaffee erhöht die Aufmerksamkeit. Allein dadurch kann die Lern-Leistung gesteigert werden. Jemand, der bereits wach und aufmerksam ist, profitiert dabei eher wenig. Am meisten kommt Kaffee tatsächlich denen zu Gute, die sich unkonzentriert und eher müde fühlen.

Die hauptsächliche Wirkung des Kaffees beruht jedoch auf seiner Wirkung auf das Neurotransmitter-System. Dadurch erhöht sich die Geschwindigkeit, mit der das Gehirn Informationen verarbeiten kann. Auch die Reaktionszeit wird verbessert.

Das führt sogar zu messbar besseren Leistungen in Intelligenztests. In Versuchen mit Koffeingaben erreichten die Teilnehmer auch in den Bereichen des abstrakten Denkens und des logischen Schlussfolgerns bessere Ergebnisse.

Wie viel Kaffee ist gesund?

Haftete Kaffee lange Zeit der Ruf an, in größeren Mengen das Herz zu belasten, so haben Studien dies nicht erhärten können. In moderaten Mengen regelmäßig getrunken, bietet Kaffee sogar Schutz vor einigen Erkrankungen, darunter Nierenkrebs. Je nach Körpergewicht können Erwachsene bedenkenlos 2 bis 4 Tassen Kaffee pro Tag trinken. In Bezug auf eine mögliche Abhängigkeit von Kaffee konnte gezeigt werden, dass es beim „Entwöhnen“ nicht zu einem Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit oder zu Müdigkeit kommt. Auch der Blutdruck erhöht sich durch Kaffeekonsum nicht – im Gegenteil – wer regelmäßig Kaffee trinkt, hat im Schnitt einen niedrigeren Blutdruck als ein Nicht-Kaffee-Trinker.

Erhöht Kaffee die Wasserausscheidung?

Auch in diesem Zusammenhang konnten Forscher feststellen, dass die Wasserausscheidung lediglich bei „Anfängern“ unter den Kaffeetrinkern erhöht ist. Wer regelmäßig Kaffee trinkt, erfährt keine diuretische Wirkung und muss nicht „nachtrinken“, also die Trinkmenge erhöhen.

Was kann Kaffee noch?

Kaffee steigert die Kreativität und führt zu Wohlbefinden, wenn die empfohlenen Trinkmengen nicht überschritten werden. Sportliche Leistungen können verbessert werden, sowohl was die Ausdauer als auch die motorische Geschicklichkeit betrifft. Daher ist Koffein bei Wettkämpfen auch eine nicht zugelassene Substanz. Studien weisen daraufhin, dass Kaffee einen gewissen Schutz vor Demenz und Diabetes bietet, wenn er reichlich konsumiert wird. Diese Wirkung soll nicht auf dem Koffeingehalt des Kaffees, sondern auf der Wirkung anderer Inhaltsstoffe beruhen.

Das rechte Maß

Wer meint, viel würde viel helfen, riskiert in Bezug auf Kaffee einen regelrechten Kaffeerausch, der zu einer Verminderung der geistigen Leistungsfähigkeit führt und außerdem Aufregung und Ängstlichkeit hervorrufen kann. Es empfiehlt sich auch nicht, mit Hilfe von Kaffee ganze Nächte durchzulernen, denn ohne Schlaf, insbesondere Tiefschlaf, kann das Gelernte ohnehin nicht gespeichert werden. Studenten, die mehrere Nächte hintereinander, oder beispielsweise in der Nacht direkt vor der Prüfung lernen, werden daher auch mittels Kaffee keine Leistungssteigerung erleben.

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