Tipp: Dieter Schuster, Quantengedächtnis und Unsterblichkeit

Der Physiker Dieter Schuster hat eine Vorstellung vom Leben nach dem Tod entwickelt, die auf dem Konzept des Quantengedächtnisses beruht.

Auf seinen Websites skizziert der Physiker Dieter Schuster ein Szenario für ein Leben nach dem Tod, das aus der Quantenphysik stammt und das für ihn auch das wahrscheinlichste Szenario ist, da es besonders gut zu den Nahtoderfahrungen passt, also zu den Berichten von Menschen, die klinisch tot waren und wiederbelebt werden konnten. Und zwar handelt es sich dabei um das Konzept des Quantengedächtnisses.

Eine Welt aus reiner Information

Das Konzept des Quantengedächtnisses beruht darauf, dass es neben dem Universum aus Raum und Materie noch eine Welt gibt, die aus reiner Information besteht. Und zwar setzt sich diese Welt aus reiner Information zusammen aus einer riesigen Zahl miteinander verbundener kleiner Infowelten, wobei jede Sorte von Objekt ihre eigene Infowelt hat, die dem Objekt vorschreibt, wie es auszusehen hat. „Daher stellt das Aussehen jedes Objekts stets einen Blick in die Vergangenheit dar. Die Infowelten haben somit den Charakter eines Gedächtnisses. Deshalb auch der Ausdruck Quantengedächtnis für das Infowelten-Konzept.“

Das Quantengedächtnis als Voraussetzung von Bewusstsein

Zunächst zeigt Schuster auf, wie das Quantengedächtnis die Bildung von Bewusstsein bewirkt. Und zwar entsteht Bewusstsein, wenn in den Synapsen des Gehirns neue Moleküle gebildet werden. Das heißt: Es werden dort von den aktiven Neuronen kleine Moleküle, die Neurotransmitter, freigesetzt, die an große Moleküle, sogenannte Protein-Komplexe, andocken, und durch dieses Andocken eines Neurotransmitters an einen Protein-Komplex entsteht ein neuer Protein-Komplex. Es ist also jedes Andocken ein Ereignis, das zur Neubildung eines Moleküls führt. Bei jeder Neubildung eines Atoms oder Moleküls aber gibt es für sehr kurze Zeit einen Informationsfluss aus dem Quantengedächtnis, und es ist dieser Informationsfluss aus dem Quantengedächtnis, aus den Infowelten, der Bewusstsein erzeugt. Bei jeder Neubildung eines Moleküls gibt es somit einen Bewusstseinsblitz. Und da in jedem Augenblick riesige Mengen von Neurotransmittern an Protein-Komplexe andocken, gibt es in jedem Augenblick eine riesige Zahl von Bewusstseinsblitzen. Deren Gesamtheit bildet das menschliche Bewusstsein.

Dieses Bewusstsein aber zeichnet sich dadurch aus, dass der Mensch Ich-Bewusstsein, eine persönliche Identität, hat. Und dies ist zurückzuführen auf die Größe und Einmaligkeit der Protein-Komplexe im menschlichen Gehirn. Das heißt: „Jedes menschliche Gehirn hat … seine individuellen Protein-Komplexe, die es sonst nirgends im Universum gibt. Jeder Mensch hat daher auch sein individuelles Quantengedächtnis, und genau das führt zum Ich-Bewusstsein und damit zur persönlichen Identität.“ Da aber das individuelle Quantengedächtnis nicht an Raum und Materie gebunden ist, ist es im Gegensatz zum menschlichen Körper unvergänglich. Es ist überall im Universum vorhanden und unsterblich. Daher kann man es– so Schuster – als das betrachten, was immer als unsterbliche Seele des Menschen bezeichnet worden ist. Und aufgrund dieser Unsterblichkeit des Quantengedächtnisses kann das Ich-Bewusstsein jedes Menschen nach dem Tod wieder neu geschaffen werden, und ein neues Leben kann beginnen.

Auferstehung

Da, wie Schuster betont, auf der Erde momentan definitiv kein Leben nach dem Tod stattfindet, gemäß den Nahtoderfahrungen das neue Leben aber direkt beim Tod startet, muss das neue Leben – so Schuster – auf einem fernen Planeten stattfinden, auf dem eine Zivilisation beheimatet ist, die die Technologie für das Leben nach dem Tod schon jetzt beherrscht. Ferner ist es sehr wahrscheinlich, dass sie mit anderen fortgeschrittenen Zivilisationen ein Netzwerk bildet und mit diesen die „Planetenvergabe“ abspricht. Und zwar starten auf dem für die Erdbewohner „reservierten Planeten“ sofort, wenn ein Mensch stirbt und infolgedessen registriert wird, dass sich sein persönliches Quantengedächtnis nicht mehr verändert, die Prozesse, die zu einem neuen Leben führen. Dabei besteht der erste Schritt darin, dass alle individuellen Protein-Komplexe des Verstorbenen rekonstruiert werden. Aber dies allein genügt noch nicht für die Neubildung des irdischen Ich-Bewusstseins.

„Denn das irdische Ich-Bewusstsein entsteht nur dann wieder neu, wenn die individuellen Protein-Komplexe, so wie im irdischen Gehirn, durch Andocken der Neurotransmitter neu gebildet werden. Also müssen im zweiten Schritt des Auferstehungsprozesses die Protein-Komplexe in Synapsen eingebaut werden, und es muss ein Netzwerk von Neuronen geschaffen werden. Der Verstorbene bekommt also im zweiten Schritt ein neues Gehirn.“ Dieses neue Gehirn wird aber noch, wie Schuster betont, um alle evolutionären Neuerungen erweitert, die wir irdischen Menschen noch nicht haben, die bei der fortgeschrittenen Zivilisation auf unserem Jenseits-Planeten aber bereits vorhanden sind, so dass das irdische Ich-Bewusstsein quasi in ein höheres Bewusstsein eingebettet wird. Das heißt: Das neue Gehirn wird gegenüber dem alten Gehirn drastisch verbessert sein. Negative Emotionen wie Wut und Hass werden verschwinden, positive Emotionen wie Liebe und Mitgefühl hingegen werden massiv gestärkt. Zuletzt bekommt der zu neuem Leben Erweckte noch einen neuen Körper.

Der Start ins neue Leben

Die ersten Inhalte des rekonstruierten alten Ich-Bewusstseins werden – so Schuster – noch völlig unstrukturiert sein. Das ist seiner Meinung nach das helle Licht in den Nahtoderfahrungen. „Erst nach und nach bekommen die Bewusstseinsinhalte mehr Struktur. Es tauchen Erinnerungen an das irdische Leben auf, das ist in den Nahtoderfahrungen der Lebensrückblick. Und es werden erste neue Erfahrungen gemacht. Das sind Kontakte mit bereits auf dem Jenseits-Planeten lebenden Menschen. Und es werden Wahrnehmungen gemacht, die vom Jenseits-Planeten selbst stammen. Das sind die blühenden Landschaften, von denen immer wieder in den Nahtoderfahrungen berichtet wird.“ Da aber – wie Schuster betont – Bewusstsein ohne Gehirn nicht funktionieren kann, muss seiner Meinung nach davon ausgegangen werden, dass die Nahtoderfahrungen bereits mit dem sich beim Tod bildenden neuen Gehirn auf dem Jenseits-Planeten gemacht worden sind. Auch das sich Erinnern an die Nahtoderfahrungen ist Schuster zufolge nur möglich mit einem funktionierenden Gehirn. Dafür, dass die in ihr irdisches Leben Zurückgekehrten bereits über ein neues Gehirn verfügen, spricht aus seiner Sicht auch, dass sie stark verändert erscheinen und ihr irdisches Leben völlig „umkrempeln“.

Fazit

Das Szenario der Unsterblichkeit, das Dieter Schuster skizziert, beruht auf der Vorstellung, dass das menschliche Bewusstsein den Tod überdauert. Damit befindet er sich im Gegensatz zur naturwissenschaftlichen Orthodoxie. Gleichzeitig geht er davon aus, dass die Unsterblichkeit des Bewusstseins abhängig ist von der Existenz des unsterblichen individuellen Quantengedächtnisses, das dieses somit die unsterbliche Seele im eigentlichen Sinne darstellt. Ferner stellt er – darin der Position der orthodoxen Naturwissenschaft folgend – klar, dass das unsterbliche Bewusstsein nicht unabhängig vom menschlichen Gehirn funktionieren kann, wie dies andere Wissenschaftler aus den Nahtodberichten gefolgert hatten.

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