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Richtiges Sitzen und Bewegung am Arbeitsplatz sind essentiell für die Gesundheit

Rund 80.000 Stunden sitzt der Büromensch durchschnittlich während seines Arbeitslebens und nimmt damit eine der schlechtesten Haltungen für den Körper ein. Ein orthopädischer Stuhl schafft Entspannung.

Rund 80.000 Stunden sitzt der Büromensch durchschnittlich während seines Arbeitslebens und nimmt damit eine der schlechtesten Haltungen für den menschlichen Körper überhaupt ein. In Sitzhaltung erschlafft die Bauchmuskulatur und der Rücken kann sich zum Rundrücken verformen. Dabei sind auch Muskelverhärtungen und Verspannungen möglich, und zu wenig Bewegung lässt die Muskeln verkümmern. Alle Lebewesen sind für die Bewegung geschaffen. Doch die Hälfte der modernen Menschen verbringen den Arbeitsalltag sitzend vor dem Computerbildschirm. Stundenlanges Starren auf einen Bildschirm und Davorsitzen in immer gleicher Körperhaltung beansprucht die Wirbelsäule, die Augen und damit die Gesundheit. Richtet der Erwerbstätige seinen Büroalltag ergonomisch ein und sorgt er für Bewegung zwischendurch, kann er Gesundheitsschäden vorbeugen.

Formel für ausgewogene Büroarbeit: 50 Prozent sitzen, 25 Prozent stehen, 25 Prozent bewegen

Durch langes und falsches Sitzen kommt es auch zu Durchblutungsstörungen oder Herz-Kreislauf-Problemen. Durch einen ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatz und dynamisches Sitzen, bei dem die Position immer wieder verändert wird, kann der Arbeitnehmer einseitige Belastungen vermeiden. (Bürostuhl Swooper zum Beispiel) Bei wissenschaftlichen Erkenntnissen von körperlichen Leistungsmöglichkeiten und Leistungsgrenzen des arbeitenden Menschen in der Ergonomie wurde untersucht, wie der Mensch und seine Arbeitsbedingungen am besten zueinander passen. Dabei kam heraus: Zum ergonomischen Arbeitsplatz im Büro gehören unter anderem ein Monitor mit hoher Auflösung und der richtige Abstand dazu, eine spiegelfreie Beleuchtung und ein richtiges Raumklima. Der so gestaltete ergonomische Arbeitsplatz kann aber nicht die regelmäßige Bewegung ersetzen. Büromenschen sollen mindestens alle 20 Minuten aufstehen, um sich zu bewegen.

Optimales Sitzen

Wichtig ist auch, die Büromöbel an den Nutzer anzupassen. Ein Bürostuhl sollte auf die Körperproportionen desjenigen abgestimmt sein, der darauf sitzt, Der Stuhl muss fest auf fünf Rollen stehen, einfach verstellbar sein und darf nicht wackeln. Die Rückenlehne muss die natürliche Form der Wirbelsäule unterstützen, der vordere Teil des Stuhls sollte gerundet und gut gepolstert sein, damit das Blut in den Beinen ausreichend zirkulieren kann. Bilden die Beine im Kniegelenk einen 90 Grad Winkel und sind die Füße auf dem Boden abstellt, ist der Sitz gut eingerichet. Höhe des Arbeitstisches und Stuhlhöhe sollen aufeinander abgestimmt sein, damit auch eine aufrechte Sitzhaltung möglich ist. Kann der Tisch nicht höhenverstellt werden, hilft eine Fußstütze. Hat der Tisch eine feste Höhe, sollte diese bei 72 cm liegen, ist die Tischhöhe verstellbar, liegt die Spannbreite zwischen 68 und 76 cm. Wichtig ist auch, dass es unter den Tisch genügend Freiheit für die Oberschenkel gibt und diese nicht eingeklemmt werden. Beim nach vorne gekipptem Becken nimmt die Lendenwirbelsäule ihre normale physiologische Wölbung ein, Brustkorb und Sitz sind aufrecht. In einer Übung zum aufgerichteten Oberkörper sollte eine Hand auf das Brustbein, die andere auf den Buch unterhalb des Nabels gelegt werden. Bei großem Abstand der Hände zueinander ist der Oberkörper aufgerichtet. Bei der richtigen Kopfhaltung kommt es auf einen gerade ausgerichteten Blick an. Ist der Körper schon an die schlechte Sitzhaltung gewöhnt und sind Muskeln schon verkümmert, können Schmerzen sogar beim aufrechten Sitzen auftreten. Langes Sitzen oder Stehen führt zu schweren, geschwollenen Beinen und gestautes Blut zu Krampfadern. Kompressionsstrümpfe können helfen, aber keinen Bewegungsmangel ersetzen.

Schwerstarbeit für die Augen

Die Entfernung der Augen zum flimmerfreien Monitor sollte 50 bis 80 cm betragen, denn für die Augen bedeutet Bildschirmarbeit Schwerstarbeit. Ist der Bildschirm von schlechter Qualität, steht er falsch und werden nicht ausreichend Bildschirmpausen gemacht, können sich die Augen überanstrengen. Der Bildschirm sollte leicht nach hinten geneigt werden, die Oberkante des Bildschirms knapp unter der Augenhöhe liegen.Eine gute Mischung aus Sitzen und BewegenPausen für die Augen und Bewegung für den Körper gelten nicht nur in der Freizeit, sondern auch am Arbeitsplatz. Geht man in der Mittagspause eine kleine Runde spazieren, steigt Treppen anstatt mit Rolltreppe oder Fahrstuhl zu fahren, führt ein Telefonat im Stehen oder liest Post und Akten im Stehen, ist das eine Wohltat für die Wirbelsäule und Entlastung für den Kopf. Bedenkt man die 80.000 Stunden eines gesessenen Arbeitslebens, ist Bewegung das Lebenselixier.