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Verhütung und Behandlung von Grasmilbenstichen

Es juckt und will nicht aufhören. Wie man sich vor den Bissen der Grasmilbe schützt und was man tun kann, wenn man trotzdem gestochen wird.

Meist denkt man bei derart geröteten und juckenden Hautstellen an Stechfliegen. Doch es muss nicht immer der Blutsauger mit Flügeln schuld gewesen sein. Genau wie diese hinterlassen die Larven der Grasmilben stark juckende und rötliche Stellen. Allerdings bevorzugen Grasmilben feuchte, warme Stellen, also Achselhöhle, Ellenbeuge, Leistenregion und Kniekehle. Außerdem hält die Wirkung der Bisse wesentlich länger an (bis zu zwei Wochen) und bei sich stauender Bettwärme verstärken sich die Symptome.

Wie erkenne ich die Grasmilbe?

Die Larven der Grasmilbe (auch Herbstgrasmilbe genannt) haben eine leuchtend orange-rote Farbe und die ungefähre Größe von 0,3 mm. Auch wenn der Name der Milbe suggeriert, dass sich die Larven nur im Gras aufhalten, bewohnen sie auch gerne Sträucher und Waldgegenden. Die Larven benötigen Mensch oder Haustier als Wirt, um weiter wachsen zu können. Sobald sie das Nymphenstadium erreicht haben, verlassen sie ihren Wirt. Als Nymphe und im adulten Stadium besitzen sie keinerlei schädliche Wirkung mehr für den Menschen.

Schutz vor dem Stich der Grasmilbe

Der wirksamste Schutz ist immer noch, den Milben keinerlei Angriffsfläche zu bieten. Dies tut man am besten, indem man bei Aufenthalten im Garten Stiefel und lange Kleidung trägt. Da dies gerade bei hohen Temperaturen über 25°C unangenehm ist, kann auch auf die Verwendung insektenvertreibender Sprays und Öle zurückgegriffen werden. Wer dies nicht mag, sollte für Aufenthalte im Garten eine eigene Garnitur Kleidung benutzen, die im Haus nicht getragen wird. Weiterhin sollte das Verbleiben in hockender oder sitzender Position im Garten vermieden werden, weil Grasmilben durchaus in der Lage sind, kleine Sprünge zu vollbringen. Im eigenen Garten gilt: den Rasen regelmäßig kurz schneiden, und das geschnittene Gras nicht liegen lassen.

Behandlung von Grasmilbenstichen

Das oberste Gebot lautet: Nicht kratzen, auch wenn es verdammt schwer fällt! Denn die Stellen können sich entzünden, wenn man kratzt. Stattdessen sollte auf ein entzündungshemmende Salbe oder ein Gel zurückgegriffen werden. Weiterhin helfen auch kühlende Umschläge gegen den Juckreiz.

Bei Symptomen wie starken Schwellungen können auch entzündungshemmende Medikamente in Tabletten- oder Tropfenform aus der Apotheke helfen. Da die Milben im Gegensatz zu den Zecken keine Krankheiten wie Borreliose oder FSME (durch Viren ausgelöste Hirnhautentzündung) übertragen, müssen hier nur die Symptome bekämpft werden.

Betroffen können auch Haustiere sein

Hunde und Katzen, aber auch Kaninchen, die sich im Garten aufhalten, können genauso wie ihre Halter von den Stichen betroffen sein. Bei ihnen sind meist Körperstellen im Bereich des Kopfes wie Ohrrand, Ohrfalte und Lidrand befallen, aber auch in Ellenbogenbeuge, am Anus oder Bauch sind die Bisse der Milben oft zu finden.

Da der Juckreiz meist wieder von selbst verschwindet, müssen Haustieren nicht zwingend behandelt werden. Gehen die Symptome allerdings darüber hinaus, weil man zum Beispiel selbst zugeführte Hautveränderungen findet, sollte man eingreifen. Dazu eignet sich beispielsweise die Anwendung antiparasitärer Shampoos oder Mittel, die bei starkem Floh- und Zeckenbefall helfen. Bei hochempfindlichen Tieren ist eine Behandlung mit Tabletten oder Injektionen gegen Juckreiz angezeigt.