Arbeitssuche: Berufsfelder + Arbeitszeit als Erfolgsfaktor

Die angebotene Arbeitszeit und das gewünschte Betätigungsfeld spielen für den erfolgreichen (Wieder)-Einstieg in den Beruf eine besondere Rolle.

Inbesondere Frauen, die nach Kindererziehungszeiten wieder ins Erwerbsleben einsteigen wollen, sehen sich vor der Herausforderung, einen passenden Arbeitsplatz zu finden. Neben der passenden Qualifikation spielt auch die angebotene Arbeitszeit bei der erfolgreichen Jobsuche eine Rolle.

Vorüberlegungen: Welche Tätigkeiten kommen in Frage

Wenn die Entscheidung, (wieder) in das Erwerbsleben einzusteigen steht, stellt sich die Frage, in welchen Beschäftigungsfeldern man einen adäquaten Arbeitsplatz finden könnte. Viele Frauen haben eine abgeschlossene Berufsausbildung, sehen aber keine Möglichkeit mehr, in ihrem erlernten Beruf zu arbeiten, sei es auf Grund der Arbeitszeiten oder veralteter Qualifikationen.

Ein Großteil der Frauen sieht ihre Chance in Bürotätigkeiten. Geregelte Arbeitszeiten, erlernbare Tätigkeiten – aber auch eine Unmenge an Konkurrentinnen. Ebenso wird der Bereich „Verkauf“ häufig als Alternative gesehen, da man hier auch als Quereinsteiger Fuß fassen kann und viele Teilzeitstellen angeboten werden. Hier dürfen aber die Öffnungszeiten nicht außer Acht gelassen werden! Auch die Abendstunden und Wochenenden müssen abgedeckt werden – und das kann man nicht immer von den kinderlosen Kollegen und Kolleginnen verlangen.

Es gilt also gut zu überlegen, welches Betätigungsfeld in Betracht kommt um sich nicht allzu viel (Bewerbungs-)Frust auszusetzen. Sucht man eine Teilzeitstelle, sollte man versuchen, die Kinderbetreuung so zu gestalten, dass auch der ein oder andere Nachmittag oder Abend für eine berufliche Tätigkeit zur Verfügung steht .

Die Sicht des Arbeitgebers

Die meisten Frauen beschränken sich bei der Arbeitszeit auf den Vormittag. Und zusätzlich dazu auf die klassischen Kindergarten-Öffnungszeiten, etwa 8.30–12.00 Uhr.

Dadurch steht ein Arbeitgeber vor der Herausforderung, entweder alle anfallenden Arbeiten in diesem Zeitfenster erledigen zu lassen (soweit das überhaupt möglich ist) oder ein Pendant zu diesen Arbeitszeiten zu finden. Doch wer möchte in Teilzeit nur in den Nachmittagsstunden arbeiten? So wird ein Arbeitgeber auch für eine Teilzeitstelle eine möglichst flexible Kraft suchen.

Soviel Flexibilität wie möglich

Je flexibler frau ist, umso größer sind die Chancen, sich bei einer Bewerbung von der Konkurrenz abzusetzen. Können zumindest zwei Nachmittage als Arbeitszeit angeboten werden, steigen die Chancen schon im Vergleich zu denen, die nur vormittags arbeiten können.

Auch mit zwei ganzen Arbeitstagen setzt man sich von der Masse der Bewerbungen ab. Ein Arbeitgeber kann davon profitieren, indem er ganztägig auf die Arbeitskraft zurückgreifen oder auch leichter eine weitere Arbeitskraft finden kann, die die verbleibende Zeit abdeckt, so genanntes „Jobsharing“.

Jobsharing als Chance, einen erfolgreichen Einstieg zu schaffen

Grundsätzlich bietet der Arbeitsmarkt deutlich mehr Vollzeit- als Teilzeitstellen. Sucht man also eine Teilzeitstelle, fallen viele der Jobangebote weg. Jobsharing bietet hier eine zusätzliche Chance: Gibt es vielleicht eine Bekannte, die ebenfalls eine Stelle sucht? Dann bietet sich die Möglichkeit, sich gemeinsam auf eine Stelle zu bewerben und sich die Arbeitszeit zu teilen.

Unterstützungsangebote und Anlaufstellen

Mit diesen Überlegungen muss man nicht alleine fertig werden. Verschiedene Stellen kümmern sich insbesondere um die Anliegen von Frauen nach Kindererziehungszeiten. Eine Anlaufstelle ist die örtliche Agentur für Arbeit. Insbesondere die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt halten meist ein größeres Beratungsangebot vor. Diese sollten auch regionale Anlaufstellen, etwa in Baden-Württemberg die „Kontaktstellen Frau und Beruf“ kennen und dahin verweisen können.

Auch bei den Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern gibt es häufig spezielle Ansprechpartner für das Thema Wiedereinstieg. Häufig bieten diese und andere Stellen regelmäßige Treffen oder Veranstaltungen zum Thema „Frau und Beruf“ an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.