BMW setzt bei neuer K 1600er auf eigenen Sechszylinder

Als die BMW Motorrad 2009 die Studie Concept 6 vorstellte, war das Echo groß. Jetzt präsentieren die Münchener die K 1600er mit hauseigenem Sechszylinder.

Bei den Automobilen ist BMW schon seit Jahrzehnten für seine erfolgreichen Reihensechser bekannt. Jetzt setzen die Münchener auch bei den Motorrädern auf eine eigen entwickelte Sechszylinder-Maschine. Der Reihenmotor kommt in der K 1600 GT und der K 1600 GTL zum Einsatz. Das Triebwerk hat einen Hubraum von 1649 Kubikzentimetern. Es leistet 118 kW (160 PS) und hat ein maximales Drehmoment von 175 Newtonmetern. Damit katapultiert es die 319 Kilogramm schwere GT (GTL: 348 Kilogramm) in 3,2 Sekunden (GTL: 3,4 Sekunden) aus dem Stand auf Tempo 100. Die Maximalgeschwindigkeit liegt jeweils jenseits von 200 km/h.

Motorrad-Sechszylinder: Schmal und leicht

Normalerweise sind Sechszylinder sehr lang oder sehr breit. Nicht so die BMW-Maschine. Hier hat die Zylinderbohrung einen Durchmesser von 72 Millimetern. Der Abstand zwischen den Zylinderbuchsen beträgt fünf Millimeter. Die Gesamtbreite ist mit 555 Millimetern angegeben. Darüber hinaus ist der Motor mit 102,6 Kilogramm Gesamtgewicht einer der leichtesten über 1000 Kubikzentimeter Hubraum. Für den Einsatz auf der Straße, das Fahren auf nassem Straßenbelag oder für das sportlich-dynamische Fortkommen gibt es drei über einen Knopf am rechten Lenkerende wählbare Modi: Rain, Road und Dynamic. Als Sonderausstattung offeriert BMW eine Traktionskontrolle (DTC), die mit dem gewählten Fahrmodus kombiniert wird und ganzheitlich abgestimmt ist.

Beim Gasgeben wird die zentrale, im Durchmesser 52 Millimeter große Drosselklappe über einen Elektromotor angesteuert. Dazu ist im Gasdrehgriff ein Sensor verbaut, der den Fahrerwunsch an die Motorsteuerung weitergibt. Diese veranlasst entsprechend das Öffnen oder Schließen der Drosselklappe.

BMW Motorräder sollen dynamisch, sicher und komfortabel sein

Wie bei seinen Automobilen legt BMW auch bei seinen Motorrädern Wert auf Dynamik, Sicherheit und Komfort. Dazu konstruierten die Ingenieure ein Fahrwerk, das aus einem Leichtmetall-Brückenrahmen besteht. Vorne ist eine Duolever-Radführung verbaut, hinten eine Paralever-Radführung. Besonders wichtig dabei ist das Austarieren der Massen. Im Zusammenspiel sorgen das Fahrwerk, die Sitzposition des Fahrers und die Lage des Motors für einen niedrigen Schwerpunkt und eine ausgewogene Radlastverteilung.

Als Anzeige-Instrumente dienen dem Fahrer zwei Rundinstrumente in klassischer Ausführung. Sie dienen als Tachometer und als Drehzahlmesser. Für weitere Auskünfte steht ein 5,7-Zoll-TFT-Display zur Verfügung. Um Fahrer und Sozius vor Witterungseinflüssen zu schützen, ist ein elektrisch verstellbares Windschild mit Memory-Funktion verbaut. Stellt man das Motorrad ab, fährt es in seine Grundposition zurück. So übernimmt es den Diebstahlschutz für ein als Zubehör erhältliches Navigationssystem.

Wunschausstattung für mehr Sicherheit

Die Version GT zeichnet sich durch eine in der Höhe verstellbare Sitzbank im Bereich des Fahrers aus. Außerdem gehören zu ihrer Serienausstattung ein Xenon-Scheinwerfer, eine Griff- und Sitzheizung, ein Bordcomputer und eine Geschwindigkeitsregelanlage. Die K 1600 GTL, bei der Fahrer und Sozius auf einer einteiligen zweistufigen Sitzbank Platz nehmen, verfügt über weiter vorne und weiter unten montierten Fahrerfußrasten. Zudem reicht der Lenker weiter nach hinten. Insgesamt ist hier die Sitzposition aufrechter als bei der GT.

Wem die serienmäßige Ausstattung noch nicht sicher genug erscheint, der kann als Extra unter anderem eine elektrische Feder-Dämpferverstellung (ESA II) ordern. Damit kann die Zugstufendämpfung vorne und hinten, die Federvorspannung des hinteren Federbeins und die Federrate und –härte elektronisch verstellt werden. Aber auch ein adaptives Kurvenlicht ist lieferbar.

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