Im Bett arbeiten mit dem Notebook – Risiken und Gefahren

Arbeiten im Bett ist praktisch und bequem, aber birgt auch Nachteile. Tipps gegen Rückenschmerzen, Zimmerbrand, heiße Beine und unbefugten Datenzugriff.

Hugh Hefner: Gründer des „Playboy“ und erster berühmter Bettarbeiter

Hugh Hefner, der Gründer des Magazins Playboy, brachte es schon vor dem Internetzeitalter als früher Bettarbeiter zu Weltruhm. Der inzwischen 84-Jährige propagierte bis vor wenigen Jahren den Lebensstil eines wahren Matratzenhelden, der rund um die Uhr in Seidenpyjama und Bademantel gekleidet kaum das Schlafzimmer verlässt. Seine Ruhestätte in der New Yorker Playboy Mansion bot ausreichendes Fassungsvermögen für alle der bis zu sieben dort wohnenden Playmates. Und was Hugh Hefner als Fadenzieher seines Konzerns anfangs noch per Telefon vom Bett aus erledigte, kann heute mit einem Notebook jeder.

Eine kurzfristig bequeme Arbeitshaltung im Bett: auf dem Bauch liegend

Ein Arbeitsplatz im Bett wird unter orthopädischen Gesichtspunkten kaum einen rückenfreundlichen Schreibtischstuhl ersetzen können. Trotzdem erweisen sich Stellungswechsel für Marathonschreiber ab und zu als Wohltat, denn auch der aufrechte Sitz am Schreibtisch wird nach einigen Stunden zur einseitigen Belastung. Gelegentlich in Bauchlage im Bett zu arbeiten, kann für körperliche und geistige Auflockerung sorgen, dauernde liegende Schreibarbeit verursacht jedoch nicht nur Rückenschmerzen und Nackenverspannungen, sondern auch unansehnliche Scheuermale an den Ellbogen.

Harte Unterlagen verringern die Brandgefahr durch ein überhitztes Notebook

Ein zu heiß gelaufenes Notebook kann sogar, wenn es bei der Bauchlage direkt auf dem Bett steht, Matratze oder Bettzeug entflammen und zu einem gefährlichen Zimmerbrand führen, allerdings besteht bei funktionierender Lüftung nur ein sehr geringes Risiko. Wichtig ist, dass die Lüftungsöffnungen des Notebooks nicht durch Bettzeug oder eine sehr weiche, zum Einsinken geeignete Matratze bedeckt werden. Daher sollte man das Gerät immer auf eine harte, etwas erhöhende Unterlage stellen und darauf achten, dass Kissen oder Decken nicht direkt daneben liegen. Als Unterlage eignet sich zum Beispiel ein Tablett oder ein großes Buch.

Die bequeme Sitzhaltung mit Frühstücks-Tablett, Lap-Tray oder Cushdesk

Wer ein Bett mit verstellbarem Kopfteil hat, kann sich mit einem vom Bettfrühstück bekannten Tablett-Tisch in eine bequeme Arbeitshaltung versetzen. Inzwischen werden sogar von einigen Anbietern spezielle Lap-Trays hergestellt, die genug Platz für Laptop, Kaffeetasse und vielleicht noch einen Teller bieten und mit Seitenfächern für Papiere und Schreibutensilien ausgestattet sind.

In der Sitzposition kann als Alternative zum Tisch aber auch ein komfortables Kühlpad vor unangenehm heißen Oberschenkeln schützen. Dieses so genannte Cushdesk, ein keilförmiges Kissen aus Kunststoff, soll nicht nur die ausströmende Hitze von den Beinen fernhalten, sondern gleichzeitig durch seine ergonomische Form die Haltung verbessern. So eignet es sich auch für unterwegs oder Arbeitssitzungen auf dem heimischen Sofa.

Risiko der Datensicherheit und Folgen für das Beziehungsleben

Nicht nur in Deutschland treibt das Pflichtbewusstsein wohl bis ins Schlafzimmer seltsame Blüten, eine Untersuchung der Firma Credant in Großbritannien aus dem Jahr 2009 kam zu dem Ergebnis, dass jeder vierte britische Arbeitnehmer sein Notebook regelmäßig mit ins Bett nimmt. Dabei gehen die meisten nach den Ergebnissen der Studie höchst unbedarft mit Firmendaten um, vor allem, weil 87 Prozent der Probanden im Schlafzimmer drahtlos surfen. Um unbefugte Zugriffe zu verhindern, empfiehlt es sich, starke Passwörter aus Zahlen- und Buchstabenkombinationen sowohl für die Drahtlosverbindungen als auch die Verschlüsselung einzelner Dokumente zu verwenden und niemals Dritten die Möglichkeit zu geben, über WiFi oder Bluetooth auf das Gerät zuzugreifen.

Als weitere Gefahr sehen die Forscher von Credant vor allem die nachteiligen Auswirkungen auf das partnerschaftliche Leben an. Immerhin vier Prozent der Befragten gaben an, dass sie vor dem Einschlafen nicht etwa ihrer Frau einen Gutenachtkuss geben, sondern ihre E-Mails checken.

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