Das Känozoikum – Zeitalter der Säugetiere

Nach dem Aussterben der Dinosaurier hatten die Säugetiere Platz auf der Erde. Ihre Evolution dauert bis heute an.

Im Tertiär und Quartär gewann die Erde langsam das uns heute vertraute Aussehen. Die Bewegungen der Kontinente aus dem Mesozoikum setzen sich weiter fort. Indien löst sich von Gondwana und stößt auf seiner Reise nach Norden an Asien an. Ein neues Gebirge entsteht, der Himalaya. Die Kluft zwischen den beiden amerikanischen Erdteilen auf der einen und Afrika und Europa auf der anderen Seite vertieft sich. Ein neuer Ozean, der Atlantik, entsteht. Zum Ende des Erdzeitalters kühlt das Klima sich dramatisch ab. Die Tier- und Pflanzenwelt passt sich an die neuen Bedingungen an.

Das Känozoikum oder Erdneuzeit

Quartär

Dauer: 2,4 Millionen Jahre bis heute.

Diese Periode wird in die zwei Epochen Holozän und Pleistozän unterteilt.

Fauna und Flora:

Dies ist die Periode des Menschen. Im Quartär kommt es zur Entwicklung und Verbreitung des Menschen. In den Kaltzeiten entwickeln sich eine große Zahl von kälteangepassten Tier- und Pflanzengemeinschaften in Europa, Nordasien und Nordamerika. Dazu gehören zum Beispiel das Mammut, der Höhlenbär, das wollhaarige Nashorn oder die Polarweide. Bei der Erwärmung zum Ende der Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren sterben diese Formen aus.

Geologische Entwicklung:

Das von Skandinavien vorrückende Inlandeis gelangt vor etwa 200.000 Jahren bis zum Niederrhein. In Nordamerika formen ähnlich wie in Europa und Asien Gletscher, Schmelzwässer und verwilderte Flüsse die Landschaft. Die Großen Seen entstehen. In den Ebenen vor den Permafrostgebieten lagert sich feiner Staub ab, der so genannte Löss.

Klima:

Diese Periode ist durch mehrfache Wechsel ausgeprägter Kalt- und Warmzeiten geprägt.

Neogen

(Tertiär)

Dauer: 23,8 Millionen Jahre bis 2,4 Millionen Jahre vor heute

Diese Periode wird in die zwei Epochen Pliozän und Miozän unterteilt.

Fauna und Flora:

In Afrika treten die ersten Menschenartige oder Hominiden auf. In den Meeren leben die ersten Wale. Die Tiere Nord- und Südamerikas wandern auf der neuen Landbrücke zwischen den Kontinenten hin und her. In den gemäßigten Breiten entwickeln sich Mischwälder aus Nadel- und Laubhölzern.

Berühmte Fossilfundorte:

Rancho LaBrea (USA), Olduvai Schlucht (Kenia), Riversleigh (Australien)

Geologische Entwicklung:

An den Küsten Mitteleuropas erstrecken sich ausgedehnte Sümpfe. In ihnen bilden sich Braunkohlen, zum Beispiel in der Niederrheinischen Bucht. Durch die Kollision von Indien mit dem Asiatischen Kontinent faltet sich der Himalaja auf. Zwischen Nord- und Südamerika bildet sich eine Landbrücke. Das Mittelmeer füllt sich mit Wasser.

Klima:

Im Vergleich mit den vorangegangenen Perioden wird es allmählich kühler und trockener auf der Erde.

Paläogen

(Tertiär)

Dauer: 65 Millionen Jahre bis 23,8 Millionen Jahre vor heute.

Diese Periode wird in das Oligozän, das Eozän und das Paläozän unterteilt.

Fauna und Flora:

Nach dem Aussterben der Dinosaurier entwickeln sich die Säugetiere rasant. Dazu gehören zum Beispiel die Familien der Tapire, Nashörner oder Pferde. Die Meere beherrschen Knochenfische und Haie. Große Laufvögel besetzen die Nische der großen Landräuber. In den tropischen und subtropischen Wäldern herrscht eine große Artenfülle bei den Bedecktsamern.

Berühmte Fossilfundorte:

Monte Bolca (Italien), Grube Messel (Deutschland), Green-River, Wyoming (USA), Eckfelder Maar (Deutschland)

Geologische Entwicklung:

Der Atlantik öffnet sich weiter. Ausgedehnter Vulkanismus begleitet diesen Vorgang. In Deutschland senkt sich die Niederrheinische Bucht ab. Das Siebengebirge entsteht. Spanien und Italien werden vom Afrikanischen Kontinent nach Norden in Europa hinein geschoben. Die Alpine Orogenese lässt die Alpen entstehen.

Klima:

Noch ist es feuchtwarm. Aber im Verlauf der Zeit kühlt es sich weiter ab und wird trockener.

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