Den passenden Yoga-Stil finden

Zusammenfassung der Yogaformen Iyengar, Asthanga, Jivamukti, Shivananda, Anusara, Vinyasa Flow, Bikram, Integraler Yoga, Jivamukti, Kundalini, TriYoga und Hormonyoga.

Mit zunehmender Beliebtheit des Yoga scheint auch die Zahl der unterschiedlichen Yogastile in die Höhe zu schnellen. Neben den traditionellen, vorwiegend spirituell ausgerichteten Yogastilen wie zum Beispiel Iyengar, Asthanga und Shivananda Yoga gibt es eine zunehmende Anzahl neuer, meist in den USA entwickelter Yogaformen mit unterschiedlichen Zielsetzungen. Nicht bloß Yoga-Anfängern fällt es dabei schwer, den Überblick zu behalten.

Hatha Yoga

Hatha Yoga ist die indische Urform des Yoga, aus der sich alle anderen Yogastile entwickelt haben. Es ist auch ein Überbegriff für das Üben von Yogastellungen (Asanas). Beim traditionellen Hatha Yoga werden die Asanas lange gehalten und durch Atem- und Reinigungsübungen, Tiefen-Entspannung und Meditation ergänzt.

Anusara Yoga

Anusara Yoga ist eine vom Amerikaner John Friend begründete Yogaform, welche besonders Wert auf eine lebensbejahende innere Haltung legt. Exaktheit und segensreiche Wirkungen der Yogastellungen sollen durch eine freudige, dem Herzen folgende Yogapraxis von innen heraus entstehen.

Ashtanga-Vinyasa Yoga

In dieser vom Inder Pattabhi Jois (1915 -2009) entwickelten, sehr dynamischen und kraftvollen Yogarichtung gibt es sechs festgelegte Serien von Asanas, die jeweils durch bestimmte Bewegungselemente verbunden werden.

Bikram Yoga

Dieser Yogastil geht auf den gleichnamigen Yogameister Bikram Choudhury zurück. Eine Besonderheit dabei ist, dass Bikram Yoga bei heißen 35 bis 40 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit geübt wird, wobei das Schwitzen den Körper entgiften soll. Bikram Yoga, auch Hot Yoga genannt, besteht aus einer markengeschützten Abfolge von 24 Asanas und zwei Atemübungen und soll Kraft, Flexibilität und Balance entwickeln.

Hormonyoga

Beim Hormonyoga werden über bestimmte Yogaübungen gezielt die weiblichen Eierstöcke, Nebennieren und die Schilddrüse stimuliert, um die körpereigene Hormonproduktion anzuregen und hormonelle Schwankungen zu stabilisieren. Hormonyoga soll dabei bei typischen Beschwerden der Wechseljahre, aber auch bei Menstruationsbeschwerden und dem PMS helfen und sogar die weibliche Fruchtbarkeit fördern. Entwickelt wurde diese Richtung von der brasilianischen Yogalehrerin Dinah Rodrigues.

Integraler Yoga

Diese Yogarichtung vereinigt Asanas, Tiefenentspannung, Pranayama und Meditation zu einer integralen Praxis. Entwickelt wurde dieser besonders geistig-meditative Yogaweg von Swami Satchidananda, einem Schüler Swami Shivanandas.

Iyengar Yoga

Dieser mittlerweile sehr weit verbreitete Yogastil wurde vom indischen Yogi B.K.S. Iyengar begründet. Charakteristisch für diese Yogarichtung ist die Verwendung von Hilfsmitteln wie Gurten und Klötzen sowie die sehr exakte Anleitung und Korrektur der Asanas mit Hervorhebung der gesundheitlichen Wirkungen.

Jivamukti Yoga

Jivamukti ist ein Sanskritausdruck, der übersetzt „Befreiung der Seele“ heißt. Diese sehr spirituell ausgerichtete und eher traditionelle Yogaform wurde von den Amerikaner/innen Sharon Gannon und David Life in New York entwickelt. Es gibt eine festgelegte Reihenfolge der Asanas, welche dynamisch-fließend ausgeführt und trotzdem relativ lange gehalten werden.

Kripalu Yoga (Amrit Yoga)

Diesem von Amrit Desai gegründeten Stil sind ein therapeutisch-spiritueller Ansatz und ein sanftes Üben zu eigen, bei dem wesentliche Ziele ein ruhiger Geist und urteilsfreie Selbstwahrnehmung sind.

Kundalini Yoga

Der Inder Yogi Bhajan machte Kundalini Yoga Ende der 1960er Jahre in den USA bekannt. Kundalini Yoga ist eine sehr fordernde, intensive Praxis, welche die am unteren Ende der Wirbelsäule ruhende Schlangenkraft („Kundalini“) wecken soll. Die Stellungen werden lange gehalten und eine besondere Betonung liegt auf (oft sehr kraftvollem) Atmen.

Power Yoga

Dies ist eine vereinfachte und dabei dynamisch-fordernde Form des Ashtanga Yoga und wird besonders oft in Fitness-Centern angeboten. Fitness, Ausdauer und Vitalität gehören zu den wesentlichen Zielen von Power Yoga.

Sivananda Yoga

Die Sivananda Yoga Vedanta-Zentren wurden von einem Schüler Swami Sivanandas namens Swami Vishnudevananda gegründet. Diese Yogarichtung verbindet die Elemente Asanas, Pranayama, Tiefenentspannung, Ernährung und Meditation zu einem ganzheitlichen, traditionellen Yogaweg mit tief spiritueller Ausrichtung. In Deutschland wird eine sehr ähnliche Richtung durch die von Sukadev Bretz gegründete Yoga-Vidya-Bewegung vertreten.

TriYoga®

Das von der Amerikanerin Kali Ray gegründete TriYoga® verbindet Asanas, Pranayama und Mudras (Handgesten) zu fließenden Sequenzen, den so genannten „Flows“.

Viniyoga

Viniyoga wurde vom indischen Yogalehrer T.K.V. Desikachar entwickelt. In diesem Stil werden Atem und Bewegung präzise koordiniert und sowohl fließend als auch lange haltend geübt. Viniyoga ist stark therapeutisch orientiert. Die Asanas werden je nach Alter, Fitness und Gesundheitszustand der Teilnehmer abgewandelt.

Vinyasa Flow

Vinyasa Flow zeichnet sich durch eine fließende, dynamische Ausführung der Asanas aus. Die einzelnen Stellungen werden nur kurz gehalten und gehen fließend ineinander über, wobei der Atem eine zentrale Rolle spielt. Diese „Flows“ sollen nicht nur Beweglichkeit und Vitalität erhöhen, sondern auch den Geist entspannen und auf spirituelle Ziele ausrichten.

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