Die Fackel der Erinnerung

Ein Licht geht um die Welt – Licht der Hoffnung für alle Trauernden. An jedem zweiten Sonntag im Dezember wird weltweit der Sternenkinder gedacht. Punkt 19.00 Uhr geht eine Lichterwelle rund um den Globus.

Am jedem zweiten Sonntag im Dezember wird eine internationale, einstündige Lichteraktion gestartet, die allen verstorbenen Kindern dieser Erde gewidmet ist.

1997 initiierte die Organisation „The Compassionate Friends“ zum ersten Mal das „Worldwide Candle Lighting – Event“, welches alle verwaisten Eltern, Geschwister, Großeltern, Tanten und Onkel in ihrem Schmerz vereinen sollte.

Geteiltes Leid ist halbes Leid

Anfangs wurde diese Gedenkstunde lediglich von den Mitgliedern der „Compassionate Friends“ zelebriert, die in 50 Staaten dieser Erde inklusive Washington D.C. und Puerto Rico in Freundschaft vereint waren. Um das emotionale Band der Trauernden zu verfestigen, kam die Idee auf, eine „Fackel der Erinnerung“ durch die Welt zu tragen. Da dieses Unterfangen in der Praxis nicht umsetzbar war, wurde stellvertretend eine Lichterkette gebildet, die weder vor ethnischen, kulturellen, religiösen oder politischen Grenzen Halt machte.

Die Stunde der Herzenswärme

Weltweit zündeten, Punkt 19.00 Uhr Ortszeit, die Teilnehmer ihre Kerzen an und ließen deren Flammen eine Stunde aufleuchten. Während in der einen Zeitzone die Lichter allmählich erloschen, wurden in der anderen die Kerzen angezündet. Dieser Staffellauf garantierte, dass auf dem ganzen Globus für eine Stunde die „Fackel der Erinnerung“ leuchtete.

Kreis der Mitwirkenden erweitert sich

Durch die Internetpräsenz der Organisation erweiterte sich der Kreis der Mitwirkenden von Jahr zu Jahr.

Sogar Kirchen bieten am zweiten Sonntag im Dezember einen „Candle Light Gottesdienst“ an, der insbesondere Angehörige anspricht, deren Kinder während der Schwangerschaft, bei der Geburt, kurz nach der Geburt oder im Kindes- und Jugendalter verstorben sind.

Schweigeminute für Verbrechensopfer

Seit 2008 wird der Gedenktag dazu genutzt, eine Schweigeminute für alle Toten einzulegen, die einem Verbrechen zum Opfer gefallen sind. Diese Neuerung ist jedoch auf Anhänger aus esoterischen Kreisen zurückzuführen.

Hilfe für erdgebundene Seelen

Besonders spirituelle Medien nutzen die metaphysische Kraft aus dem sanftmütigen, mentalen Beisammensein während des „Worldwide Candle Lighting“, um den Verstorbenen ins Licht zu helfen.

In esoterischen Kreisen ist man sich sicher, dass nach dem Tod eine Abspaltung stattfindet. Vereinfacht ausgedrückt: Seele und Geist verlassen den leblosen Körper und steigen hinauf ins „Licht der Liebe“.

Ermordete, durch einen plötzlichen Unfall oder unverhofft aus dem Leben gerissene Menschen stünden jedoch unter Schock und könnten nur schwerlich erkennen, dass sie die physische Existenz verloren haben. Die bewusste Wahrnehmung sei noch auf das Materielle gerichtet, sodass sie nicht erfassen könnten, dass sie in einer anderen Dimension verweilen.

Diesen erdgebundenen Geist-Seelen könne, mittels liebevoller Gedanken, die mit einer Schweigeminute und der globalen Lichteraktion einhergehen, durchaus geholfen werden, sind sich die okkulten Mittler sicher.

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