Einmachen – wichtige Arbeitsgeräte und richtige Arbeitstechniken

Einkochen ist nicht schwer. Mit den entsprechenden Geräten und Techniken lässt sich leicht ein Vorrat an Konfitüre, Marmelade, Saft und Gelee anlegen.

Kochen Sie Ihre Lieblingsfrüchte selbst ein. Mit den richtigen Arbeitsgeräten und Arbeitstechniken gelingt das problemlos. Es macht bestimmt Spaß, und das Brötchen mit der köstlichen Marmelade aus eigener Produktion wird Ihnen noch besser schmecken als sonst.

Einmachen mit den richtigen Geräten

Wichtig ist eine exakte Küchenwaage, um Früchte und Zucker genau abwiegen zu können. Außerdem benötigen Sie einen großen Kochtopf, weil sich beim Einkochen reichlich Schaum bildet. Diesen müssen Sie mit einer Kelle abschöpfen. Wenn Sie für die Saftherstellung keinen speziellen Entsafter benutzen, brauchen Sie einen Durchschlag zum Durchseihen der im Wasserdampf aufgeplatzten Früchte. Ein Trichter hilft beim Abfüllen in Flaschen. Alle Einmachgeräte müssen zuvor in heißem Wasser mit Spülmittel (oder in der Geschirrspülmaschine) gründlich gereinigt werden.

Nur einwandfreie Früchte nehmen

Nur vollreife Früchte ohne Schadstellen entfalten ein angenehmes Aroma und geben den Konfitüren, Säften und Gelees ihren köstlichen Geschmack. Unreifes Obst hingegen hat nur ein schwach ausgeprägtes Aroma, und überreifen Früchten mangelt es an Säure und Pektin (das ist der natürliche Stoff, der das Eingemachte gelieren lässt). Die Früchte sollten am Tag des Einkaufs oder der Ernte verarbeitet werden, damit möglichst viele Vitamine erhalten bleiben.

Zucker und Geliermittel

Ohne Zucker keine Konfitüre, denn er konserviert nicht nur, er lässt auch ihre Aromastoffe voll zur Geltung kommen. Ideal ist Gelierzucker. Das ist eine Mischung aus Kristallzucker, Pektin und Wein- oder Zitronensäure. Gelierzucker süßt das Eingekochte und sorgt mit dem Pektin für das Gelieren der Fruchtmasse. Normalen Haushaltszucker sollte man nur zusammen mit einem Geliermittel verwenden. Es verkürzt die ansonsten langen Kochzeiten auf wenige Minuten. Das schont Vitamine und Geschmacksstoffe.

Kochen, abfüllen und aufbewahren

Bevor das Einkochen beginnt, werden die Früchte geputzt und gewaschen. Bei den sehr empfindlichen Erd- und Himbeeren den Strahl fließenden Wassers vermeiden! Kirschkerne können leicht mit einem Entsteiner entfernt werden. Größere Früchte zerteilt man mit einem Messer. Früchte nach dem Putzen und Waschen mit Gelierzucker in den Topf geben. Erfolgt das im Gewichtsverhältnis 1 zu 1, sorgt die hohe Zuckerkonzentration für fast unbegrenzte Haltbarkeit. Weniger kalorienreich ist das Ergebnis, wenn das Frucht- / Zucker-Verhältnis 2 zu 1 beträgt. Dann ist das Eingeweckte auch nicht mehr so lange haltbar und sollte bald verzehrt werden. Es ist wichtig, den Kochtopf nicht zu voll zu füllen, damit der aufsteigende Schaum nicht überläuft. Die Obstmasse muss ständig umgerührt werden, um ein Ansetzen zu verhindern. Nach kurzem Köcheln (Zeit auf Gelierzuckerpackung beachten!) Konfitüre in die vorbereiteten sauberen Gläser füllen, luftdicht verschließen, noch einige Minuten auf den Kopf stellen und dann an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren.

Konfitüre, Marmelade, Saft und Gelee

Nach dem Lebensmittelrecht ist eine Konfitüre ein Brotaufstrich, der aus zerkleinerten oder zerdrückten Früchten einer oder mehrerer Sorten besteht. Marmelade hingegen wird ausschließlich aus Zitrusfrüchten hergestellt.

Zur Saftgewinnung eignen sich saftreiche Früchte wie Kirschen, Erdbeeren, Johannisbeeren und Äpfel. Möchten Sie eine größere Fruchtmenge verarbeiten, ist ein Dampfentsafter das ideale Arbeitsgerät. Er verringert den Zeit- und Arbeitsaufwand erheblich. Soll sich der Saft in Gelee verwandeln, ist noch ein Geliermittel notwendig. Machen Sie vor dem Abfüllen die Gelierprobe: einen Klecks auf einen kalten Teller geben. Erstarrt er nach kurzer Zeit, können Sie das Gelee in die Gläser füllen und diese luftdicht verschließen.

Rezepte

Pfirsichkonfitüre mit Pistazien: 1 kg enthäutete Pfirsichstücke mit 1 kg Gelierzucker und dem Saft einer Zitrone mischen. 30 Min. ziehen lassen, 4 Min. kochen. 40 g feingehackte Pistazien unterrühren und zum Schluss die Konfitüre in vorbereitete Gläser füllen. Die angegebenen Mengen ergeben 4 Gläser zu 400 ml.

Apfelgelee mit Calvados und Miniäpfeln: 2 kg säuerliche Äpfel waschen, vierteln und entsaften. 1 l Apfelsaft mit 1 kg Gelierzucker sowie dem Saft einer Zitrone verrühren und 4 Min. sprudelnd kochen lassen. 6 cl Calvados zufügen. Gelee abfüllen und Miniäpfel aus der Dose hineingeben.

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