Google Instant auf dem Vormarsch

Googles neue Suchmaschine soll Zeit sparen. Sie stellt eine kleine Revolution dar.

Der Suchmaschinendienst Google stellt in diesen Tagen seinen neuen Echtzeit-Suchdienst Google Instant vor. Diese Neuerung wird schon vorab als Revolution bezeichnet. Google soll damit viel schneller werden. Die Ergebnisse einer Google-Suche werden fortan live ausgestreamt: schon während der Eingabe des Suchbegriffs werden die Ergebnisse quasi verzögerungsfrei angezeigt. Diese Echtzeit-Funktion macht die Suche noch interaktiver. Die Vorteile sind eine Zeitersparnis von zwei bis fünf Sekunden pro Suche (sueddeutsche.de) und eine vereinfachte Eingabe.

Wohnort und bisherige Suche mit berücksichtigt

Google Instant ist in der Lage, den Wohnort des Nutzers bei den Ergebnissen zu berücksichtigen. Das geschieht über die speziell erforderliche Anmeldung des Google-Such-Accounts. Das könnte Datenschützer auf den Plan rufen. Auch die bisherige Suche wird mit erfasst. Das alles ermöglicht der Hochleistungsserver von Google und die Webtechnik Ajax. Die neue Suchmaschine basiert auf einem Vorhersagealgorithmus (taz.de).

Noch nicht überall verfügbar

Der neue Dienst steht derzeit nur registrierten Nutzern in den USA, Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Spanien und Russland zur Verfügung. Die notwendigen Ressourcen würden nach und nach aufgebaut. Google Instant fällt unter die Branche Suchmaschinenoptimierung.

Vereinfachte Eingabe

Bei der Eingabe von Buchstaben oder Wortfragmenten kann der Nutzer von der Suchmaschine angebotene Vorschläge mit der Cursortaste annehmen oder weitere Buchstaben eingeben. Sowohl die Return-Taste als auch die Suchen-Button brauchen nicht mehr bedient zu werden. Vorraussetzung für die Nutzung ist ein moderner Browser wie Firefox, Safari, Google Chrome oder der Internet Explorer 8. Beim Opera-Browser funktioniert Google Instant noch nicht.

Herkömmliche Suchfunktion bleibt erhalten

Die neue Suchmaschine ist nicht obligatorisch. Es bleiben die Möglichkeiten, die Funktion bewusst abzuschalten (spiegel.de), sich gar nicht erst für Google Instant zu registrieren oder eine andere Suchmaschine wie Yahoo, MSN oder Ask zu verwenden. Dennoch wird nach wie vor eine nicht unerhebliche Datenflut erzeugt, die vom Nutzer gehandhabt werden muss, egal ob mit oder ohne Google Instant.

Kleine Kognitive Umorientierung

Die neue Suchfunktion bedeutet auch eine kleine kognitive Umorientierung des Anwenders. Die Frage wird aufgeworfen, ob diese Funktion nicht zur Verwirrung und Zerstreuung beiträgt oder gar als Spielerei betrachtet wird. Es wird sich zeigen, ob die Anwender vor der erforderlichen Registrierung zurückscheuen oder weitere Daten preisgeben. Es bleibt außerdem abzuwarten, ob die Instant Suche wirklich bessere Ergebnisse liefert und ob diese Suchmaschine überhaupt angenommen wird. Vielleicht wurde die neue Revolution von Google zu früh ausgerufen. Vielleicht aber handelt es sich tatsächlich um eine weitere Revolution des Internet und der Suchmaschinen. Google könnte einen weiteren Schritt in Richtung Marktbeherrschung und Monopolstellung machen.

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