Haarausfall – wie er sich äußert und was man gegen ihn tun kann

Es gibt mehrere Formen des Haarausfalls und so gut wie alle sind behandelbar. Hier erfahren Sie mehr über die Ursachen und Behandlungsmethoden.

Jeder hat sie, sie wachsen täglich aber was passiert wenn sie plötzlich weniger werden? Haare sind der Schmuck unseres Hauptes. Wenn sie plötzlich ausfallen kann das für die Betroffenen zu einem schwerwiegenden Problem werden.

Haare bestehen im Wesentlichen aus Keratin und sind lange Hornfäden. Sie wachsen bis auf wenige Ausnahmen wie das Lippenrot oder die Fußsohlen am ganzen Körper eines Menschen. Sie schützen uns vor UV-Strahlung, geben Wärmedämmung und wirken durch Farbe und Form auf andere Menschen.

Wie viel Haarverlust ist normal?

Durchschnittlich fallen einem Menschen pro Tag siebzig bis hundert Haare aus. Die Menge der ausgefallenen Haare variiert innerhalb dieser Werte und ist von der Jahreszeit und dem jeweiligen Lebenszyklus abhängig. Von Haarausfall spricht man erst ab einem Verlust von mehr als 400 Haaren am Tage des Haarewaschens. Haarausfall betrifft häufig Menschen mittleren Alters. Mit über 80% ist die Ursache für Haarausfall auf psychogene Wahrnehmungsstörungen zurückzuführen. Das bedeutet, dass die Psyche des Betroffenen das Krankheitsbild verursacht hat. Dabei richten die Betroffenen ihre gesamte Aufmerksamkeit extrem auf die Problemstelle – die sich häufig als kreisrunder Haarausfall äußert – und verursachen so eine Verstärkung des Haarausfalls. Ohne diese zwanghafte Fokussierung würde der Haarausfall oftmals zurückgehen.

Bei Frauen werden häufig Hormone für den Haarausfall verantwortlich gemacht. Der Grund für Haarausfall ist, in Betrachtung der Gene, dass sehr viele Testosteronrezeptoren an den Haarwurzeln vorhanden sind. Diese sitzen vorwiegend im Bereich der Geheimratsecken und des Hinterkopfes. So kann es auch sein, dass es bei einem normalen Testosteronspiegel zu einem erhöhten Haarverlust kommen kann. Dieser ist nur mit Hormonblockern behandelbar.

Der diffuse Haarausfall

Der diffuse Haarausfall äußert sich durch den Ausfall der Haare am ganzen Kopf. Hier ist die Haarzwiebel vollkommen intakt aber erhält über den Blutweg nicht genügend Nährstoffe. Das hat zur Folge, dass sie ihre Arbeit irgendwann einstellt oder sich die Lebensdauer des Haares verkürzt und ein verstärkter Haarverlust am gesamten Kopf eintritt. Er kann unter anderem durch Stress, schwere Infektionen oder Nährstoffmangel infolge einer Diät ausgelöst werden. Durch gezielte Verabreichung von Nähr- und Aufbaustoffen über einen festen Zeitraum lässt sich diese Form von Haarausfall behandeln.

Der kreisrunde Haarausfall

Eine weitere Form des Haarausfalls ist der kreisrunde Haarausfall, der durch unterschiedlich große kahle Stellen am Kopf gekennzeichnet ist. Hierbei handelt es sich um einen entzündlichen Haarausfall, der oft wieder rückgängig zu machen ist. Eine genaue Ursache dieser Erkrankung ist bisher unbekannt und er sollte immer durch einen Arzt behandelt werden.

Der erbliche Haarausfall

Mit 95% ist der erbliche Haarverlust bei Männern jedoch die häufigste Form des Haarausfalls. Bei ihm fallen die Haare an Stirn und Scheitel langsam aus, die Haare am Hinterkopf folgen etwas später. In etwa jeder zweite Mann über 50 Jahren leidet an dieser Form des Haarausfalls. Frauen können aber genauso von diesem Typ des Haarausfalls betroffen sein. Bei ihnen dünnt sich das Haar entlang des Scheitels aus und lässt die Kopfhaut durchschimmern. Zu einer Glatzenbildung kommt es jedoch eher selten. Bei den über 50-jährigen Frauen haben so schon über 50% die Hälfte ihres Haarvolumens verloren.

Bei beiden Geschlechtern ist beim erblichen Haarausfall die Haarwurzel gegenüber dem Abbauprodukt des männlichen Geschlechtshormons Testosteron, Dihydrostestosteron, erblich bedingt überempfindlich. Die Haarwurzeln werden geschädigt, die Wachstumsphase der Haare verkürzt sich. Diese Form des Haarausfalls ist jedoch durch Medikamente behandelbar. Hier gilt je früher mit der Behandlung begonnen werden kann, desto mehr Haare bleiben erhalten.

Wer sich für die Behandlung gegen Haarausfall entscheidet, sollte dies in Abstimmung mit einem Facharzt tun. Produkte gegen Haarausfall, die frei zu kaufen sind, sind mit Vorsicht zu genießen, da sie in der Regel nicht das halten was sie versprechen.

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