Heuschnupfen und Pollenallergie, die lästigen Frühlingsgefühle

Was tun gegen geschwollene Augen, kribbelnde Nase und laute Nieser? Experten der Asklepios-Kliniken geben Tipps gegen Heuschnupfen für geplagte Allergiker.

Eigentlich sollte man sich nach einem langen und kalten Winter freuen auf den Frühling mit all seiner blühenden Pracht. Doch für viele Menschen ist das Gegenteil der Fall. Allergiker können ein Lied davon husten und niesen, was sie Jahr für Jahr durchmachen müssen, sobald die Pollen- und Gräsersaison ihr Stelldichein eröffnet. Die Asklepios-Kliniken aus Hamburg, Sankt Augustin und München haben nun in ihrer Pressemitteilung vom 22. Februar aktuelle Ratschläge für Betroffene jeden Alters herausgegeben.

Der Pollenkalender bringt es an den Tag: Mit dem Pollenflug beginnt der Heuschnupfen

Sobald die Temperaturen steigen, geht es für Millionen von Leidenden los. Es beginnt häufig mit schnupfender und juckender Nase, steigert sich rasch in gerötete, angeschwollene und nässende Augen und kratzt im Hals. Man fühlt sich regelrecht krank und schnieft und ächzt sowohl tagsüber als auch in der Nacht. Der Grund hierfür sind die Baum- und Gräserpollen, die sich auf den Weg machen. Allergiker, die ohnehin von ihrem Leiden schon lange wissen, sollten sich schon jetzt um ihre Medikamente kümmern. In Süddeutschland hat das Elend bereits begonnen, im Norden ist es noch etwas kälter, aber schon bald werden auch dort besonders die Birkenpollen für viel Ärger sorgen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker lindernde Medikamente verabreichen. Arzneien der ersten Wahl sind hier Antihistaminika und kortisonhaltige Nasensprays. Verschwinden wird dadurch die Gräser- und Pollenallergie nicht, aber die Symptome können gelindert werden. Als sehr angenehm und hilfreich kann die regelmäßige Anwendung einer Nasendusche empfunden werden. Hierfür benötigt man außer der günstigen Nasenspülkanne lediglich Wasser und etwas Salz.

Wenn Medikamente nicht ausreichen: Hyposensibilisierung gegen Allergien

Wer im wahrsten Sinne des Wortes die Nase voll hat vom jährlichen und monatelangen Ausnahmezustand, sollte über eine zielgerichtete Immuntherapie nachdenken. Mit einer vom Facharzt durchgeführten Hyposensibilisierung kann man langfristig etwas gegen seine Allergie tun und diese eventuell sogar dauerhaft heilen lassen. Wichtig hierbei ist allerdings, dass man rechtzeitig vor dem Pollenflug damit beginnt. Das Immunsystem wird hierbei an die Pollen gewöhnt und ein hilfreicher Schutz aufgebaut. In diesem Jahr ist es für Allergiker der Frühblüher bereits zu spät, aber Patienten, die allergisch auf Spätblüher reagieren, können eventuell noch jetzt damit beginnen.

Pollenbelastung einschränken: Bei starken Leiden möglichst im Haus aufhalten

Wenn der Pollenflug besonders tobt, sollten Allergiker sich bestmöglich schützen. Dies geht am besten, wenn man sich im Haus aufhält, dessen mit Pollenschutzgitter geschützte Fenster tagsüber geschlossen bleiben. Außer Haus getragene Kleidung am besten nicht im Schlafzimmer anbehalten und häufig in die Waschmaschine geben. Die Haare sollten täglich abends gewaschen und die Wäsche nicht draußen zum Trocknen aufgehängt werden. Hausfrauen freuen sich über einen neuen Staubsauger, der speziell für Allergiker entwickelt wurde und nichts aufwirbelt, was zu allergischen Reaktionen führt.

Bei allergischen Symptomen zum Arzt gehen und einen Allergietest durchführen lassen

Man kann auch noch im hohen Alter Allergien entwickeln. Heuschnupfen sollte nie leicht genommen werden, auch Senioren gehören zum Arzt, wenn sie in dieser Saison das erste Mal mit den zuvor genannten Symptomen kämpfen. Unbehandelte allergische Entzündungen werden allzu häufig chronisch und schlagen dann auf Lunge und Bronchien. Wenn sich dieses allergische Asthma entwickelt, vervielfacht sich das Leiden natürlich. Nicht wenige Patienten, die unter Heuschnupfen leiden, kämpfen auch mit Asthma und Neurodermitis, welches ebenfalls eng verknüpft mit Heuschnupfen auftritt. Damit es hoffentlich erst gar nicht so weit kommt, gibt es Vorbeugemaßnahmen für Kinder.

Kinder, deren Eltern unter Allergien leiden, haben hohes Allergierisiko

Wer ein Baby erwartet und selbst schon unter Heuschnupfen oder anderen Allergien leidet, sollte alles versuchen, sein Kind zu schützen. Das neue Familienmitglied hat leider ein stark erhöhtes Allergierisiko und sollte mindestens vier Monate lang voll gestillt werden. Muttermilch ist nach Meinung der Experten immer noch der beste und natürlichste Schutz und stärkt das Immunsystem. Frühestens ab dem fünften Lebensmonat sollten Kinder mit Beikost zugefüttert werden. Kleine Kinder benötigen am besten eine hypoallergene Nahrung und sollten kein Übergewicht entwickeln. Auch regelmäßige Impfungen nach den neuesten Empfehlungen sollten durchgeführt werden, so die Experten. Dass Kinder niemals dabei sein sollten, wenn geraucht wird, versteht sich eigentlich von selbst. Aber auch in der Schwangerschaft ist ein Nichtraucher-Umfeld bereits wichtig. Die Räume, in denen die Familie lebt, sollten frei von Schadstoffen und Feuchtigkeit sein und ohne Katzen als Haustiere auskommen.

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