Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Erkältungen natürlich behandeln

Gegen Erkältungen weiß fast jeder ein Hausmittel. Hier finden Sie ein paar Ideen, um grippale Infekte mithilfe von Gewürzen, Rettich oder Kartoffeln auszukurieren.

Ist die Nase verstopft und kratzt der Hals, sind Dampfbäder, die die oberen Atemwege von Schleim und Ablagerungen reinigen das Richtige. Doch wer die teuren Öle aus der Apotheke nicht erstehen möchte oder wem es beim Geruch von Kampher schlecht wird, was gar nicht so selten vorkommt, der kann es auch mit Fenchelsamen und Oregano probieren.

Dampfinhalationen mit Fenchel und Oregano

Inhalationen mit diesen Gewürzen unterstützen die Arbeit des Flimmerepithels der Bronchien und somit das Abhusten und die Atmung. Die Anwendung ist denkbar einfach: Es werden je zwei Esslöffel Oreganogewürz und Fenchelsamen in eine große Schüssel gegeben und mit drei bis vier Litern sehr heißem Wasser übergossen. Nun bedeckt man den Nacken und den Hinterkopf mit einem Handtuch, beugt den Kopf über die Schüssel und atmet den Dampf abwechselnd durch Mund und Nase etwa zehn Minuten lang tief ein, bis das Wasser so weit abgekühlt ist, dass kein Dampf mehr aufsteigt. Am besten ist es, sich nach der Inhalation etwas Ruhe zu gönnen und nicht gleich an die frische Luft zu gehen.

Rettich bei Husten

Nicht nur Honig und Zwiebeln helfen bei Husten und Schnupfen, auch der Rettich hat sich als „kulinarisches Hausmittel“ bestens bewährt. Er enthält Biostoffe wie Senföl oder Rhaphanol, die die Muskeln der Atemwege entspannen und daher Hustenbeschwerden bis hin zum Keuchhusten deutlich lindern können.

Aus Rettich lässt sich sogar Hustensaft herstellen: Dazu wird ein großer Rettich ausgehöhlt und mit Honig gefüllt. Nach drei bis fünf Stunden, in denen sich der Honig richtig einsaugen kann, wird der Rettich kopfüber in eine Schüssel gestellt und die Honig-Rettichmischung aufgefangen und in einen passenden Behälter gegeben. Von diesem Hustensaft sollte mehrmals täglich ein Löffel eingenommen werden. Er schmeckt zwar nicht besonders gut, aber der Husten wird sich bald deutlich verringern.

Natürlich bietet es sich auch an, den Rettich als Rohkostsalat zuzubereiten, was zwar nicht ganz so wirkungsvoll, aber viel schmackhafter ist. Besonders köstlich schmeckt der Rettich, wenn man ihn mit Kopf- oder Feldsalat, zusammen mit Tomaten oder Karotten zubereitet und ein Dressing aus Essig und Öl verwendet, weil dadurch die Vitamine der E-Gruppe optimal gelöst werden.

Halswickel mit Kartoffeln bei Heiserkeit

Ein Halswickel mit Kartoffeln unterstützt die Erholung der Stimmbänder, die bei Heiserkeit oft angegriffen sind. Dazu werden etwa vier Kartoffeln gekocht, dann zerdrückt und auf ein Tuch gestrichen. Der warme Wickel, mit den zerstrichenen Kartoffeln nach innen, wird so angelegt, dass er vom Hals bis zu den Schultern reicht. Um die Wärme eine Weile zu halten, wird auf das Tuch mit der Kartoffelmasse noch ein weiteres Tuch auf die Schultern gelegt. Erst wenn der Wickel komplett abgekühlt ist, wird er wieder abgenommen. Ist man sehr heiser, kann man diesen Vorgang dreimal am Tag wiederholen.

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