Kleine Vegetarier: Gesunde Ernährung für Kinder

Vegetarische Ernährung von Kindern ist immer mehr in Mode. Richtig angewandt spricht nichts dagegen. Eiweiß, Milchprodukte und Eier spielen die Hauptrolle.

Es gibt mittlerweile viele Kinder unterschiedlichen Alters, die sich vegetarisch ernähren. Sei es nun aus Tierliebe oder weil die Eltern oder die beste Freundin Vegetarier sind. Prinzipiell spricht nichts gegen diese Form der Ernährung, wenn man sich an gewisse Grundregeln hält.

Ohne Eiweiß geht es nicht

Eiweiß ist ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung. Knochen und Muskeln benötigen ausreichend Eiweiß, besonders wenn Kinder noch in einer Wachstumsphase sind. Auch für die Entwicklung des Gehirns und für das Immunsystem ist es essentiell. Daher gehören Milchprodukte und Eier weiterhin auf den Speisezettel und das täglich, da Eiweiß im Körper nicht gespeichert werden kann. Gute Alternativen zu Fleisch und Wurst gibt es mittlerweile in jedem Supermarkt zu kaufen. Neben den meistens bekannten Produkten aus Sojabohnen, wie etwa Tofu, zählen auch Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Kichererbsen zum Eiweiß. In Form von Aufstrichen oder als Zusatz zu Pastasaucen schmecken sie fast allen Kindern. Samen, Kerne und Nüsse sind ebenso reichhaltige Eiweißquellen wie das glutenfreie Quinoa.

Ist vegetarisch gesünder?

Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Es ist eher eine Frage der Kombination der Lebensmittel. Richtig kombiniert kann eine fleischlose Ernährung für den Körper gesünder sein als eine fleischhaltige Ernährung. Optimal ergänzen sich Lebensmittel, die zusammen einen hohen Aminosäurengehalt ergeben. Das sind beispielsweise Eier mit Kartoffeln, Linsen und Reis oder Bohnen und Mais. Das Wichtigste scheint jedoch zu sein, dass in jeder Mahlzeit zumindest eine kleine Portion Eiweiß enthalten sein sollte. Das gilt im Übrigen nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Erwachsene.

Noch gesünder ist es, Fisch auf dem Speiseplan zu haben, da er Omega 3-Fettsäuren enthält, die für das Herzkreislaufsystem wichtig sind. Gute Omega 3-Lieferanten sind Lachs, Sardellen, Sardinen, Hering und Thunfisch. Da die meisten kleinen Vegetarier jedoch auf Fisch verzichten, ist es wichtig, ihnen diese Fette in anderer Form anzubieten. Mandeln, Walnüsse und Leinsamen sind reich an Omega 3-Fettsäuren und manche Öle, beispielsweise Hanföl, Walnussöl, Rapsöl.

Vorsicht Eisenmangel

Großes Augenmerk muss bei vegetarischer Kinderernährung auf eine genügende Zufuhr von Eisen gelegt werden, damit kein Eisenmangel entsteht. Bei Kindern und Jugendlichen zeigt sich ein Eisenmangel oftmals durch Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit, rissige Nägel oder Lippen. Besonders viel Eisen ist in Hirse, Fenchel, Vollkornbrot, Haferflocken und dem bei Kindern wenig beliebten Spinat enthalten. Wenn das Kind zum Essen jetzt noch ein Glas Orangensaft trinkt, ist alles richtig gemacht. Vitamin C hilft dem Körper nämlich, das Eisen im Körper verfügbar zu machen.

Wer also aus eigener Motivation sein Kind vegetarisch ernähren möchte oder dem Wunsch des Kindes nach dieser Ernährungsform nachgeben will, kann dies getrost tun. Eine rein vegane Ernährung, ohne tierische Produkte wie Eier und Milchprodukte, ist für Kinder nicht geeignet. Ernsthafte Mangelerscheinungen und körperliche Schäden können die Folge sein.

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