Magnesium: Der Mineralstoff stärkt nicht nur das Immunsystem

Magnesium gehört zu den Mineralstoffen und muss dem Körper mit der täglichen Nahrung zugeführt werden, um seine gesundheitlichen Wirkungen zu entfalten.

Neben den energieliefernden Grundnährstoffen müssen auch die Mineralstoffe regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden. Es handelt sich hierbei um anorganische Stoffe, die wie Eisen zur Blutbildung und Kalzium zur Knochenfestigung benötigt werden. Im Körper sind sie als unlösliche Verbindungen Bestandteile des Skeletts und der Zähne, in gelöster Form beeinflussen sie als Elektrolyte verschiedene Eigenschaften der Körperflüssigkeiten.

Mineralstoffe sind aber auch wesentliche Bestandteile von biologisch wirksamen Verbindungen beziehungsweise von Enzymen. In diesem Zusammenhang spielen einige dieser Stoffe eine besondere Rolle für das menschliche Immunsystem, insbesondere auf zellulärer Ebene.

Mineralstoff Magnesium

Magnesium ist ein essentieller Bestandteil unserer Nahrung und kann mit verschiedenen Lebensmitteln wie zum Beispiel

  • Sojamehl,
  • Naturreis,
  • Gerste,
  • Sonnenblumenkernen und
  • Weizenvollkornbrot
  • Bananen
  • Seezunge
  • Fenchel und
  • Spinat

aufgenommen werden. Im Körper ist es unter anderem verantwortlich für den Aufbau von Knochen und Zähnen. Eine Ernährungsweise, die reich an stark verarbeiteten Nahrungsmitteln und raffiniertem Getreide sowie arm an Gemüse ist, kann zu Magnesium-Mangelzuständen führen.

Magnesium-Mangel hat weitreichende gesundheitliche Folgen

Ein Magnesium-Mangel (der zum Beispiel durch Sport und körperliche Belastung entsteht) wirkt sich praktisch auf alle Stoffwechselvorgänge, also auf alle Funktionen der Zellen und Organe aus. Hinsichtlich der Immunkompetenz besteht ein Zusammenhang zwischen einem Magnesium-Mangel und Immunsuppression. Dies kann eine Metastasierung erleichtern. Weiterhin kann eine Mangelsituation eine stimulierte Inflammation (Entzündung), verbunden mit Veränderungen der Immunantwort hervorrufen. Darüber hinaus existieren Hinweise, dass die Bindung von zirkulierenden Immunkomplexen an Zielzellen magnesiumabhängig verläuft. Besteht ein Mangel an Magnesium, wird die Produktion des IL-1 unterdrückt. Antikanzerogene und damit auch immunstärkende Eigenschaften konnten schon mehrfach nachgewiesen werden.

Studien bestätigen zunehmend, dass ein Magesium-Mangel an der Entstehung depressiver Störungen beteiligt ist. Eine ausreichende Magnesiumzufuhr kann Depressionen vorbeugen, eine zusätzliche Magnesiumgabe hat antidepressive Wirkungen.

Magnesium als Entzündungshemmer

Magnesiumionen bilden die wirksame Komponente der seit dem Altertum bekannten entzündungshemmenden Wirkung des Wassers und des Salzes des Toten Meeres. An polymorphkernigen Leukozyten des Menschen wurde nachgewiesen, dass hohe Konzentrationen von Magnesiumionen sowohl die 5-Lipoxygenase als auch die Phospholipase A2 hemmen. Diese Hemmung beruht auf einem Antagonismus zum Calcium. Auf diese Weise wird die Bildung entzündungsfördernder Mediatoren (Eicosanoide, insbesondere Leukotrien B4) unterdrückt.

Für deutlichere Aussagen über die Wirkung von Magnesium zur Stärkung des Immunsystems fehlen noch weitere klinische Studien am Menschen.

Magnesium bei Diabetes

Zur Vorbeugung und auch zur Behandlung von Diabetes scheint der Mineralstoff ebenso geeignet zu sein. Magnesium verbessert nachweislich die Wirkung des Insulins und greift so in die Regulation des Blutzuckerspiegels ein.

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