Mandeln sind gut für’s Herz – Wie die Nüsse die Gesundheit stärken

Mandeln sind gut fürs Herz.

Dies belegt eine immer größer werdende Anzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen.

Eine große Rolle für die Herzgesundheit spielt der Cholesterin senkende Effekt von Mandeln. Unterschiedliche Studien, in denen der Einfluss von Mandelverzehr auf verschiedene Parameter untersucht wurde, zeigten eine Senkung des „schlechten“ LDL-Cholesterins und eine gleichzeitige Erhöhung des „guten“ HDL-Cholesterins im Blut der Studienteilnehmer. Das Verhältnis von LDL- zu HDL-Cholesterin ist wichtig für die Beurteilung des Risikos, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln.

Bei der positiven Wirkung von Mandeln auf die Herzgesundheit ist ihre Cholesterin senkende Wirkung aber nur ein Aspekt unter mehreren. Weitere neue Studien liefern Hinweise dafür, dass Mandeln auch auf andere Parameter einen positiven Einfluss haben, die die Herzgesundheit betreffen: So könnten Mandeln wahrscheinlich die Blutzuckerkontrolle verbessern, oxidative Schäden verringern sowie den Triglyceridspiegel im Blut senken.

Wirkung von Mandeln auf den Blutzuckerspiegel

Hohe Blutzucker- und Insulinspiegel können die Blutgefäßwände schädigen und sind damit ebenfalls ein Risikofaktor für die Entstehung von Herzerkrankungen. Ältere Forschungsergebnisse, die zeigten, dass Mandeln den Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit senken können, wurden aktuell durch eine langfristig angelegte Studie der Universität von Toronto untermauert (David J.A. Jenkins MD, PhD, Cyril W.C. Kendall et al.: Almonds Decease Postprandial Glycemia, Insulinemia and Oxidative Damage in Healthy Individuals. American Society for Nutrition J. Nutr. 136:2987-2992, December 2006).

Die Forscher beobachteten, dass die Versuchspersonen, die täglich bestimmte Mengen Mandeln aßen, einen niedrigeren Blutzuckerspiegel hatten und daher weniger Insulin produzieren mussten als diejenigen Versuchspersonen, die keine Mandeln zu sich nahmen.

Antioxidanzien in Mandeln

Bekanntermaßen erhöht auch oxidiertes LDL-Cholesterin das Risiko für Herzerkrankungen. Oxidiertes LDL-Cholesterin entsteht als Folge von oxidativem Stress, d.h. wenn ein Ungleichgewicht zwischen reaktiven Sauerstoffverbindungen („freie Radikale“) und dem körpereigenen antioxidativen Schutzsystem besteht. Da Mandeln, genau wie bestimmte Obst- und Gemüsearten, reichlich Antioxidanzien enthalten, könnten sie dazu beitragen, freie Radikale unschädlich zu machen. So wurden beispielsweise bei der Blutanalyse der Teilnehmer an oben genannter Studie zum Blutzucker- und Insulinspiegel bei den Probanden mit täglichem Mandelverzehr weniger Marker für oxidativen Stress gefunden.

Wirkung von Mandeln auf Triglyceride im Blut

Ein weiterer Risikofaktor für Herzerkrankungen ist ein hoher Anstieg der Blutfettwerte bzw. der Triglyceride im Blut nach einer Mahlzeit. Mandeln sind zwar, wie alle Nüsse, sehr fettreich. Das in ihnen enthaltene Fett wird aber nur langsam freigesetzt und an das Blut abgegeben, sodass der Triglyceridspiegel nur in einem geringen Maße ansteigt.

Mandeln helfen auch, das Gewicht zu halten

Auch mit steigendem (Über-)Gewicht erhöht sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine Gewichtsstabilisierung bzw. -abnahme ist daher unabdingbar, damit das Herz gesund bleibt. Auch hier können Mandeln helfen. Eigentlich würde man annehmen, dass ein regelmäßiger Mandelverzehr wegen des hohen Fett- und Kaloriengehaltes ungünstige Auswirkungen auf das Körpergewicht habe.

Eine Studie von Dr. Richard Mattes der amerikanischen Purdue Universität zeigte aber, dass seine Versuchspersonen nicht an Gewicht zunahmen, obwohl sie 10 Wochen lang täglich gut 50 Gramm Mandeln mit einem Kaloriengehalt von ca. 350 kcal aßen. Der Forscher erklärt dies damit, dass die Probanden offensichtlich durch die Mandel-Zwischenmahlzeit gut gesättigt waren und die durch die Mandeln aufgenommene Energie dadurch ausglichen, dass sie im Laufe des Tages von den übrigen Lebensmitteln weniger aßen. Außerdem wurde festgestellt, dass die Studienteilnehmer weniger Kohlenhydrate aufnahmen. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass kohlenhydratreiche Lebensmittel durch Mandeln ersetzt wurden. Darüber hinaus kam man zu dem Schluss, dass der hohe Ballaststoffgehalt der Mandeln offenbar die Aufnahme eines Teils des in ihnen enthaltenen Fettes verhindert und so durch Mandeln weniger Kalorien aufgenommen werden als bisher vermutet wurde.

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