Mit der richtigen Ernährung dem Krebs den Kampf ansagen 

Mit gesunder Ernährung und wenig Zucker kann man den Kampf gegen den Krebs unterstützen. Mit den entsprechenden Lebensmitteln schmeckt es richtig lecker.

Ines Hallwachs hat es am eigenen Leib getestet. Die 58-Jährige war an Brustkrebs erkrankt. Glücklicherweise wurde der bei ihr in einem relativ frühen Stadium entdeckt. Dennoch war sie über ein Jahr in medizinischer Behandlung – und musste mehrere Bestrahlungen über sich ergehen lassen. Abschließend war sie zur Kur – und gegessen hat sie auch das Richtige. Jetzt scheint sie es geschafft zu haben.

Ines Hallwachs hat sich während ihrer Leidenszeit intensiv mit der Krankheit befasst, Bücher verschlungen, Ratgebermagazine gelesen, entsprechende Fernsehsendungen geschaut. Besonders geholfen hat ihr das Buch „Die neue Anti-Krebs-Ernährung“ von Johannes F. Coy und Maren Franz.

Sie ist sich sicher: „Durch die richtige, aktive Lebenweise kann man es schaffen, den Krebs zu besiegen. Dazu zählt beispielsweise auch regelmäßige Bewegung.“

Grüne Lebensmittel bedenkenlos genießen

Die 56-jährige ehemalige Postangestellte, die jetzt aufgrund ihrer Krankheit in den Vorruhestand eingetreten ist, möchte ihr erworbenes Wissen gerne an andere Betroffene weitergeben. „Ganz wichtig ist der Genuss von Vollkorn- oder Roggensauerteigbrot“, empfiehlt sie. „Grundsätzlich gilt: Immer essen kann man grüne Lebensmittel. Dazu zählen Gemüse – Avocados, Algen, Artischocken, Auberginen, Brokkoli, Bambussprossen, Blumenkohl, grüne Bohnen, Kohl, Fenchel, Kohlrabi oder Lauch – ebenso wie Salate – Chicorée, Eichblatt-, Eisberg-, Endivien-, Feld- oder Kopfsalat.“

Pilze aller Art seien genauso gut wie helles Fleisch und Wild, Fisch und Muscheln, gesunde Fette und Öle. „Milchprodukte sind auch sehr wichtig“, so Ines Hallwachs. „An Käse (aber kein Scheibletten- und Schmelzkäse!), fettarmem Naturjoghurt, Buttermilch, Creme fraîche, Quark, Saurer Sahne und Schlagsahne sowie Schmand kann man sich endlos bedienen.“ Diese seien als eiweißhaltige Produkte besonders wertvoll. Wichtig: Nicht alle Milchprodukte fallen hierunter, wie wir gleich noch sehen werden.

Der ganz besondere Tipp von Ines Hallwachs lautet: „Nehmen Sie täglich die so genannten ,Detox-Stars‘ zu sich. Mit den richtigen Lebensmitteln kann man den Körper wirkungsvoll entgiften“.

Gelbe Lebensmittel sind gesund, aber zuckerreich

Die so genannten „gelben Lebensmittel“ darf man, wenn man an Krebs erkrankt ist, ebenfalls zu sich nehmen – allerdings nicht in rauen Mengen, da sie ein hoher Zuckergehalt auszeichnet. „Zucker unterstützt die Bildung beziehungsweise Ausbreitung der Krebszellen im Körper“, meint Ines Hallwachs. Sie rät daher: Obst, Gurken, Karotten, Kartoffeln, Kürbis, Linsen, Rote Beete, Nüsse, Dickmilch, fetthaltigen Joghurt, Kefir, Milch und Fruchsaftschorlen sollte man zu sich nehmen, aber sich nicht ausschließlich davon ernähren.

Unter Joghurt versteht sie keinen Fruchtjoghurt: „Sobald Molke, Quark oder Joghurt mit Frucht angereichert ist, bedeutet das auch den Zusatz von Zucker und künstlichen Aromen. Doch genau das sollte man als Krebspatient unbedingt meiden“, sagt die Frau, die den Krebs überwunden hat.

Und beim Obst muss man zwischen saurem und zuckerhaltigem Obst differenzieren. Melone, Banane, Trauben enthalten Zucker, gut sind Zitrusfrüchte, vor allem Grapefruit und Zitronen.

Rote Lebensmittel meiden

Was man jedoch eindeutig meiden sollte, wenn man Krebs hat, sind die so genannten „roten Lebensmittel“. Darunter fallen Mais, Mehl, Baguette, Brezeln, Brötchen, Toastbrot. Also alle Brote außer Sauerteigbrot. Dasselbe gilt auch für getrocknetes Obst, wie Apfelringe oder Aprikosen, für Bananen und Trauben.

Ines Hallwachs weiter: „Verzichten Sie auf folgende Lebensmittel: Basmati-, Wild- und Naturreis, Eierteigwaren, Nudeln – auch Vollkornnudeln – auf Hartweizengrieß, Spätzle, Spaghetti – und auf alles, das aus Kartoffeln hergestellt wird, wie beispielsweise Kartoffelbrei.“ Kartoffeln fallen dann unter die „gelben Lebensmittel“, wenn sie fest kochend und gebraten sind, erklärt die 58-Jährige.

Alles, was Zucker und Stärke enthält, soll man meiden

Fast von selbst versteht sich, dass bei der Anti-Krebs-Ernährung keine Fertiggerichte, kein Ketchup, keine Nuss-Nougat-Cremes, keine Soßen und kein Senf in den Speiseplan gehören. Schokolade darf man nur ab einem Kakaogehalt von über 70 % genießen. „Alles, was Zucker und Stärke enthält, soll man meiden“, so Ines Hallwachs. Ein weiterer besonderer Tipp von Ines Hallwachs lautet: „Ersetzt den gewohnten Apfel- und Orangensaft durch Tomaten- und Sanddornsaft. Euer Körper wird es Euch danken.“

Des Weiteren empfiehlt sie: „Vitamin D – damit Sonnenstrahlen – ist enorm wichtig für den krebskranken Körper! Gebt ihm dieses kostbare Vitamin von außen und innen, indem Ihr Euch gemäßigt dem Sonnenlicht aussetzt und dazu fetten Fisch, Butter und Eigelb zu Euch nehmt.“ Auch Zink sei für den Krebspatienten äußerst wichtig: Innereien, Rindfleisch, Mandeln, grünes Blattgemüse und Kohl.

Und nicht zu vergessen ist Wasser. Viel, viel Wasser sollte der Krebspatient trinken – „am besten morgens zwei bis drei Liter abkochen, mit Ingwer und Zitronensaft würzen und dann, in Thermoskannen abgefüllt, den Tag über trinken“, empfiehlt Ines Hallwachs.

Panna Cotta mit Beeren

Und auf Süßes muss man tatsächlich ganz verzichten? „Im Prinzip ja. Zucker und Krebszellen – das verträgt sich nicht. Ich weiß aber ein ganz leckeres Rezept für ein Dessert: Panna Cotta mit Beeren.“ Und hier für alle, die Lust bekommen haben – das Panna Cotta-Rezept – auch für gesunde Menschen geeignet:

  • 500 Gramm Sahne
  • 50 Gramm Zucker – Krebspatienten nehmen statt Haushaltszucker Ahornsirup, Akazienhonig oder Agavendicksaft
  • Eine Vanilleschote
  • Zwei Blatt Gelatine, weiß
  • 200 Gramm Dessert-Soße, Vanillesauce (Krebspatienten verzichten besser auf die Soße – schmeckt auch so sehr gut)
  • Tiefkühlbeeren oder Beeren der Saison

Zubereitung: Die Sahne mit dem Zucker (oder Ahornsirup, Akazienhonig, Agavendicksaft) in einen Topf geben und langsam erhitzen. Die Vanille-Schote aufschlitzen, das Mark herauskratzen und mit der Schote zur Sahne geben. Etwa zehn Minuten sanft köcheln lassen. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Den Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Die Vanille-Schote herausnehmen, die Gelatine in die Sahne geben und unter Rühren auflösen.

Das Ganze in kleine, kalt ausgespülte Förmchen verteilen. Im Kühlschrank etwa fünf Stunden gut kühlen und fest werden lassen. Vor dem Anrichten die Vanille-Sauce auf den Teller geben (gilt nicht für Krebspatienten, s.o.). Die Sahnecreme auf den Teller stürzen und das Ganze mit den Beeren ausgarnieren.

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