Sanfte Rehabilitation im Wasser mittels Aquajogging und Aquayoga

Viele Sportler schwören auf Bewegung im Wasser: Das nasse Element ist perfekt, um nach Verletzungen zu regenerieren und um gelenkschonend zu trainieren.Schwangere, ältere Menschen und verletzte Sportler haben die wunderbare Wirkung von Bewegungen im Wasser schon längst für sich entdeckt. Aber noch immer ist Aquafitness ein Geheimtipp und nicht selten werden Anhänger dieser Sportarten ein wenig belächelt. Dabei können Aquajogging, Aquayoga und Aquagymnastik für jeden Menschen – unabhängig von Alter, Leistungslevel und gesundheitlichem Zustand – einen gesunden Nutzen bringen.

Aquajogging – Mehr als nur Laufen

Untersuchungen haben gezeigt, dass bei richtiger Technik beim Aquajoggen mehr Kalorien verbraucht werden als beim normalen Laufen. Und nicht nur das: Gelenke, Sehnen und Bänder werden viel weniger belastet als an Land. Denn im Wasser muss der Körper nur gegen den Widerstand des Wassers arbeiten, während beim Laufen im Park die Schwerkraft bezwungen werden muss. Letztere tut Beinen und Füßen nicht immer gut. Aquajogging ist somit eine gesunde Alternative für Sportler, die bereits ein wenig angeschlagen sind. Doch nicht nur verletzungsbedingt lohnt sich ein Ausflug ins Wasser. Das Joggen im Pool ist eine hervorragende Ergänzung für den Läufer, denn es wirkt sich positiv auf Lauftechnik und Kondition aus und trainiert zudem Arme, Schultern und Halsmuskulatur.

Zum Erlernen der richtigen Lauftechnik empfiehlt sich für die ersten Stunden ein geschulter Aquajogging-Instruktor. Gelaufen wird in einer Art Paddelbewegung, mit kurzen Schritten und einer leicht nach vorne geneigten Körperhaltung. Zwei bis dreimal wöchentlich für jeweils zwanzig Minuten sollte man zum effektiven Training einplanen, dann werden sich Kraft und Ausdauer sehr schnell verbessern.

Aquayoga – Yoga und Wassergymnastik vereint

Aquayoga vereint die Vorzüge von Yoga und klassischer Wassergymnastik. Wer also beides gerne mag, wird sich mit Aquayoga sehr wohl fühlen. Im Wasser werden hierbei Übungen aus dem Yoga und aus der Wassergymnastik miteinander kombiniert oder auch „neu erfunden“. Durch den Widerstand des Wassers werden die Bewegungen verlangsamt und können so sehr sicher ausgeführt werden. Aquayoga eignet sich somit für jeden Menschen, der nach einer sanften, aber effektiven Trainingsmethode sucht. Besonders Schwangere, Übergewichtige und Menschen mit körperlichen Handicaps können vom Aquayoga profitieren.

Auch hierfür ist es ratsam, die ersten Stunden mit einem ausgebildeten Lehrer zu absolvieren, um ein besseres Verständnis für die Übungen im Wasser zu bekommen.

Warum ein Training im Wasser gesund ist

Der Aufenthalt im Wasser vermittelt ein leichteres Körpergefühl als an Land. Muskulatur und Bewegungsapparat werden entlastet, da der Körper nicht gegen die Schwerkraft arbeiten muss. Das Wasser an sich gibt ein sicheres Gefühl, eine bessere Balance ist möglich, komplexe Übungen können leichter ausgeführt werden. Zudem wirkt sich der Wasserdruck positiv auf den Körper aus: die oberflächlichen Blutgefäße werden zusammengedrückt, das Herzschlagvolumen vergrößert, Krampfadern vermindert und der Abtransport von Schlackstoffen gefördert. Und auch die Temperatur des Wassers steuert einiges zum gesunden Ergebnis bei: Abwehr und Kalorienverbrauch werden erhöht.

Wem Joggen, Yoga oder Gymnastik im Wasser nicht genug sind, der kann sich auch an diesen Sportarten ausprobieren: Aqua-Cycling, Aqua-Boxen oder Aqua-Pilates. Wer mehr Entspannung als Bewegung sucht, ist beim Aqua-Relaxing oder Aqua-Balancing gut aufgehoben. Und auch Aqua-Dancing und Aqua-Rhythmik können eine Alternative zu herkömmlichen Sportarten sein.

Buchempfehlungen:

  • Dargatz/Röwekamp: Aquafitness (Copress Verlag)
  • Hüster: Aquayoga (Copress Verlag)
  • Adami: Fit im Wasser (Dorling Kindersley)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.