Schnelle Küche: Vorkochen & Reste verwerten

Der Phantasie sollten in der schnellen, gesunden Küche keine Grenzen gesetzt sein. Wie Sie Teile des Essens vorbereiten und Essensreste verwerten können. Einfache Rezepte

Vorkochen ist eine gute Möglichkeit, sich Stress kurz vor der eigentlichen Mahlzeit zu ersparen. Die idealen Vorkochgerichte sind seit eh und je Eintöpfe. Am Abend oder am Wochenende vorgekocht, werden sie im Kühlschrank aufbewahrt, nach dem Aufkochen noch einmal gewürzt und mit frischen Kräutern aufgepeppt.

Teile des Essens vorbereiten

Viel häufiger wird heute allerdings die zweite Variante des Vorkochens genutzt: nämlich nur Teile des Essens vorzubereiten. Während des täglichen Morgenrituals können durchaus schon mal die Kartoffeln köcheln, aus denen mittags oder abends dann im Nu ein guter Kartoffelsalat oder eine Tortilla zubereitet wird. Auch Gulasch kann morgens schon munter vor sich hinbrutzeln, während die Familie mit Zähneputzen und Kaffeetrinken beschäftigt ist.

Ein besonders dankbarer Kandidat fürs Vorkochen ist Milchreis. Er wird nur kurz aufgekocht und gart dann im geschlossenen Topf ohne zugeführter Hitze weiter. Vor dem Essen wird er noch einmal aufgekocht und abgeschmeckt – und mit frischem Obst angereichert.

Essensreste in der schnellen Küche

Das Essen mag noch so köstlich gewesen sein: Reste gibt es fast immer. „Schlagen wir doch ein Ei darüber“, lautet ein Standardsatz, wenn Essensreste noch mal aufgewertet werden sollen. Tatsächlich sind Eier ein zentraler Bestandteil der Resteküche. Aber auch ohne sie lässt sich aus manchem Übriggebliebenem ruck zuck etwas Neues zaubern.

Rezepte: Reis, Kartoffeln und Nudeln aufwerten

Gekochter Reis etwa sorgt auch für mehr Gehalt in der Suppe. Er lässt sich in der Instant-Gemüsebrühe gut aufwärmen, eventuell können Sie auch ein rohes Ei schnell einrühren. Ebenso wie gekochte Kartoffeln oder Nudeln eignet sich Reis aber auch hervorragend für einen Salat: zum Beispiel mit Tiefkühl-Erbsen, klein geschnittenen Tomaten und Schinken, etwas Sahne oder Sauerrahm, Essig, Salz und Pfeffer.

Sogar aus dem restlichen Kartoffelpüree kann übrigens noch etwas werden – leckere Kartoffelplätzchen zum Beispiel: Verrühren Sie das Püree mit einem Ei und einigen Esslöffeln Mehl zu einem festen Teig. Backen Sie in heißer Butter handtellergroße Plätzchen aus.

Rezepte: Schnelle Suppe, leckerer Auflauf

Pures Gemüse passt ebenfalls oft in die Suppe, eventuell mit Fritatten von übrig gebliebenen Pfannkuchen. Ebenso taugt Gemüse immer für einen Auflauf: Schichten Sie es abwechselnd mit gekochten Kartoffeln und Schinken in eine Auflaufform. Gießen Sie eine Soße aus 250 Milliliter Milch, ein bis zwei Eiern, geraspeltem Käse, Salz, Pfeffer und Muskat darüber. Den Auflauf 15 bis 20 Minuten bei 220 Grad überbacken.

Phantasie in der schnellen, gesunden Küche

Zuletzt noch ein Grund, der dafür spricht, die Phantasie auch in der schnellen Küche walten zu lassen: „Kinder im Vorschulalter“, erzählt Ernährungswissenschaftlerin und Gesundheitspsychologin Hanni Rützler, „können heute zwar diverse Markenartikel aufzählen. Bei Blindverkostungen tun sie sich jedoch sehr schwer, Gemüse- und Obstsorten zu benennen oder zu unterscheiden.“ Diese erkläre sich daraus, dass die Zeit, sich mit einzelnen Düften, Farben, Gerüchen und Konsistenzen auseinanderzusetzen, bei zunehmender Zeitknappheit beim Einkaufen, Kochen und Essen meist kurz bemessen ist.

Gut essen ist Gewohnheitssache

Fazit: Gut kochen und essen ist Gewohnheitssache. Hier lohnt es sich zu üben. Denn das bringt Gesundheit und Lebensfreude.

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