Alkohol – Wie er wirkt und wie man ihn misst

Alkohol kann in kleinen Mengen ein Genuss sein, doch leider unterschätzen viele Menschen die Suchtgefahr. Komasaufen endet in manchen Fällen sogar tödlich.

Fast jeder hat ihn schon mal probiert: Alkohol. Sei es in reiner Form als Whisky, Wodka oder gemixt in Cola, aber auch in versteckter Form wie z.B. in einem Kuchen, in Lebensmitteln oder aber auch in bzw. als Medizin. Ob beabsichtigt oder nicht, er kann gefährlich werden und es ist und bleibt eine Droge. Welche Wirkung hat er auf den Körper? Und was sind Promille?

Wirkung des Alkohols – Das passiert im Körper

Alkohol geht direkt ins Blut, das weiß jeder. Doch was genau geschieht?

Wenn man Alkohol zu sich genommen hat, so fließt er in den Magen und dort über die Schleimhäute in den Dünndarm. Dort gelangt er in den Blutkreislauf und wird im gesamten Körper verteilt. In 60 bis 90 Minuten ist es dann erreicht, man spürt die erste Wirkung des Alkohols.

Jeder, der schon mal getrunken hat, weiß, das eine Veränderung stattfindet, die sich mit jedem weiteren Glas vergrößert. Alkohol stört das zentrale Nervensystem und jeder reagiert darauf anders. Einer wird ruhig, ein anderer munter und wieder ein anderer sogar aggressiv. Eines passiert aber bei allen gleich, der Alkohol stört die psychische und die körperliche Funktion. Bei dem einen geht es schneller, bei dem anderen dauert es eine Weile. Wer häufiger trinkt, kann mehr ab und wer fettiger gegessen hat, bei dem wirkt der Alkohol nicht ganz so schnell, wie bei jemandem, der vorher nur einen kleinen Salat gegessen hat.

Kontrollverlust – Wie kommt es zur Sucht?

Der Körper gewöhnt sich bei einer bestimmten Menge, bei der Art des Getränkes und des Konsums allgemein irgendwann an den Alkohol. Sei es, das der Trinkende dadurch ruhiger wird oder anderweitig eine Erfüllung empfindet. Auf Platz 1 des Alkoholgenusses stehen immer noch der Spaß und der Gruppenzwang. Dicht gefolgt von Gemütszuständen wie Trauer, Depressionen oder Verzweiflung. Je mehr sich der Körper daran gewöhnt, desto mehr gibt man ihm das, was er braucht. Es ist ein schleichender Prozess. Und spätestens, wenn sich die Stimmung vom Alkoholgenuss abhängig macht oder man ohne nicht mehr kann oder will, ist man süchtig. Viele gestehen es sich dann nicht ein, benutzen Ausreden, wie z.B., dass sie auch ohne könnten, aber ja nicht müssen. Hauptausrede aber ist: es ist ja nur ein Feierabendbier.

Das Gehirn spielt eine große Rolle bei der Sucht. Die körperlichen und psychischen Reize kommen und gehen vom Gehirn aus. Nicht umsonst spricht man von „Willenssache“. Wer geistig noch in der Lage ist, selbst über sich zu bestimmen, der kann es kontrollieren, aber gerade hier ist es ein schmaler Grad.

Von süchtig spricht man, wenn es innere wie äußere Anzeichen gibt. Das kann z.B. eine zittrige Hand oder ein veränderter Gemütszustand sein. Wenn man ein Verlangen verspürt, zu trinken, ist dies auch ein eindeutiges Anzeichen einer bereits entstandenen Alkoholsucht. Ein trockener Alkoholiker darf nicht einmal Speisen zu sich nehmen, in denen Alkohol „versteckt“ ist, da die Gefahr eines Rückfalls zu groß ist.

Komasaufen – Wenn Alkohol trinken zum Partyspaß wird

Total in und völlig unterschätzt ist eine neue Partyerscheinung namens Komasaufen. Die größtenteils Jugendlichen trinken schnell und alles. Viele landen dabei im Krankenhaus und wenn sie Glück haben, kommen sie dort lebend wieder raus. Nicht immer steht der pure Spaß dahinter, sondern Gruppenzwang bis hin zu Mobbing. Man wäre ja feige, wenn man den Spaß nicht mitmachen würde oder gar ein Spielverderber. Spielt man nicht mit, landet man schnell im Aus und das fürchten viele Jugendliche, gerade die, die sonst auch eher die Außenseiter sind.

Dabei kann gerade Nein sagen wirklichen Mut beweisen, nämlich dann, wenn man in einer Gruppe steht und es einfach sagt. Manchmal ziehen andere mit, die sich nicht getraut haben und Angst vor der Außenseiterrolle hatten. Leider machen Billigpartys es den Jugendlichen zudem noch leichter, sich zu betrinken. Da gibt es Festpreise und man kann trinken, was und so viel man will oder aber auch alkoholische Getränke zu Centpreisen. Alkoholmissbrauch ist vorprogrammiert.

Was sind Promille und wie werden sie gemessen?

Autofahrer kennen es besonders gut, Promillegrenzen und Promillewerte (Promille = Tausendstel). Der Alkoholgehalt im Körper ist messbar. Durch Blutabnahme oder wie auf die Schnelle üblich über ein Messgerät, in das man blasen muss.

Für Autofahrer gilt, ab einem Wert von 0,5 Promille bleibt das Auto stehen. Dies gilt übrigens auch für Fahrradfahrer.

Der Alkoholwert wird auf den Flaschen oder Dosen angegeben, so hat z.B. Bier 4,8 Prozent, Rotwein oder Sekt zwischen 7 und 11 Prozent und dann folgen die stark alkoholischen Getränke mit durchschnittlich 33 Prozent.

Der Alkoholgehalt kann folgendermaßen berechnet werden (in Gramm): Volumen in cm / 3x Alkoholgehalt in %-Vol. x 0,8 g / cm.

Ab ca. 0,2 Promille verändern sich die Motorik und die Sehfähigkeit sowie der Geruchssinn und das Gehör. Ab etwa 0,5 Promille wird man langsamer in der Bewegung sowie den Reaktionen. Die Psyche verändert sich bereits merklich. Bei schon 1,0 Promille spricht man von einer leichten Alkoholvergiftung. Und bei 2,0 Promille wird das Gedächtnis stark beeinflusst. Bei über 3,0 Promille ist die Grenze erreicht und man hat eine schwere Alkoholvergiftung, die jetzt bereits bei einigen Menschen zum Tode führen kann. Bei 5 bis 8 Promille ist endgültig Schluss.

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