Brokkoli, Anbau, ernährungsphysiologischer Wert und Rezept

Brokkoli mit seinem hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen ist wichtig in der gesunden und leichten Küche. Das enthaltene Senföl wirkt krebshemmend.

Brokkoli mit dem lateinischen Namen Brassica oleracea var. italica ist ein beliebtes Gemüse aus der Familie der Kreuzblütengewächse. Die ursprünglich aus Kleinasien stammende Pflanze ist in Deutschland nicht winterfest und sollte deshalb saisonbedingt vom zeitigen Frühjahr an oder im Gewächshaus angebaut werden. In der Küche verwendet werden die noch geschlossenen Blütenstände mit einem Stiel von etwa 15cm Länge. Die Pflanzen bringen mehrfache Ernten hervor, nach einem Hauptspross erscheinen viele Nebensprosse in den Blattachseln. Es gibt Sorten mit grünen, blaugrünen, weißen, gelben und auch lila Blumen.

Anbau von Brokkoli

Brokkoli steht wie alle Kohlpflanzen am Liebsten in gut gedüngtem Boden, das im Vorjahr mit reichlich Stallmist angereicherte Kartoffelbeet ist dafür sehr geeignet. Die Aussaat erfolgt im Spätwinter im Haus für das Freiland und bis zum Sommer für den Anbau im Gewächshaus. Gepflanzt wird ab Anfang April auf Beete mit Reihenabstand von 40cm mit einem Abstand zwischen den Pflanzen von 45cm. Im Gewächshaus kann im Herbst zur Überwinterung gepflanzt werden, nach dem Abernten der Gurken und Tomaten. Wichtig ist wie bei allen Kohlpflanzen ein Fruchtwechsel, der einen wiederholten Anbau von Kohl erst nach vier Jahren auf dem gleichen Standort plant. Diese Vorsichtsmaßnahme verhindert das Ausbreiten von Kohlhernie, die den Boden für Kohlanbau jahrelang unbrauchbar machen könnte.

Ernährungsphysiologischer Wert

Brokkoli enthält Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Eiweiß und Fett. Neben den Vitaminen A, C und E sind die Mineralstoffe und Spurenelemente Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor und Eisen wichtig für die gesunde Ernährung. Brokkoli enthält außerdem einen in der Krebsforschung bedeutsamen Stoff, das Antioxidan Sulforaphan, auch als Senföl bekannt, dem eine krebshemmende Wirkung nachgewiesen wurde. Forschungen im Institute of Food Research in Norwich in Großbritannien lassen prostataerkrankte Patienten auf neue Behandlungsmethoden hoffen.

Der geringe Brennwert von 22kcal oder 92 kJ pro 100g gegartem Brokkoli macht das Gemüse interessant für die leichte Küche.

Rezepte

Brokkoli sollte nicht zu lange gegart werden um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten, ein kurzes Dünsten oder Anbraten hat in dieser Beziehung deutlich Vorteile vor konventionellen Kochmethoden.

Brokkolisuppe

  • 500g Brokkoli
  • 50g Butter
  • 1200ml Gemüsebrühe
  • 3 Esslöffel Creme fraiche
  • 2 Brötchen vom Vortag
  • Salz, Pfeffer
  • Petersilie, Schnittlauch
  • eine Knoblauchzehe

Der gewaschene und geputzte Brokkoli wird in Röschen zerteilt und in 30g Butter leicht angeröstet. Aufgefüllt mit der Gemüsebrühe kocht man das Gemüse etwa 15 Minuten auf kleiner Flamme und nimmt dann einige Röschen mit einem Schaumlöffel heraus. Während der Kochzeit schneidet man die Brötchen in etwa 1cm dicke Würfel und röstet sie in 20g Butter an und salzt leicht. Wenn die Pfanne vorher mit Knoblauch ausgerieben wird , gibt das einen herzhaften Geschmack. Den restlichen Brokkoli püriert man und rührt zur Verfeinerung Creme fraiche ein. Frische gehackte Kräuter, wie Petersilie oder Schnittlauch werten die Suppe auf. Mit den zur Seite gestellten Brokkoliröschen garniert, abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer und mit gerösteten Semmelwürfeln bestreut ist das Gericht fertig.

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