COPD – Chronisch Obstruktive Bronchitis

Wie man sie von Asthma unterscheidet und wie man sie behandelt?

Volkskrankheit COPD: Fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Die Erkrankung verschlimmert sich mit dem Alter. Der Verlauf kann aber gemildert werden.

Atemnot, Husten und Auswurf: für viele Menschen jenseits der vierzig beginnt so eine chronische Erkrankung, die von Ärzten COPD genannt wird: „chronic obstructive pulmonary disease“ oder „chronisch obstruktive Bronchitis“. Die meisten Betroffenen sind Raucher und sehen in den Symptomen Begleiterscheinungen ihrer Sucht, nicht aber eine langsam fortschreitende Erkrankung. Tatsächlich ist die COPD jedoch längst zur Volkskrankheit geworden. Fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung sind betroffen, wobei die Erkrankung im höheren Lebensalter zunimmt. Rund ein Drittel aller an COPD Erkrankten sind über 70 Jahre alt.

Die Symptome von COPD – im Verlgeich zum Asthma

Ein morgendlicher Husten, bei dem viel klarer bis gelblicher Auswurf abgehustet wird, wird von COPD-Patienten meist lange nicht beachtet. Auch die beginnende Atemnot wird mit „mangelnder Kondition“ bewertet. Oft verschlimmert dann ein Atemwegsinfekt die Symptome und bringt damit die Krankheit zutage. Zum morgendlichen Husten kommen nun pfeifende Geräusche beim Ausatmen und eine anhaltende Atemnot, wobei die Bronchien dauerhaft verengt sind und vor allem die Ausatmung behindern.

Dieser schleichende Beginn der Krankheit steht im Gegensatz zum Asthma, das eher plötzlich auftritt. Unter Asthma leiden auch Kinder und junge Erwachsene, während COPD erst im höheren Alter vorkommt. Zudem leiden Asthmatiker nur im Anfall unter Atemnot, COPD-Patienten spüren sie ständig.

COPD und ihre Ursachen

COPD wird in erster Linie durch aktives und passives Zigarettenrauchen verursacht. Auch hier steht die Erkrankung im Gegensatz zum Asthma, das oft allergische Ursachen hat. Umweltbelastungen oder die Inhalation von Staub wie beispielsweise im Kohlebergbau oder in Steinbrüchen können ebenfalls eine COPD auslösen. In wenigen Fällen ist die chronisch obstruktive Bronchitis auf genetische Faktoren zurückzuführen.

Doch was macht das Rauchen so gefährlich? Im Zigarettenrauch sind mehrere tausend verschiedene Stoffe und Substanzen enthalten, von denen wir bis heute noch nicht alle kennen. Nicht nur jede einzelne Substanz ist für sich alleine schon gefährlich, sondern es kommt auch noch zu Wechselwirkungen zwischen den Stoffen, die im Rauch enthalten sind. In der Folge potenzieren sich die Gefahren und das Rauchen wird zum unkalkulierbaren Risiko.

Behandlungsmöglichkeiten der COPD

Leider kann COPD nicht geheilt werden. Allerdings kann ihr Fortschreiten gestoppt werden. Und mit etwas Konsequenz bekommt sie der COPD-Patient in den Griff. Dazu gehört natürlich, dass er die Ratschläge seines Arztes und des Physiotherapeuten befolgt. Die medikamentöse Behandlung kann mit maßvoll betriebenem Sport, gesunder Ernährung und Atemgymnastik unterstützt werden. Am wichtigsten ist jedoch, dass der Patient das Rauchen aufgibt.

Selbsthilfegruppen erleichtern ebenfalls den Umgang mit COPD. Hier können sich Betroffene informieren und finden neben viel Verständnis oft auch ihre Lebensfreude wieder. In verschiedenen Internetforen finden sich auch weiterführende Informationen zu COPD.

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