Wie intelligent und aufwändig gestalte ich die Technik in meinem Haus?

Das „intelligente“ Haus – Komfort oder Horror? Jeder, der baut, renoviert oder eine Immobilie kauft, muss sich die Frage stellen: Wie intelligent und aufwändig gestalte ich die Technik in meinem Haus?

Heute möchte beim Automobil niemand mehr auf Funktionen wie Zentralverriegelung, Fernbedienung, elektrische Fensterheber und ein vom Lenkrad aus steuerbares Soundssystem verzichten. Klimaanlage, Einbruchsicherung und Wegfahrsperre sind selbst beim Kleinwagen Standard und Bordcomputer übernehmen die zentrale Überwachung aller Motor- und Elektronikfunktionen. In unseren Wohnungen gehören solche Elemente oft noch in den Bereich des Sciencefiction – mit Recht?

Die individuellen Beweggründe für mehr vernetzte Technik im Heim sind hier neben mehr Komfort ein einheitliches Design der Elemente mit einfacher Bedienung und beherrschbarer Technik. Eine kluge, strukturierte Verkabelung machen zukunftsträchtige Techniken realisierbar. Welcher Mieter oder Bauherr hat sich in den letzten Jahren nicht über Probleme bei der Verkabelung seiner Surround-Anlage oder über fehlende Antennen oder Telefondosen geärgert. Das bei der Frühzeitigen Planung des „intelligenten Hauses“ nicht nur der Komfort, sondern auch die Sicherheit und der Werterhalt steigt, sei an folgendem Beispiel eines existierenden Wohnhauses in München erklärt.

Frühzeitige Planung spart Kosten

Um Energie und Kosten zu sparen, wurde in vielen Bereichen der Lichtschalter durch Bewegungsmelder ersetzt, das spart Strom, bringt Komfort und Sicherheit. Die Mehrbenutzer-Satellitenanlage spart die Gebühren für einen Kabelanschluss. Eine Flatrate für alle Benutzer ermöglicht den kostengünstigen Zugang ins Internet. Eine multifunktionale, strukturierte Verkabelung für den Anschluss von Telefon, Fax, Computer, T-DSL, Audioserver, TV oder Videokameras ist vorinstalliert. Zusätzliche Leerrohre in allen Wohnungen ermöglichen die einfache Kabelverlegung, beispielsweise für den Anschluss von Surround Sound Systemen. Dem Sicherheitsbedürfnis tragen folgende Komponenten Rechnung. So sind alle Wohnungen mit Videosprechanlagen sowie einbruchshemmenden Wohnungstüren mit Türspion ausgestattet. Die zentrale Schließanlage mit Sicherheitsschlössern und elektronische Türöffnern wird durch eine diskrete TV-Überwachung des Eingangsbereichs und der Tiefgarage ergänzt.

Fernsteuerbare Hausgeräte und ein Multiroomsystem mit integrierter Mediensteuerung zeigen, wie sich modernste Technologie sinnvoll und komfortabel nutzen lässt. Die komplette Steuerung läuft dabei über eine Schaltzentrale im Wohn-/Esszimmer.

Das zentrale Touchpanel im Wohnbereich steuert, kontrolliert und kommuniziert Temperaturanzeige, Heiz- und Kühlkreisläufe, Zu- und Abluft, Beleuchtung, Sonnenschutz und Verdunklung, Informationen über geöffnete Terrassentüren via Kontaktmelder sowie Information über den Status der Wärmepumpe.

Musik, TV und Internet ohne Kabelsalat

In sämtlichen Räumen sind Wand- und Deckenlautsprecher sowie unsichtbare Flachmembranlautsprecher installiert und in das Multiroom-System integriert. Für höchstmöglichen TV-Genuss sorgt ein 40 Zoll großer, HD-fähiger Flachbildschirm, der 5.1 Dolby Surround Sound sorgt für Kino-Atmosphäre. Der Centerlautsprecher ist unter dem Bildschirm platziert, setzt einen farblichen Akzent und verdeckt die Kabel. Der Subwoofer sitzt versteckt im Küchenblock.

Nicht nur die Technik sorgt im modernen Haushalt für Bequemlichkeit, sondern auch die Möbel selbst werden immer raffinierter. So kann der Hausherr nicht nur vom Sofa aus alles einstellen, er kann auch von der normalen Sitzposition per Knopfdruck in die Relaxposition fahren oder sogar darin die Lautsprecher platzieren. Der Fernseher fährt auf Wunsch aus dem Sideboard, verschwindet dezent hinter der Bücherwand oder hängt als attraktives Gemälde mit wechselnden Bildern an der Wand.

Bei allem gilt: Soviel Technik wie nötig für soviel Komfort wie möglich. So steht immer das „Wohngefühl“ im Vordergrund. Doch gut geplante Technik ermöglicht hier mit Sicherheit mehr Wohlgefühl als wirrer Kabelsalat, verlegte Fernbedienungen und laute PCs, die heute noch an den sonderbarsten Orten in vielen Wohnung herumstehen. Mit vielen interessanten Produkten und Möbeln,, lässt sich eine moderne, pflegeleichte und ansprechende Raumgestaltungen verwirklichen. Wünschenswert wäre, dass sich Architekten und Fachplaner verstärkt für das Thema sensibilisieren ließen. Wer die Möglichkeiten der heutigen Technik integrieren will, sollte sich deshalb an Spezialisten wenden, die sich damit auskennen.

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