Der logische Aufbau einer Präsentation – Fünfsätze und Co.

Mit Hilfe einiger klassischer Modelle bringt man die Präsentationsinhalte in eine logische, nachvollziehbare Reihenfolge.

Auch die interessantesten Themen und die besten Ideen verlieren an Überzeugungskraft, wenn die Präsentation nicht logisch aufgebaut ist.

Vergleichen Sie die Reihenfolge bei folgenden Aussagen:

  • Wir brauchen dringend neue Materialien.
  • Wir bekommen demnächst einen großen Auftrag.
  • Die Materialien, die wir jetzt haben, sind nicht gut genug.

mit dieser Reihenfolge:

  • Wir bekommen demnächst einen großen Auftrag.
  • Die Materialien, die wir jetzt haben, sind nicht gut genug.
  • Wir brauchen neue Materialien.

Überlegen Sie, in welcher Reihenfolge die Sätze überzeugender wirken und warum.

Sie verstehen wahrscheinlich schneller, worum es bei den Aussagen geht, wenn Sie diese in der unteren Reihenfolge lesen. Hier handelt es sich nur um drei Sätze. Stellen Sie sich vor, wie dramatisch der Unterschied sein könnte, wenn bei vielen Aussagen keine erkennbare Logik in der Reihenfolge vorhanden wäre. Wie lange wird es dauern, glauben Sie, bis die Zuhörer keine Lust mehr haben, dem Referenten zu folgen und aufgeben? Sicher nicht lange. Müdigkeit und Mangel an Konzentration treten unter solchen Umständen sehr schnell ein.

Der „Fünfsatz“ – ein Hilfsmittel für den Aufbau einer Präsentation

Dieses Modell eignet sich für kurze und prägnante Darstellungen und Stellungnahmen, die oft Pro- und Contra-Argumente enthalten.

Beispiel 1

  1. Thema nennen
  2. Pro-Argumente
  3. Contra-Argumente
  4. Eigene Meinung
  5. Vorschlag/Aufforderung, etwas zu entscheiden oder zu unternehmen

Beispiel 2

  1. Einleitung
  2. Argument 1
  3. Argument 2
  4. Argument 3
  5. Schlussfolgerung aus den Argumenten

Beispiel 3

  1. Behauptung1
  2. Begründung
  3. Behauptung2
  4. Begründung
  5. Vergleich von Behauptung 1 und 2

Im 5. Schritt werden Vergleiche gemacht, Schlussfolgerungen gezogen oder Diskussionen eingeleitet, die zu Entscheidungen führen sollen.

Eine gute Strukturierung der fünf Punkte und eine klare Darstellung durch den Referenten schaffen eine solide Basis für eine reibungslose und zeitsparende Durchführung der Diskussion danach.

Weitere Möglichkeiten sind die Problemlösungsformel, bei der Umsetzung von Strategien oder bei der Lösung von Problemen und die Ist-Ziel-Weg-Formel.

Problemlösungsformel

  1. Situationsanalyse
  2. Ursachen
  3. Lösungsvorschläge
  4. Fazit
  5. Maßnahmen

Ist-Ziel-Weg-Formel

  1. Ist-Situation
  2. Soll-Situation
  3. Eine oder mehrere Wege, die zum Ziel führen

Der wichtigste Punkt bei diesem Modell ist die richtige Zieldefinition bei der Soll-Situation (Was wollen wir in der Soll-Situation erreicht haben? Woran werden wir erkennen, dass wir das Ziel erreicht haben?) und die Fragen am Ende (Welche Entscheidungen sollen in die Tat umgesetzt werden? Welche konkrete Maßnahmen ergeben sich aus diesen Entscheidungen?).

Alle Modelle lassen sich beliebig kombinieren und ergänzen sich gegenseitig

Nehmen wir an, Sie strukturieren ein Thema in Ihrer Präsentation nach dem Fünfsatz-Modell „Einleitung – Argument 1 – Argument 2 – Argument 3 – Schlussfolgerung“. Hier sehen Sie, wie Sie die einzelnen Punkte des Fünfsatzes noch weiter strukturieren können.

Struktur: Zuerst Überblick, dann Details.

Allgemeine Struktur: Argument 1 (einfach) bis Argument 3 (schwierig) oder Argument 1 (bekannt) bis Argument 3 (unbekannt).

Beim Übergang von Argument 2 zu Argument 3 eine Verknüpfung mit Argument 1 herstellen („Sie sehen, es ist wichtig, wie ich Ihnen schon gesagt habe“) herstellen. Vor der Schlussfolgerung kommt noch eine kurze Zusammenfassung und Wiederholung der wichtigen Punkte.

Beim Übergang zur Schlussfolgerung eine Nutzargumentation („Es ist deshalb besonders wichtig, diese drei Punkte im Auge zu behalten, weil dadurch …“.)

Der Vorteil von solchen logischen Strukturen für die Zuhörer ist, dass diese Ihren Ideen schnell und mühelos folgen können. Sie können fast automatisch einen roten Faden durch die Präsentation ziehen, weil Ihre Inhalte aufeinander aufgebaut sind.

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