Die richtige Zahnputztechnik für jedes Kind

Karies bei Kinderzähnen verhindern durch regelmäßige Mundhygiene. Schädliche Bakterien greifen den Zahnschmelz an und verursachen Karies. Kinder sollten so früh wie möglich ein regelmäßiges Putzritual erlernen: Ganz einfach mit „KAI“.

Ein Kinderlachen kann uns bezaubern. Die ersten Zähnchen kommen zwischen dem sechsten und achten Monat: Zuerst werden sie sehnsüchtig erwartet und dann freudig bejubelt. Der erste Zahn ist eine Freude für die Eltern. Ein neuer Abschnitt beginnt, aber auch eine neue Verantwortung für die Eltern.

Zähne putzen – aber richtig

Mit dem Durchbruch der ersten Zänchen beginnt auch deren Pflege. Doch schon vorher sollten Eltern mit der Mundhygiene beginnen: Ein Wattestäbchen oder ein Mulltuch reichen aus, um den Mundraum des Babys nach den Mahlzeiten auszuwischen. Bis zum zweiten Geburtstag jedoch sollten die Zähne mindestens ein mal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahncreme gereinigt werden.

Geeignet ist ein kindgerechtes Equipment, bestehend aus einer Bürste mit kurzem Bürstenkopf, vielen einzelnen Borstenbüscheln und abgerundeten Kunststoffborsten, sowie einen dicken rutschfesten Griff und dazu eine fluoridhaltige Kinderzahnpasta. Eltern sollten hierbei auf die Inhaltstoffe der Zahncreme achten, da viele mit Zucker versehen sind, um einen besseren Geschmack zu erzielen! Alle zwei bis drei Monate sollten die Zahnbürsten ausgewechselt werden. Kleine Kinder beißen eher auf der Zahnbürste herum, statt mit ihr zu putzen. Oft hat eine Kinderzahnbürste schon nach wenigen Wochen einen „Scheitel“ und ist damit unbrauchbar für eine korrekte Zahnpflege.

Nach dem zweiten Geburtstag sollte man dann mindestens zwei mal täglich, am besten morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafen gehen, die Zähne putzen. Denn die Milchzähne sind wichtige Platzhalter für die bleibenden Zähne. Gehen sie zu früh verloren, wachsen die bleibenden „schief“ nach.

Bakterien vermehren sich blitzschnell durch zu viel Zucker

Die menschliche Mundhöhle ist ein Ort, an dem eine große Zahl von Mikroorganismen, Bakterien, zusammen leben. Problematisch wird diese Verbindung erst, wenn das sensible Gleichgewicht zwischen den schädlichen und nützlichen Bakterien gestört wird. Bei zu viel Zucker und zu wenig Zahnpflege vermehren sich einige Bakterienarten blitzartig und produzieren aggressive Säuren. Zusammen mit Speiseresten bildet sich der Zahnbelag, auch Plaque genannt, welcher die Zähne wie ein Film überzieht.

Die Säuren lösen die harten Schmelzkristalle der Zahnoberfläche auf. Die weißen Flecken auf den Zähnen sind dafür symptomatisch. Das sind demineralisierte Flächen, welche eine optimale Angriffsfläche bieten: Die Säure kann sich hier leicht ins Zahninnere fressen, wodurch ein Loch entsteht.

„KAI“ – die optimale Zahnputztechnik für Kinderzähne

Kinder wollen ihren Eltern ähneln und ahmen sie in allen möglichen Alltagssituationen nach. Papa beim Rasieren oder Mama beim Schminken, alles wird aufgenommen und reproduziert. Das Zähneputzen sollte dabei keine Ausnahme bilden. Kinder lernen spielerisch. Die Bedeutung der regelmäßigen Zahnpflege sollte durch die Eltern im Spiel klar fokussiert werden. Ein tägliches Ritual daraus zu machen, erleichtert das Lernen: Groß und Klein putzen zusammen.

Kleinere Kinder haben noch nicht die nötige Konzentrattion und Ausdauer, um gründlich zu putzen. Eltern sollten daher immer nachputzen. Mit drei Jahren können die Kleinen jedoch schon gut selbst agieren. Eine einfach zu erlernende Zahnputztechnik, welche den entwicklungsabhängigen Fähigkeiten der Kinder angepasst ist, nennt sich „KAI“.

Die Zähne werden immer in der gleichen Reinfolge gebürstet: Erst oben dann unten, erst rechts dann links. Dabei steht das K für die Kauflächen, welche zuerst gebürtet werden, das A steht für die Außenflächen der Zähne und das I steht für die Innenflächen.

  • Auf den Kauflächen darf das Kind hin- und herbürsten, damit werden die tiefen Rillen und Furchen richtig gereinigt.
  • Die Außenflächen der Zähne sollen mit kreisenden Bewegungen gereinigt.
  • Die Innenflächen werden vom Zahnfleisch zum Zahn „ausgefegt“, für das Kind leicht zu merken denn es putzt immer von rot nach weiß.

Diese Technik kann von kleinen Kinderhänden leicht umgesetzt werden. Jedoch sollten Eltern immer ein wachsames Auge auf die Mundhygiene ihrer Sprößlinge haben, denn es gibt viele Problemzonen im Mund, welche auch durch emsiges Putzen häufig nicht ausreichend gesäubert werden können.

Dazu gehören die Zahnvertiefungen der Backenzähne, die Zahnzwischenräume und die Zahnhälse. In diesen Zonen fühlen sich Bakterien besonders wohl und können meist ungehindert Säuren produzieren, welche Karies verursachen.

Das Nachputzen der kindlichen Zähne sollte von den Eltern sehr erst genommen werden, denn erst im späten Grundschulalter sind die Kinder in der Lage, ihre Zähne selbständig zu reinigen. Ab dem Zeitpunkt müssen die Eltern nur noch auf Regelmäßigkeit und Gründlichkeit achten.

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