Exotisches Gemüse: Gemüsesorten, Inhaltsstoffe, Zubereitung

Bataten statt Kartoffeln, Chayote statt Kürbis oder Okra statt Bohnen – bringen Sie Vielfalt in Ihren Speisezettel und probieren gesundes exotisches Gemüse.

Schnelltransporte in Kühlbehältern machen es möglich, dass immer neue Gemüsesorten aus fernen Ländern hier angeboten werden. Von der Artischocke bis zur Okra, von Bataten bis Pak Choi und Maniok. Manche Namen sind noch fremd, andere schon so geläufig, dass man längst nicht mehr an Exotisches denkt. Oder hätten Sie gedacht, dass Paprika aus Mittel- und Südamerika stammt und die inzwischen längst bekannte Aubergine aus Indien und Afrika?

Exotische Gemüsesorten (einige Beispiele)

Artischocke: Die Artischocke ist eine Distelart. Sie stammt aus Persien. Die Knospen der Artischocke sind eine Gaumenfreude, sind sie geöffnet, eine Augenweide.

Aubergine: Indien und Afrika sind die Heimat der dunkelvioletten Aubergine. Sie wird auch in den Mittelmeerländern angebaut. Auberginen sollte man nur verwenden, wenn sie vollreif sind. Im unreifen Zustand enthalten sie das giftige Solanin.

Bambus: Bambus gehört zu den Gräsern. Seine Heimat ist Burma. Heute wird er aber in vielen tropischen Ländern kultiviert. Die gelblichen, zarten Sprossen kommen in Dosen auf den Markt.

Batate: Die Batate, auch Süßkartoffel genannt, kommt aus Südamerika, wird aber längst in vielen warmen Regionen angebaut. Wichtigster Produzent der stärke- und zuckerhaltigen, länglichen Knolle ist China.

Chayote: Die birnenförmige Chayote ist noch sehr selten im Gemüsehandel zu finden. Das kalorienarme Kürbisgewächs stammt aus Brasilien.

Chinakohl: Wie der Name schon sagt, ist Chinakohl in China, aber auch in Malaysia und Indonesien verbreitet. Eine Vitamin-A-reiche Variante wird auch in Europa angebaut. Die Blätter eignen sich gut als Salat und als Kochgemüse.

Ingwer: Die skurril geformten Ingwerwurzeln stammen aus Asien. Beim Würzen mit Ingwer ist zu beachten, dass frischer viel schärfer ist als getrockneter.

Knollenfenchel: Der Knollenfenchel, auch Gemüsefenchel, Bologneser oder Römischer Fenchel genannt, kommt aus Vorderasien und dem Mittelmeerraum. Er wird roh als Salat, gebraten, gegrillt und gekocht genossen. Knollenfenchel ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen.

Maniok: Der Maniok stammt aus dem tropischen Amerika. Die stärkehaltigen Knollen werden geschält und müssen gekocht oder geröstet werden.

Mungo-Bohne: Mungo-Bohnen haben ihre Stammheimat in Indien und Ostafrika. Ihre an Vitalstoffen reichen Keimlinge werden oft im Handel angeboten und manchmal fälschlicherweise als „Sojabohnensprossen“ bezeichnet.

Okra: Okra nennt man auch „Ladyfinger“. Urspünglich kam das Gemüse (ein Hibiskusgewächs) aus Zentralafrika. Heute erfolgt der Anbau auch in der Türkei und auf dem Balkan. Nur gleichmäßig grüne Okra ohne schwarze Flecken kaufen! Die kleinen Samen werden mitgegessen.

Pak Choi: Pak Choi oder Chinesischer Senfkohl ähnelt dem Stielmangold. Die Blätter und weißen Stiele werden als Salat zubereitet oder wie Spinat gedünstet.

Paprika: Paprika kommt in vielen Formen und Farben in den Handel. Es gibt etwa 35 verschiedene Sorten, beispielsweise den roten Tomatenpaprika und den gelben Gemüsepaprika. Frischer Paprika ist an der glatten, glänzenden Haut erkennbar. Ist der Paprika zu scharf, sollte man die Kerne entfernen.

Exotisches Gemüse hat gesunde Inhaltsstoffe

Exotisches Gemüse enthält Vitamine und Mineralstoffe, die wichtig für das Wohlbefinden sind. Paprika beispielsweise liefert viel Vitamin C, Süßkartoffeln sind reich an Vitamin A, und die in allen Gemüsesorten enthaltenen Ballaststoffe verbessern die Verdauung. Wer einen gereizten Magen hat, sollte einmal Okra probieren. Diese Kapselfrüchte enthalten eine Substanz, die den Magen beruhigt. Die Artischocken wiederum sind für Diabetiker empfehlenswert, und Ingwer ist ein altes Heilmittel, das unter anderem gegen Rheuma wirken soll. Und wenn Sie sich doch mal mit all diesen Genüssen (und den fleischlichen Beilagen) den Magen überladen haben, hilft sicher ein Glas Cynar, ein Magenbitter mit Auszügen aus Artischockenblättern!

Die richtige Zubereitung exotischen Gemüses

Natürlich muss das exotische Gemüse vor dem Genuss noch zubereitet werden. Artischocken beispielsweise werden in Salzwasser gegart, die fleischigen Enden der Hüllblätter dann in pikante Soßen gedippt. Vorzüglich schmeckt auch der Blütenboden. Die Auberginen wiederum munden am besten gebraten, gegrillt oder überbacken. Die Schalen und Samen sind ebenfalls essbar. Es empfiehlt sich aber, die aufgeschnittenen Auberginen mit Salz zu bestreuen und mit Zitronensaft zu beträufeln, um den leicht bitteren Geschmack abzumildern. Das Fruchtfleisch der Chayote hingegen wird gekocht und heiß oder kalt serviert – pikant gewürzt als Beilage oder als süßes Kompott. Geschälter, geraspelter oder in Scheiben geschnittener Ingwer verfeinert Fischgerichte und Fleisch. Okra ergibt eine gute Gemüsebeilage, und Suppen, Eintöpfe sowie Soßen bekommen damit eine natürliche Sämigkeit. Süßkartoffeln (Bataten) können Sie wie Kartoffeln kochen, rösten, braten oder backen. Ein schnell bereitetes Essen wären zum Beispiel einige gebackene Süßkartoffeln mit Spiegeleiern. Guten Appetit!

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