Fettarme Sommersuppen: Borschtsch mal vegetarisch und leicht

Den ukrainischen Suppenklassiker Borschtsch kann man im Sommer ganz einfach als fettarme, aber sehr schmackhafte Version vegetarisch und gesund zubereiten.

Borschtsch (Borš?) gilt als ein typisch russisches Rezept, kommt aber eigentlich aus der Ukraine und ist vor allem auch auf tschechischen, litauischen und polnischen Speisekarten häufig zu finden. Die Suppe gilt im Allgemeinen als eine eher deftige Mahlzeit mit Rindfleisch und gehaltvollen Beilagen wie Speckbrot und Sahne. Als fettarme Sommervariante ohne Fleisch behält sie den charakteristischen würzig-sauren Geschmack, beschwert nicht und ist mit dunklem Vollkornbrot besonders köstlich.

Zutaten für vegetarische Borschtsch-Suppe

Die Suppe schmeckt am zweiten Tag oder nach nochmaligem Aufwärmen besonders gut. Die hier angegebene Menge ist optimal für 2-3 Personen und kann nach Belieben verändert werden.

  • 1,5 Liter Gemüsebrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Teelöffel Piment (Nelkenpfeffer)
  • 2 große rote Beete Knollen
  • 4 große Karotten
  • 1 Kartoffel
  • 1 Sellerie
  • 1Zwiebel
  • etwa 100 ml Essig
  • Petersilie
  • Creme legère oder Joghurt
  • Vollkornbrot oder Pumpernickel

Zubereitung der Suppe 

Die Suppe ist mit geringem Fettgehalt und ganz ohne Fleisch sättigend und ausgewogen, da besonders viel Gemüse verwendet wird. Wer einen zusätzlichen Eiweißlieferanten möchte, kann auch kleine Tofuwürfel in der Suppe mitkochen.

  1. Kartoffel schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Kartoffel wird zuerst in die kochende Brühe gegeben.
  2. Karotten, Sellerie, Zwiebel und rote Beete in Scheiben schneiden und nach Belieben weiter zerkleinern. Die Suppe sollte klar und doch wie ein Eintopf sein, also das Gemüse nicht zu klein schneiden.
  3. Gemüse, Lorbeerblätter und Piment in die Brühe geben und etwa 15 Minuten bei schwacher Hitze kochen.
  4. Essig hinzugeben und zwischendurch abschmecken. Der saure Geschmack kann gewöhnungsbedürftig sein und die Wahrnehmung des Geschmackes variieren; zwischendurch zu probieren schadet also nicht. Trotzdem ist die Säure ein bezeichnendes Element der Suppe und wird durch eine Klecks Naturjoghurt und das süßliche Schwarzbrot neutralisiert.
  5. Petersilie hacken und über die servierte Suppe streuen. Guten Appetit!

Verbreitung und Hintergrund von Borschtsch

Das Wort Borschtsch leitet sich vom altslavischen Wort für „Bärenklau“ ab, einer Pflanze, die früher für den Eintopf verwendet wurde. Die rote Beete ist vor allem aufgrund ihrer blutbildenden Funktion bekannt; sie ist reich an Eisen und Folsäure, einer essenziellen Aminosäure, der der Körper nicht selbst herstellen kann. Gerade für Vegetarier ist sie daher eine gute Nährstoffquelle.

Der sogenannte „Borschtsch-Gürtel“ – das Verbreitungsgebiet des leckeren Eintopfes – spannt sich von Polen über Galizien bis in das Don-Gebiet im europäischen Teil Russlands. Wer das schmackhafte Lieblingsessen vieler Osteuropäer tatsächlich zum ersten Mal gekocht hat, wird wohl noch lange diskutiert werden. Nach Gulaschschsuppe, Kartoffelsuppe und Minestrone wurde Borschtsch schon unter die zehn leckersten internationalen Suppengerichte gewählt.

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