Gastritis – Symptome und Therapie der Magenschleimhautentzündung

Immer mehr Menschen leiden an Gastritis.

Damit sie nicht zu einem Magengeschwür oder Krebs wird, sollte sie frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden.

Bauchschmerzen, kein Appetit oder Übelkeit noch während oder nach dem Essen: Viele Menschen heutzutage kennen das: Eine Magenschleimhautentzündung. Früher trat diese Krankheit vor allem in höherem Alter auf, heute haben auch immer mehr junge Menschen mit ihr zu kämpfen. Schuld daran ist unter anderem der Stress der heutigen Zeit. Die Magenschleimhautentzündung, Fach- und Hobbymedizinern auch als Gastritis bekannt, lässt sich in zwei Verlaufsformen unterscheiden: akut und chronisch.

Die akute Magenschleimhautentzündung

Ist die Gastritis akut, tritt sie meist sehr plötzlich auf und äußert sich in Beschwerden wie

  • Bauchschmerzen im oberen Bauchbereich (vor allem bei Druckausübung)
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit, die in seltenen Fällen zu Erbrechen führen kann
  • Aufstoßen
  • Sodbrennen
  • unangenehmer, leicht säuerlicher Geschmack im Mund

Wenn die betroffene Person eine Mahlzeit zu sich nimmt, verstärken sich oft die Beschwerden. Es entsteht der Eindruck, dass einem während oder direkt nach dem Essen speiübel wird. Nicht alle Symptome müssen hierbei gleichzeitig auftreten. Die Ursachen für eine akute Gastritis sind sehr vielfältig:

  • Einnahme bestimmter Medikamente (wie zum Beispiel Schmerzmittel), die die Zellen der Magenschleimhaut angreifen
  • übermäßiger Alkoholkonsum
  • Rauchen
  • falsche, die Magenschleimhaut reizende Ernährung, oft auch in Verbindung mit zu hohem Kaffeekonsum
  • Lebensmittelvergiftung
  • Hochleistungssport (sogenannter „Runners Stomach“)
  • lang anhaltender Stress
  • Schocksituationen und/oder Verletzungen
  • Infektion

Die chronische Magenschleimhautentzündung

Ist die Gastritis chronisch, verläuft die Krankheit meist schleichend und wird deshalb häufig auch nur durch Zufall entdeckt. Unterschieden wird sie in drei Typen: Typ A, die Autoimmungastritis. Sie betrifft nur 5 Prozent aller chronisch Erkrankten. Typ B, die bakterielle Gastritis betrifft über 80 Prozent der Betroffenen und wird meist durch das Bakterium „Helicobacter pyroli“ ausgelöst. Typ C, die chemische Gastritis, bedingt durch Medikamente oder durch Gallensaft, der durch den Dünndarm in den Magen zurückfließt. Die chronische Gastritis äußert sich meist durch Völlegefühl, Bauchschmerzen, Durchfall und Blähungen. Auch hier müssen nicht alle Symptome auftreten. Die Ursachen richten sich nach dem Typ.

Diagnose der Gastritis

Eine Gastritis wird mit Hilfe einer Magenspiegelung, medizinisch Gastroskopie, diagnostiziert. Diese kann nur vom Hausarzt verordnet werden, der meist schon aus den vorliegenden Symptomen auf eine Magenschleimhautentzündung schleißen kann. Sicherheit bietet jedoch nur die Magenspiegelung. Hierbei führt der Facharzt ein schlauchförmiges Endoskop über den Mund in den Magen. Schon optisch lässt sich eine Entzündung erkennen, zur Sicherheit werden aber meist noch Gewebeproben entnommen. Auch ein Geschwür oder Magenkrebs lassen sich durch eine Magenspiegelung eindeutig feststellen oder ausschließen. Bei vorliegender Gastritis ist es ratsam, auch noch auf das Bakterium „Helicobacter pyroli“ zu überprüfen, um einen chronischen Verlauf auszuschließen.

Behandlung und Vorbeugung einer Magenschleimhautentzündung

Die Therapie der Magenschleimhautentzündung richtet sich nach ihrer Ursache. In allen Fällen spielt jedoch die Magensäure eine entscheidende Rolle, denn sie greift die Magenschleimhaut an. Zu ihrer Reduzierung werden meist Säurehemmungsmittel, wie zum Beispiel Omeprazol oder Pantoprazol. gegeben. Zudem sollte alles gemieden werden, was die Schleimhaut übermäßig reizt, wie Alkohol, Rauchen, Schmerzmittel, Kaffee und zu scharfes, fettiges Essen.

Bei der autoimmunen Gastritis greifen Antikörper körpereigene Zellen an, eine Blutarmut kann die Folge sein. Dem kann mit dem Spritzen von Vitamin B12 entgegen gewirkt werden. Ist das Bakterium „Helicobacter pyroli“ Schuld an der entzündeten Magenschleimhaut werden zusätzlich zu den Säureblockern noch Antibiotika gegeben, um das Bakterium abzutöten.

Eine Magenschleimhautentzündung ist etwas sehr Unangenehmes, was man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Aus einer Gastritis können Magengeschwüre, Blutungen und sogar Magenkrebs entstehen. Daher ist es besonders wichtig, einer Gastritis so gut wie möglich vorzubeugen. Durch richtige, bewusste Ernährung, viel Bewegung, wenig Alkohol-, Kaffee- und Zigarettenkonsum und das bewusste Abbauen von Stress bleibt der Magen fit und gesund. Es schadet auch nicht, den Magen mit Kräutern, wie Fenchel, Anis, Kümmel oder Tausendgüldenkraut schon im Vorfeld zu stärken.

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