Hen Night – Der Junggesellinnenabschied

Der Junggesellinnenabschied entlässt die potenzielle Braut in das Eheleben. Es gibt jede Menge Wege, diesen zu begehen.

Warum befindet sich ein Tiger im Hotelzimmer? Wo kommt dieses Baby her? Und vor allem: Wo ist der Bräutigam? Was ist passiert? Klar, es muss sich um einen Junggesellenabschied handeln. Den Film „Hangover“ kennen viele. Genauso stellen sich viele den klassischen Junggesellenabschied vor: eine Horde betrunkener Männer, Stripperinnen und eine hemmungslose Nacht voller Verrücktheiten. Der Junggesellenabschied soll das Ende des Single-Lebens markieren. Das ist der Grundgedanke, doch von der Gestaltung her, hat sich vieles verändert: Ursprünglich veranstalteten die Spartaner den Abschied für den Bräutigam kurz vor der Hochzeit. Oft fand die Feier im Kreise der beiden Familien statt. Es wurden eine Menge Ansprachen gehalten. Der Bräutigam wurde in die Ehe und seine Pflichten eingeweiht. Es war also eine ernste Veranstaltung die potenziellen Ehemann eine Hilfestellung geben sollte.

Aber nicht nur das hat sich geändert: Auch Frauen feiern heutzutage ihren Junggesellinnenabschied!

Es gibt nun Unmengen von Möglichkeiten, diesen Abend zu zelebrieren. Und genauso viel Planung erfordert es!

Aller Anfang ist schwer

In der Regel organisiert die Trauzeugin und enge Freundinnen die Party. Anfangs muss man nun klären, ob die Braut eingeweiht wird oder ob es eine Überraschung für sie werden soll! Vielleicht hat die Braut auch schon durchscheinen lassen, dass sie gerne einen Junggesellinnenabschied hätte.

Um das richtige für die Braut zu finden, muss man sie gut kennen. Was für ein Typ ist die Braut? Will sie eine große Feier oder eine kleine Runde? Stripper oder lieber Teeparty? Spiele oder Bauchladen, etc.

Ein guter Anfang ist die Gästeliste. Wenn die Größenordnung klar ist, kann man entsprechend die Location und Aktionen planen.

Aber pssst…..

Die Gäste sind das wichtigste bei einer Feier. Mit der richtigen Mischung von Leuten, wird es ein unterhaltsamer und lustiger Abend. Freundinnen, gute Arbeitskolleginnen und evtl. Verwandte sollten eingeladen werden. Bei einer Überraschungsfeier nicht vergessen zu erwähnen, das alles top secret gegenüber der Braut bleiben muss…

Eine formlose Anfrage via E-Mail oder Telefonanruf ist ausreichend. Bei unsicheren Kandidaten sollte man unbedingt eine Frist für eine Zu- bzw. Absage setzen. Erwartungsgemäß sind die Reaktionen positiv und man sollte hier als Organisator ein offenes Ohr haben. Jede gute Idee ist hilfreich.

Auf die Plätze,…

Steht die Gästeliste ist die erste große Hürde geschafft. Wie jetzt den Abend inszenieren?

Wie bereits angesprochen gibt es eine Vielfalt der Mittel und Wege.

Der Klassiker:

Die Braut muss ein – meist – peinliches oder lustiges Kostüm tragen, bei dem sie als künftige Braut erkennbar ist. Bewaffnet mit einem Bauchladen streift sie über den Kiez und muss Kleinkram, wie Kondome, Schnapsfläschen, usw. an Männer verkaufen. Danach geht’s in die Kneipe und das erwirtschaftete Geld wird in Drinks investiert.

Stripped:

Eine weitere beliebte Methode ist, die Party zu Hause stattfinden zu lassen. Neben Büfett, Knabbereien und Alkohol, steht noch ein Stripper auf der Karte! Der durchschnittliche Auftritt dauert in der Regel 15 Minuten, man sollte also auch drumherum ein Programm zu bieten haben! Jegliche Art von Spielen, Lieblingsfilm der Braut anschauen, Karaoke…

Eine abgewandelte Version davon wäre eine Kneipentour mit Abstecher ins Dollhouse/Coyote Ugly Bar. Jeder zahlt für sich, die Braut wird eingeladen! Ein bekanntes Spiel, ideal für Kneipen: einen Eimer voller roter Rosen in der Herrentoilette abstellen. Ein Foto der Braut und ein Zettel zur Erklärung dazu stellen. Auf dem Zettel sollten die Herren gebeten werden, der Braut eine Rose zu überreichen und ihr ein Kompliment zu machen, der Eimer bleibt unerwähnt.

Weitere typische Spiele:

Schnitzeljagd, Telefonnummern (von Männern!) sammeln, Kussmonster (Lippenstift mitnehmen und Kussmünder auf allen möglichen Stellen sammeln), eine Liste lustiger Aufgaben erstellen, welche die Braut alle bewältigen muss.

Was noch?

Nicht jede Frau ist wild auf eine Kneipentour oder leicht bekleidete Männer. Hier finden sich viele andere Möglichkeiten:

– Ein Kurztrip in die Sonne, z. B. nach Ibiza

– Verwöhn-Tag mit Massage, Make-up und anderen Wellness-Behandlungen, z. B. in einem Spa

– Fotosession, mit den Bildern kann die Braut den Bräutigam später überraschen

– Olivia Ahoi! Eine Bootstour mit Olivia Jones

– Fahrradtour mit Picknick

– Sektfrühstück und/oder Kaffeetafel mit vielen Leckereien und netter Musik

– Dessous- oder Pyjamaparty

– Karaokebar

– Cocktailabend

– Konzert/Musical besuchen

Gefängniswärterin

Beliebt sind einheitliche T-Shirts für die teilnehmende Truppe. Das macht nicht nur Spaß, sondern die Braut wird sich immer an diesen unvergesslichen Abend mit all ihren besten Freundinnen erinnern. Das T-Shirt der Braut sollte sich von den der anderen unterscheiden, z. B. mit einem lustigen Spruch wie „Gefängniswärterin“ oder „Germany’s next top housewife“. Auf dem Rücken aller sollte der Junggesellinnenabschied mit Datum aufgedruckt oder geschrieben sein. Solche Shirts kann man bestellen oder auch selber machen. Lustig sind ebenfalls Krönchen (mit rosa Plüschbesatz) oder Federboas.

Die Finanzierung des Abends geschieht in der Regel durch den Verkauf der Sachen aus dem Bauchladen. Alternativ geben alle Gäste einen Pauschalbetrag für den Abend dazu.

Ladies Night

Die Braut sollte nichts gegen ihren Willen tun müssen. Es ist immer hin ihr Abend! Auch zu viel Alkohol wäre nicht gut, unter Umständen findet die Hochzeit bereits am nächsten Tag statt. Was an diesem Abend unternommen wird, ist am Ende nebensächlich. Wichtig ist nur, dass die Braut mit ihren Freundinnen zusammen ist – meistens kennt man sich seit Jahren und die Braut ebenso als Single-Frau – und alle zusammen ihren Abschied vom Single-Leben feiern.

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