Homöopathie für Kinder: Das gehört in die Hausapotheke

Schnupfen, Bauchschmerzen, Durchfall – das Kind ist krank. Gut, wenn dann eine homöopathische Hausapotheke für Kinder zur Hand ist.

Eltern kennen das zu genüge: Tagsüber noch quietschfidel wacht das Kind mitten in der Nacht auf. Die Nase läuft, der Bauch tut weh und zu allem Überfluss kommt auch noch Husten dazu. Wohl dem, der jetzt eine gut sortierte Hausapotheke sein eigen nennen kann. Dabei muss jedoch nicht immer auf schulmedizinische Medikamente zurückgegriffen werden. Gerade bei Kindern hat sich gezeigt, dass diese sehr gut auf homöopathische Mittel reagieren.

Welche Globuli helfen gegen welches Leiden?

Daher bietet es sich an, sich eine spezielle Kinder-Hausapotheke anzulegen. In dieser sollten Globuli für die wichtigsten Kinder-Beschwerden vorhanden sein. Das sind:

  1. Aconitum napellus: Dahinter verbirgt sich der blaue oder echte Eisenhut. Er kommt vor allen Dingen bei Grippe, Erkältungen und Schmerzen zum Einsatz.
  2. Apis: Das ist das Mittel bei einem Bienenstich, aber auch hilfreich bei Mandelentzündungen, Schwellungen und Hautausschlag.
  3. Arnica: Dies darf in keiner Hausapotheke fehlen. Das pflanzliche Mittel hilft bei Verletzungen wie Verstauchungen, Prellungen, Muskelkater, etc. und wirkt darüber hinaus noch dem Unfall-Schock entgegen.
  4. Belladonna: Das Gift der Tollkirsche wird eingesetzt bei Fieber, Sonnenbränden, Sonnenstichen, Verbrennungen bzw. Verbrühungen und bei Augen- und Ohrenentzündungen.
  5. Chamomilla: Die Kamille hilft ebenfalls bei Ohrenschmerzen, Nervosität, Schlaflosigkeit, Koliken und Bauchschmerzen, aber auch bei Zahnungsbeschwerden. Häufig schlägt Chamomilla bei ruhigen und sanften Menschen nicht an, alternativ kann daher auch Pulsatilla verwendet werden.
  6. Ferrum phosphoricum: Die Hauptanwendungsgebiete sind hier Husten, Fieber, Erkältungen, Mittelohrentzündung und Ohrenschmerzen.
  7. Osanit: Diese Globuli gehören in jeden Haushalt mit Säugling. Sie lindern die Beschwerden beim Zahnen.
  8. Pulsatilla pratensis: Die Kuhschelle findet seltener Anwendung. Sie kann aber hilfreich sein, sollte das Kind unter Zahnschmerzen oder Übelkeit leiden. Auch bei Bettnässern hat sich die Gabe bewährt.
  9. Sambucus nigra: Der schwarze Holunder ist in der Homöopathie ein häufiges Mittel gegen Husten und Schnupfen vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern.

Was gebe ich dem Kind: Globuli oder Tropfen?

Homöopathische Mittel gibt es in verschiedenen Darreichungsformen: Pulver und Tabletten werden eher selten verwendet. Am verbreitetsten sind Tropfen oder die kleinen Kügelchen – die Globuli. Bei Kindern ist generell zur Gabe von Globuli anzuraten, da in den Tropfen immer Alkohol enthalten ist. Bei Säuglingen ist darauf zu achten, dass die Globuli in abgekochtem Wasser aufgelöst werden sollten, um ein Verschlucken zu vermeiden. Am besten ist es, die aufgelösten Kügelchen mit einem Plastiklöffel in die Backentaschen zu geben. Die Wirkstoffe können so optimal über die Mundschleimhaut verteilt werden.

Globuli ersetzen nicht den Arztbesuch

Auch wenn homöopathische Mittel aufgrund ihrer fehlenden Nebenwirkungen immer beliebter werden: Eltern sollten auf jeden Fall darauf achten, das richtige Mittel zur Anwendung zu bringen. Gehen die Beschwerden nicht binnen kurzer Zeit weg, ist ein Arztbesuch oder ein Besuch beim Homöopathen unumgänglich.

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