Internet und Netzwerke: Was ist das Client/Server-Prinzip?

Viele Computer-Netzwerke funktionieren nach dem Client/Server-Prinzip, auch das Internet. Was steckt dahinter? Eine kurze Einführung in einfachen Worten. Wie funktioniert es?

Ein wesentlicher Vorteil von Computer-Netzen besteht in der Bereitstellung von Diensten, die alle Netzteilnehmer nutzen können, zum Beispiel ist ein Kalender oder ein gemeinsames Verzeichnis zentral für alle oder eine bestimmte Gruppe von Mitarbeitern zugänglich.

Das Client/Server-Prinzip

Viele Netz-Dienste, zum Beispiel E-Mail, funktionieren nach dem Client/Server-Prinzip. Eine Seite, der Client (Kunde), fordert den Dienst an und die andere Seite, der Server (wörtlich: Dienstleister), führt den Dienst aus und bedient damit den Kunden. Zum Beispiel bietet der Server einen gemeinsamen Kalender an, der von den zugriffsberechtigten Nutzer-Clients zur Terminplanung gemeinsam verwendet werden kann.Jeder Rechner im Netz kann mit entsprechender Software Client oder Server sein. Es ist möglich, dass ein und derselbe Client die Dienste mehrerer Server in Anspruch nimmt.

Kleiner Exkurs zu einem Begriffswirrwarr: Host ist nicht gleich Host. Internet-Host ist nicht gleich Server. Der Begriff „Internet-Host“, der einen einzelnen, ans Internet angeschlossenen Rechner bezeichnet, ist nicht gleichzusetzen mit dem Begriff „Server“. Der Begriff „Host“ wird im Internet-Jargon anders als in der Großrechner-Terminologie benutzt: In der Sprache der Großrechner bezeichnet der „Host“ einen Server, der einen Client (hier: Terminal) mit Diensten bedient. Ein Server definiert sich über einen Dienst, den er softwarebasiert anbietet. Ein Internet-Host kann beides sein – Anbieter oder Nutzer, Server oder Client von Diensten.

Es ist üblich (und etwas verwirrend), dass die Begriffe Client oder Server je nach Kontext manchmal nur für die betreffende Software, in anderen Fällen nur für den Rechner und ansonsten für das System aus Rechner und Software benutzt werden.

Client/Server-Prinzip im Internet

Arbeiten im Internet laufen nach diesem Client/Server-Modell ab: Ein Programm auf einem Rechner (der Server) bietet bestimmte Dienste an, zum Beispiel Webseiten. Ein zweites Programm (der Client), das sich meist auf einem anderen Rechner befindet, kann sich mit diesem Rechner verbinden und sich die Webseiten zuschicken lassen. Jeder Dienst im Internet wird von einem speziellen Server angeboten und erfordert spezielle Client-Software für den Zugriff.

Im Internet sind zum Beispiel Programme wie Outlook Client-Programme, ein Mail-Server (beim Kunden oder beim ISP, dem Internet Service Provider) bietet auf der anderen Seite die Serverdienste und nimmt die vom Client abgesandte Mail entgegen, leitet sie weiter und so weiter. Bezogen auf das WWW ist der Browser auf dem PC, also zum Beispiel der Internet Explorer oder Mozilla Firefox, die Client-Software. Ein Web-Server übernimmt die Verwaltung der Anfragen.

Kurz und Knapp: Zusammenfassung Client/Server-Prinzip und Netzwerke

Client/Server:

  • Client (Kunde) fordert den Dienst an.
  • Server (Dienstleister) führt den Dienst aus und bedient damit den Kunden.
  • Client/Server beschreibt Rechner, Hardware, Software oder auch die Kombination von beidem in einem System.

Netzwerke:

  • LANs sind organisatorisch auf die Firmen-Infrastruktur begrenzte Netzwerke.
  • Das Internet ist ein WAN der WANs.
  • Das Internet funktioniert nach dem Client/Server-Prinzip. Beispiel: Outlook ist der Mailclient, mit dem Mails verfasst und verschickt/empfangen werden – ein Mailserver beim Provider oder bei der Firma verwaltet sie und leitet sie weiter.

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