Wie funktioniert Kubb – das Wikingerschach

Moderner strategischer Freizeitsport, bei dem mit Holzstöcken nach Königen gezielt wird: Eine Einführung in die Spielregeln, deren Ursprung und Wettkämpfe. Hoch vom Norden – genauer aus Schweden – stammt das dort erfundene Spiel her. „Kubb“ bedeutet übersetzt Holzklotz, wird in seiner heutigen Form seit zirka 20 Jahren gespielt und hat seine Verbreitung über Norwegen bis in hiesige Landstriche unternommen. Hierzulande spricht der Volksmund vom „Wikingerschach„, wenngleich dieser Begriff nur eine marketingtechnische Erfindung des dänischen Bettenlagers ist. Ziel des geselligen Spieles ist es, die Holzklötze der Gegenpartei mit Wurfhölzern umzuwerfen, bevor schließlich der König ‚gestürzt‘ werden muß.

Kubb – Was wird zum Spielen benötigt?

Ob man das Spiel nun traditionell und in Eigenregie mit dem Holzwerkzeug aus Opas Werkstatt nachbaut oder einen im Handel verfügbaren Satz kauft, spielt keine Rolle, denn Umfang, Beschaffenheit und Bedeutung des Spielmaterials sollte gleich sein. Jedes Spiel besteht aus.

Kubb – Spielregeln

Vor Spielbeginn werden zwei Teams gebildet. Diese habe eine Spieleranzahl bis zu sechs Personen – eine Mindestanzahl gibt es nicht. Das Spielfeld umfasst gewöhnlich fünf mal acht Meter. Die Seiten sind die Grundreihen eines jeden Teams, auf das die fünf Kubbs aufgestellt werden. In der Mitte des Spielfeldes wird der König platziert. Jedes Team wirft von der Grundlinie aus einen Stock in die Nähe des Königs. Wer am nächsten dran ist, darf anfangen. Das heißt man erhält alle sechs Wurfstöcke und versucht die Kubbs auf der Grundreihe des Gegners umzuwerfen. Horizontalwürfe oder Würfe, die in der Luft rotieren sind hierbei verboten. Geworfen wird von unten mit dem Handrücken zum Spielfeld.

Kubbs die umgefallen sind, werden von der gegnerischen Mannschaft ins eigene Feld geworfen. Der Landeplatz ist gleichzeitig die Lage beim neuen Aufstellen. Der Gegner ist nun in der Pflicht zuerst diese Kubbs zu treffen, bevor die auf der Grundlinie angespielt werden können. Gelingt es dem Team nicht alle Kubbs im Spielfeld umzuwerfen, darf das gegnerische Team in der nächsten Runde von dem Kubb werfen, der dem König am nächsten ist. Dies wird so lange wiederholt bis ein Team alle Kubbs getroffen und mit dem letzten Wurf den König zum Sturz gebracht hat.

Kubb – die Meisterschaften

Ob sich die Tendenzen mehr zur Geschicklichkeit oder zum strategischen Element verschieben, ist wohl eher eine Frage der philosophischen Ansicht. Das Spiel aus dem Norden, das mittlerweile überall in Deutschland angekommen ist, findet seine Anhänger insbesondere bei denen, die gern in der Natur und in Geselligkeit verweilen. Während es in Schweden eine Klubweltmeisterschaft mit zirka 170Teams gibt, entsteht hierzulande erst eine Turnierszene. So zum Beispiel in Leipzig, wo am vergangenen Wochenende das Turnier „Leipzig kubbt“ seine zweite Auflage hatte. Dort nahmen Teams aus Rostock, Wismar, Köln, Dresden, Berlin, Hamburg und ein Team aus der Schweiz teil, was die breite Streuung untermauert. In Sachsens Landeshauptstadt Dresden hat das Kubb-Turnier im Rahmen des Festival „Bunte Republik Neustadt“ schon länger Tradition, sodass im Anschluss an das Leipziger Turnier die 5. Frühjahrsmeisterschaft ihre Ausrichtung fand. Das beste Team aus beiden Turnieren durfte sich in diesem Jahr Sächsicher Meister nennen.

Schon gekubbt?

Für das Kubb-Fieber ist nicht viel vonnöten. Wer etwas an sportlich-geselliger Betätigung interessiert ist, der darf sich gern beim Zielen mit den Holzstöcken versuchen. Einfach mal nach dem nächsten Kubb-Klub im Internet, Park oder auf der grünen Wiese Ausschau halten… Let’s Kubb!

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